Wachstumsprognosen

EU sieht raschere Erholung und höhere Defizite

05. Mai 2010 13:48

Österreich Wirtschaft soll um 1,3 Prozent, jene der Eurozone um 0,9 Prozent wachsen

Brüssel - Die EU-Kommission sagt in ihrer Frühjahrsprognose eine raschere Wirtschaftserholung als bisher erwartet voraus. Österreichs Wirtschaft wird demnach 2010 um 1,3 Prozent wachsen, das ist um 0,2 Prozentpunkte besser als noch vor einem halben Jahr angenommen. In den EU-27 bessert die Kommission ihre Prognosen um einen Viertel Prozentpunkt nach oben und geht von einem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 1,0 Prozent aus. Für die Eurozone beläuft sich die Vorausschätzung auf 0,9 Prozent, was einer Steigerung von 0,2 Punkten gegenüber der Herbstprognose bedeutet.

Was die Arbeitslosenzahlen betrifft, gibt es von der EU-Kommission ebenfalls erfreuliche Nachrichten. Lagen die Erwartungen vor einem halben Jahr noch bei einer Arbeitslosenrate von 10,7 Prozent für die EU, werden in der Frühjahrsprognose nur mehr 9,8 Prozent angegeben. Für Österreich sagt die EU-Kommission eine Arbeitslosenrate von 5,1 Prozent für das laufende Jahr voraus, und 5,4 Prozent für 2011.

Die Brüsseler Behörde bestätigt damit, dass sich die Wirtschaft in der EU langsam erholt. Nach der tiefsten Rezession in ihrer Geschichte wird für 2011 ein Wachstum von 1,7 Prozent für die EU-27 und von 1,5 Prozent für die Eurozone erwartet. Die Geschwindigkeit des Aufschwungs falle innerhalb der EU-Staaten unterschiedlich aus, abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten. Auf dem Arbeitsmarkt seien erste Anzeichen einer Stabilisierung zu erkennen, wobei für 2011 die Arbeitslosenzahlen in der EU weiter auf 9,7 Prozent laut Prognose absinken dürften, in der Eurozone aber eine Steigerung von 10,3 auf 10,4 Prozent erwartet wird.

Maßnahmen

Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Wiederbelebung seien die befristeten haushaltspolitischen Maßnahmen, die jedoch auch das öffentliche Defizit erhöhten, das 2010 in der EU auf 7,2 Prozent steigen dürften, bevor es 2011 einen Rückgang auf 6,5 Prozent geben sollte. Für die Eurozone lautet das durchschnittliche Budgetdefizit für heuer 6,6 Prozent, für 2011 wird ein Absinken auf 6,1 Prozent vorhergesagt. Für Österreichs Budget weist die Kommission in ihrer Frühjahrsprognose für heuer ein Minus von 4,7 Prozent auf. 2011 erwartet die EU-Kommission aber lediglich eine minimale Reduktion auf 4,6 Prozent, während die Bundesregierung 4,0 Prozent vorsieht.

Was die Inflation betrifft, lauten die Schätzungen für 2010 in der EU-27 auf 1,8 Prozent (2011: 1,7) und für die Eurozone 1,5 Prozent ( 2011: 1,7). Für Österreich weist die Kommission für das laufende Jahr eine Inflation von 1,3 Prozent aus, für nächstes Jahr von 1,5 Prozent.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn sprach zwar von "guten Neuigkeiten" für Europa, doch müsse man nun dafür sorgen, dass das Wachstum nicht durch Risiken im Zusammenhang mit der Finanzstabilität beeinträchtigt werde.

Sorgenkinder

Die EU-Kommission bestätigt in ihrer Frühjahrsprognose, dass neben Griechenland auch Spanien und Irland zu den Sorgenkindern der Eurozone in den Bereichen Budgetdefizit sowie Arbeitslosigkeit gehören. Nicht so schlechte Daten weist Portugal auf. Außerhalb der Eurozone sticht Großbritannien mit dem in der EU höchsten Budgetdefizit für das laufende Jahr von 12,0 Prozent hervor.

