Mozart-Effekt von Wiener Psychologen endgültig widerlegt

4. Mai 2010, 17:47
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Keinerlei Auswirkungen auf das räumliche Vorstellungsvermögen

US-Psychologen haben ihn kürzlich an die sechste Stelle der 50 größten Mythen der populären Psychologie gereiht. Nun wurde der Mozart-Effekt einmal mehr und womöglich endgültig als Irrtum entlarvt. "Entdeckt" wurde der Effekt von der US-Psychologin Frances Rauscher 1993: Sie hatte positive Auswirkungen von Mozart-Klängen auf das räumliche Vorstellungsvermögen festgestellt, diese Auswirkungen später selbst aber relativiert.

Nun haben Wiener Psychologen um Jakob Pietschnig 39 bisher durchgeführte Studien zum Mozart-Effekt mit mehr als 3000 Testpersonen einer eigenen unterzogen. Dabei zeigte sich, dass sich keine Steigerung der Intelligenz durch das Anhören von Mozart feststellen lässt, wie die Forscher im Fachblatt "Intelligence" schreiben. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 5.5.2010)

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