Panik bei Gedenken an Kriegstote

6. Mai 2010, 09:23
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Viele Verletzte - Königin Beatrix wurde vorübergehend in Sicherheit gebracht - Zwei Verdächtige verhaftet

Amsterdam -

 

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen polizeibekannten 39-Jährigen, der zuvor bereits wegen Einbrüchen und Drogendelikten aufgefallen war. Ein zweiter Verdächtiger wurde später wieder freigelassen. Er hatte mitten in der Menge einen Koffer fallen gelassen und damit für zusätzliche Angst vor einer möglichen Kofferbombe gesorgt. Wie Polizeichef Welten sagte, hatte der Mann das Gepäckstück aber nur hingeworfen, als er selbst in Panik flüchtete.

Die niederländische Königin Beatrix und andere Mitglieder der Königsfamilie wurden nach dem Vorfall in Sicherheit gebracht. Die Zeremonie wurde nach der Durchsage "Jemand ist krank und wird gerade behandelt" fortgesetzt.

Bei der Gedenkveranstaltung in Amsterdam galten nach einem Anschlagsversuch auf die Königsfamilie vor einem Jahr strenge Sicherheitsvorkehrungen. Am sogenannten Königinnentag am 30. April 2009 hatte ein Mann während einer Zeremonie in der Stadt Apeldoorn versucht, mit einem Auto in die Königsfamilie zu rasen. Dabei waren sieben Menschen ums Leben gekommen.

Zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges hatten am Dienstagabend auch in vielen anderen niederländischen Städten die Menschen während zwei Schweigeminuten innegehalten. Für Mittwoch waren zur Feier des 65. Jahrestags der Befreiung von der deutschen Besatzung zahlreiche Konzerte und Paraden im ganzen Land geplant.

 (APA)

 

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    Panik beim Gedenken an die Weltkriegstoten

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