Für Griechenland, für das die EU einen 110-Milliarden-Rettungsplan bereitstellt, wird heuer ein Budgetdefizit von 9,3 Prozent und für 2011 von 9,9 Prozent vorhergesagt. Für Irland wird eine Neuverschuldung von 11,7 Prozent 2010 und von 12,1 Prozent 2011 prognostiziert. Spanien liegt zwar heuer mit einem zu erwartenden Budgetdefizit von 9,8 Prozent hoch, doch wird für 2011 mit einem Rückgang auf 8,8 Prozent gerechnet. Portugals Defizit wird für dieses Jahr mit 8,5 Prozent angenommen und für 2011 ein Sinken auf 7,9 Prozent erwartet. Bei Großbritannien sieht es heuer mit 12,0 Prozent zwar am schlechtesten aus, doch soll das Nicht-Euroland im nächsten Jahr eine Neuverschuldung von nur mehr 10,0 Prozent aufweisen.

Bei der Arbeitslosigkeit sticht in der Eurozone Spanien mit 19,7 Prozent im heurigen Jahr hervor, für 2011 wird ein weiterer leichter Anstieg auf 19,8 Prozent erwartet. Die Vergleichszahlen für Irland sind (13,8/13,4), Griechenland (11,8/13,2), Portugal (9,9/9,9) und Großbritannien (9,8/9,7). Die höchste Arbeitslosenrate in der EU-27 wird allerdings dem Nicht-Euroland Lettland mit 20,6 Prozent für 2010 zugeschrieben, 2011 soll der Wert auf 18,8 Prozent zurückgehen.

Was das Wirtschaftswachstum betrifft, schaut es innerhalb der Eurozone für Griechenland mit minus 3,0 Prozent für heuer am schlechtesten aus, 2011 soll es nur mehr ein minus von 0,5 Prozent geben. Die Vergleichszahlen für Irland sind (-0,9/+3,0), Spanien (-0,4/+0,8), Portugal (+0,5/+0,7) und Großbritannien (+1,2/+2,1). Das heißt, dass in der Eurozone und auch in der gesamten EU-27 im nächsten Jahr laut Prognose nur Griechenland ein Minus beim Wirtschaftswachstum aufweist, alle anderen Länder ein Plus.

Österreichs Budget 2011 bei 4,6 Prozent

Die EU-Kommission hat in ihrer Frühjahrsprognoseaußerdem  Österreichs Budgetdefizit für 2011 mit 4,6 Prozent höher ausgewiesen als die Regierung mit 4,0 Prozent erwartet. In ihrer Stellungnahme verweist die Kommission darauf, dass zwar in Österreich eine Reihe von steuerlichen Maßnahmen diskutiert würden, doch gebe es bisher keine Entscheidung. Angeführt wurden von der Brüsseler Behörde dabei die Möglichkeiten im Bereich der Einkommenssteuern, der Grundsteuer, der Einführung einer Bankenabgabe und einer Finanztransaktionssteuer sowie eine Erhöhung der Mineralölsteuer und nicht zuletzt die innerhalb der rot-schwarzen Koalition heftig debattierte höhere Steuer für Vermögende.

Lob gab es von der Kommission dagegen dafür, dass Österreich eines der wenigen EU-Länder gewesen sei, die 2009 beim Privatkonsum ein reelles Wachstum verzeichnen konnten. Dafür seien auch eine niedrige Inflation, höhere Transferzahlungen und Kürzungen bei der Einkommenssteuer ausschlaggebend gewesen.

Mit ein Grund für die im kommenden Jahr erwartete geringere Reduzierung des Budgetdefizits auf nur 4,6 Prozent ist laut Angaben der Brüsseler Behörde das Auslaufen der gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise von Österreich gesetzten Hilfspakete. Dies könnte zu einem geringeren Konsumwachstum führen als ursprünglich geplant. Außerdem bleibe die Situation am Arbeitsmarkt angespannt.

Die Kommission führt an, dass Österreich 2009 in eine "tiefe Rezession" gestürzt sei. Die Regierung in Wien habe eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. Als eine Maßnahme wurde auch die Verschrottungsprämie für Altautos genannt.

Griechenland-Folgen für Export prüfen

Für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (VP) zeigt die Frühjahrsprognose der EU-Kommission, dass Österreich die Krise bisher gut gemeistert habe. "Jetzt geht es darum, die auf 2009 und 2010 angelegten Konjunkturpakete fertig umzusetzen, um den Strukturwandel zu unterstützen", so der Minister in einer Aussendung am Mittwoch. Jedoch müsse auch genau geprüft werden, wie sich die Verschuldungskrise Griechenlands auf die Realwirtschaft, insbesondere auf den Export, auswirkt.

