ORF 1-Reform und Änderungen bei "Chili"

4. Mai 2010, 15:32
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ORF 1 müsse wieder österreichischer werden

Wien - ORF-Werbechef Franz Prenner fordert eine rasche Reform von ORF 1 und Änderungen bei "Chili". Der erste Kanal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks habe "großen Reformbedarf, weil es in den vergangenen Jahren keine besondere Zuwendung der Programmmacher mehr erhalten hat", so Prenner im Interview mit "tv-media". Mittlerweile sei mit der eingesetzten Reformgruppe aber "die Notbremse gezogen" worden.

Für Prenner soll die Umsetzung der Änderungen nun sehr schnell vonstattengehen: "Die Reform muss jetzt rasch erfolgen und sollte schon im Herbst starten." Nach Ansicht Prenners brauche es ein adaptiertes Senderdesign, neue Genres wie boulevardeske Infotainment-Magazine und Dokusoaps. Gemeinsam mit Eventshows sollen diese Sendungen die Seher wieder an die Marke ORF binden, meinte er.

Dass das mit großem Medienrummel begleitete Societymagazin "Chili" nicht recht vom Fleck kommen will, versteht Prenner nicht, wie er sagte. Mit einer entsprechenden Reform könne man aber das Steuer herumreißen. "Man muss 'Chili' deutlich verändern - und ich bin mir sicher, das wird gelingen." In der Zeitzone zwischen 19.00 und 20.15 Uhr merke man "ganz klar, dass die Agenturen in dieser Zeitzone weniger buchen", kritisiert Prenner. "Umso schneller ist hier eine Reform notwendig." (APA)

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