Lopatka: Familienbeihilfe für Kinder im Ausland kürzen

4. Mai 2010, 18:38
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Auf das Niveau der jeweiligen Lebenshaltungskosten

Wien - Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka will angesichts des Drucks zur Budgetkonsolidierung bei der Familienbeihilfe sparen. Für Kinder, die im Ausland leben, sollen ihre in Österreich arbeitenden Eltern (egal welcher Staatsangehörigkeit) künftig weniger Geld bekommen, berichtet die "Presse". Es geht um rund 41.000 Kinder und ein Volumen von rund 50 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für die Familienbeihilfe lagen 2008 bei 3,3 Milliarden Euro.

Der Staatssekretär schlägt vor, die Bemessung der Zahlungen, die von Österreich erfolgen, an die Lebenshaltungskosten in dem Land, in dem das Kind lebt, zu binden. Dies käme teils einer drastischen Reduktion gleich. Als Beispiel verweist er auf die Slowakei. Für Kinder ab dem zehnten Lebensjahr betrage die Familienbeihilfe dort 17,81 Euro pro Monat, in Österreich 130,90 Euro. Dass eine solche Regelung diskriminierend oder ausländerfeindlich sein könnte, weist Lopatka zurück. (APA)

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    Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka will angesichts des Drucks zur Budgetkonsolidierung bei der Familienbeihilfe sparen.

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