Angesichts der von der EU prognostizierten Exportsteigerung von 5,5 Prozent sei der Außenhandel derzeit nämlich Österreichs größter Hoffnungsträger für den Aufschwung. "Wir müssen verstärkt neue Märkte in China, Indien und der Schwarzmeer-Region erschließen", so Mitterlehner.

Österreich habe eine bessere Ausgangslage für eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft als viele andere Länder. Die EU-Kommission erwartet für Österreichs Wirtschaft im Jahr 2010 ein Wachstum von 1,3 Prozent. Für die EU-27 rechnet sie mit einem Plus von durchschnittlich 1 Prozent und in der Eurozone mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent. "Um diesen Wachstumsvorsprung auszuspielen, müssen wir jetzt die Voraussetzungen für ein echtes, sich selbst tragendes Wachstum schaffen", bekräftigte Mitterlehner. "Eine andauernde künstliche Unterstützung der Nachfrage verzögert nicht nur die Umstrukturierung der Unternehmen, sondern auch die Budgetsanierung." Der "umfassende Konsolidierungskurs" müsse "mit Augenmaß" erfolgen.

Leitl: Jetzt nicht übermütig werden

 Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl sieht in der  EU-Frühjahrsprognose "ermutigende" Zahlen, man dürfe jedoch "nicht übermütig werden", warnte er. Reformen, Einsparungen und gezielte Wachstumsimpulse müssten in Österreich wie in der gesamten EU die Antwort auf die steigenden Budgetdefizite sein. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Reformen, um die Haushaltskonsolidierung zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich zu sichern", so der WKÖ-Präsident. Dass sich die europäische Konjunktur nun wieder langsam erhole, sei zu einem großen Teil den Konjunkturpaketen und zahlreichen weiteren Maßnahmen in Österreich und Europa zu verdanken. (APA)

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..|..
05.05.2010 23:09
Man sollte sich einmal anschauen

wie sich die Prognosen in der Vergangenheit erfüllt haben....

Meerwelle
05.05.2010 18:41

Ich muss jedesmal lachen, wenn ich die die Beiträge der Wirtschaftsapokalyptiker lese.

Diesmal überschlagen sie sich ja wieder geradezu vor "lustvollem" Gruseln.

Weiter so, ich finde, es hat einen netten Unterhaltungswert.

;-)

Bergdolm
05.05.2010 20:30

Sie sind uns schon abgegangen. War es angenehm beim Kurzurlaub in Griechenland? Genießen Sie auch immer diese fortschrittlich, dynamische, aber trotzdem fröhliche Stimmung?

Wir sollten einmal gemeinsam hinfahren, dass wir diese blöden sudernden Weltuntergangstypen zuhause mit ihrem Pessimismus alleine lassen.

In Griechenland werden wir Spaß haben, da wir beide die Unterhaltung lieben.

Meerwelle
06.05.2010 06:26

Gegenbeispiel: Wenn ich's richtig mitbekommen habe, hat der Binnenhandel in Österreich gerade Steigerungen vermeldet.

Dabei sollte (nach der vor einem Jahr geäusserten) Meinung vieler hier jetzt bereits alles in Schutt und Asche liegen.

Aber als Wirtschaftsapokalyptiker darf man halt immer nur die negativen Beispiele sehen.

Bergdolm
06.05.2010 09:03

Meerwelle, Sie sind zu bescheiden. Ihre Meldung über die Steigerung des Ö-Binnenhandels, das sind doch Peanuts. Sie denken ja sonst auch immer in viel größeren Maßstäben.

Dass jetzt der Euro zum Doller sinkt, ist ja auch positiv zu werten. Das wird jetzt auch den Ö-Außenhandel gewaltig angeschieben, der ja viel wichtiger ist als der Ö-Binnenhandel. Und - was ich immer schon sagen wollte - die sollen was hackln bei uns, dann gehts ihnen auch so gut wie in USA und in China.

Dass die Spritpreise aufgrund des schwächeren Euros merklich anziehen, sehe ich auch positiv. Dann sollen's halt weniger Autofahren - die Umwelt und so ...

Meerwelle, Sie sehen, ich habe schon viel gelernt von Ihnen - vor allem Dinge positiv darzustellen.

Mostbluzza
06.05.2010 08:52
ich beneide sie,

dank unwissenheit, ein unbekümmertes leben.

schön, dass es sowas gibt. mittlerweile redet jeder taxler, jede nicht-intellektuelle (in ihren augen) drüber. aber die lesen ja nur krone und die zweifler (mittlerweile sehr viele anerkannte spezialisten, eu/euro fanatiker, denen nun die erkenntnis übermannt) sind ja nur verräter.

aber es hat nix zu sagen. unser politik und die ganze welt sind ja ...satisfaktionsfähig:

Ein Duell (lat.: duellum) ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln.

das gute gewinnt ja immer ... freundschaft und solidarität.

also dann ...
05.05.2010 16:17
hmhm ... 24 von 27 ländern liegen höher als 3 % neuverschuldung ! es wird zeit, den schmarrn ...

des stabilitätspaktes ... in die mülltonne auszusondern.

lustig wird`s vor allem in D...
dass ja eine "schuldenbremse" (wie einfalssreich) in das grundgesetz schrieb !
tolles konzept...
sich per gesetz einerseits wachstum zu "verordnen"...
und das land gleichzeitig in die rezession hineinzusparen !
hinzu kommt das mantra : "steuerun runter" der FDP
- egal ob bei konj.hochs
- einer rezession
- im winter weil kalt
- und im sommer weil sowieso u.a.m.

gegen doofheit ...
ist eben kein kraut gewachsen.

Psychedelic Brain
05.05.2010 15:26
1. axiom

div(geld) = 0

Griechischer Niedergang
05.05.2010 15:01
glaube keiner statisktik die du nicht selbst gefälscht hast.

reine beruhigungspropaganda der EU. der hut brennt und er brennt vor allem immer schneller und heftiger.

so long, EU! die tage deiner existenz sind gezählt. den göttern sei dank!!!!!!

hydra
05.05.2010 14:24
GB

Warum wird bei diesem Defizit nicht gegen Großbritannien und das Pfund spekuliert? Ganz einfach, weil dieses Land eine der Schutzmächte der Finanzindustrie inklusive Hedgefonds ist. Und sich immer gegen eine verstärkte Regulierung der Märkte und Eindämmung der Spekulation querlegt.

der müde Joe...
05.05.2010 12:50
Bei Großbritannien sieht es heuer mit 12,0 Prozent zwar am schlechtesten aus, doch soll das Nicht-Euroland im nächsten Jahr eine Neuverschuldung von nur mehr 10,0 Prozent aufweisen.


na dann ists ja gut. puh.

ps. Liebe APA: If you pay peanuts, you will get monkeys.

Peter_23
05.05.2010 12:23
Wer wissen will, was hinter dieser scheinbaren Erholung steckt

sollte jenen (etwas längeren) Artikel auf Telepolis lesen:

http://www.heise.de/tp/r4/art... 551/1.html

Erklärt jene Formen der "Erholung" sehr gut.

Fra Diavolo
05.05.2010 14:55

Danke, habe den Link meiner "Sammlung" beigefügt. Auswege werden anscheinend weder in dieser noch in ähnlichen Analysen angeboten. Vielleicht, weil es keinen (zumindest keinen realistischen) gibt?

Peter_23
05.05.2010 17:26
Aus einem Pyramidenspiel gibt es schon Auswege

Dieser nennt sich Systemsusammenbruch. Dabei geht natürlich nicht die Welt unter. Es bricht im Prinzip nur das oder die Währungs-, Finanz- und in Folge Wirtschaftsystem(e) zusammen.

Und das ist im Zinseszins getriebenen Kapitalismus mit seinen ewigen Zwang zur (Neu)verschuldung und Wachstum (wohin?) auch nicht wirklich überraschend. Das einzige "überraschende" bzw. unbekannte ist der Zeitpunkt bzw. die Ausgestaltung des Wirtschaftzusammenbruches. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten und Varianten. Wir werden eine davon kennen lernen.

Aber sehen Sie es positiv: Nach jedem Zusammenbruch gibt es wieder "goldene Wirtschaftswunderjahre". Die Frage ist, ob da noch ein/mehrere Kriege dazwischen liegen.

Fra Diavolo
06.05.2010 09:02

Die düsterste Prognose, die ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, sieht so aus:
http://neunzehnhundert84.blogspot.com/2009/12/d... ieden.html

Vielleicht kennen Sie den Text ja schon.

Optimismus kann ich jedenfalls nur aufbringen, wenn ich in etwas "größeren Zeiträumen" denke.

good vibration
05.05.2010 20:38

stimme zu, ergänze nur um einen möglichen Ausweg, da ich Krieg kein adäqutes Mittel der Problemlösung für Intelligente Menschen halte:
dem Kapital die Lenkungsmacht zu entziehen (Kapital hat keine Intelligenz) und sie einem Gremium wie der UNO zu übergeben um eine gerechtere, freudvollere, kreativere..Welt zu gestalten

Bergdolm
05.05.2010 21:39

Was veranlasst Sie, an die "Intelligenz" der Menschen zu glauben?
Gerade von den Leistungsträgern war zu erwarten, dass wir gar nicht in so eine prekäre globale Wirtschaftssituation straucheln.
Könnte es sein, dass wir viele Menschen und deren Intelligenz überschätzen?

Oder gilt wie meist: Gier schlägt Hirn.

RS69
12.05.2010 16:44

Die Gesetze werden von Gesetzgebern gemacht, nicht von Leistungsträgern.

Dei Gesetzgeber werden von Durchschnittsbürgern gewählt, nicht von KnowHow oder Leistungsträgern.

Wer wählt schon jemanden, der harte aber notwendige Massnahmen für alle ankündigt?

Suchld sind ALLE - die haben sich Ihre Brot und Spiele Politiker gewählt.

Bergdolm
05.05.2010 19:36

Es freut mich immer wieder, Ihre absolut logischen Schlussfolgerung der Gesamtsituation zu lesen.

Die spannende Frage ist wirklich, wie es nach einem unvermeidlichen Systemzusammenbruch weitergeht.

Eine große Hoffnung, dass die Menschen - besonders die führenden Köpfe - wirklich lernfähig sind, habe ich aufgegeben. Es werden immer irgend welche Indikatoren hervorgezaubert, die darstellen versuchen, dass es doch (weiter) aufwärts geht.

Und die Masse der Menschen wird positive Meldungen viel freudiger aufnehmen als unser "Negativ-Gesudere". Aber da sind wir schon in der Psychologie ...

RS69
12.05.2010 16:46

Warum freuen SIe sich auf Systemzusammenbrüche?

Geht's dem Durchschnittsgriechen jetzt besser?

In der Regel profitieren von Zusammenbrüchen nur die, die sich's richten können. Das sind in der Regel die, die auch so profitieren.

Sich auf die Krise freuen, damit man sagen kann "ich hab's ja immer gesagt" mag für SIe befriedigend sein - konstruktiv ist es nicht.

Bergdolm
12.05.2010 17:56

Können Sie sich vorstellen, dass man vor einer sich abzeichnenden großen Krise warnen möchte, konstruktive Vorschläge macht, und dass das "ich hab's ja immer gesagt" nicht im Vordergrund steht?

RS69
12.05.2010 17:58

Klar. Was konkret waren die konstruktiven Vorschläge in diesen paar Postings?

Bergdolm
12.05.2010 18:10

Diese "paar Postings" sind nur ein Ausschnitt meiner dargelegten Meinung zu Wirtschaftsthemen.

Ich nehme nicht in Anspruch, alle und jeden mit meinen Argumenten zu überzeugen. Sie, RS69 (oder unter welchen Nicks Sie sich noch verbergen), sind halt nicht dabei. Sie und ich werden's überleben - darüber sollte ja Einigkeit herrschen.

RS69
13.05.2010 02:58

ok, ich glaub ihnen, dass es neben denen hier noch andere Postings von Ihnen gibt, in denen dann die konstruktiven Vorschläge sind.

Meerwelle
06.05.2010 19:25

Wow, unvermeidlicher Systemzusammenbruch.

Redet da jetzt ein kleiner Einstein oder ein kleiner Marx?

Oder gar ein großer Marx.

Beeindruckend.

Seit wieviel hundert Jahren warten manche Kritiker eigentlich schon auf den Zusammenbruch des Kapitalismus.

Aber ich habe es schon aufgegeben, dass diese Kritiker jemals anerkennen, dass es dieses Wirtschaftssystem immer noch gibt.

Aber viele Menschen "erfreuen" sich halt viel mehr an negativem Gesudere als an positiven Meldungen. Aber da werd ich jetzt gerade psychologisch.

;-))))

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