Franz Kössler ausgezeichnet

4. Mai 2010, 15:12
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Laut Jury wesentlichen Beitrag zur Hebung der journalistischen Qualität geleistet - Kössler wirkte seit 1980 im ORF

Wien - Der "Robert-Hochner-Preis" 2010 geht an den jahrelangen ORF-Journalisten und Außenpolitikexperten Franz Kössler. Kössler recherchiere akribisch, analysiere profund und denke in großen Zusammenhängen, begründete die Jury ihre Entscheidung. Dies seien journalistische Qualitäten, die er beharrlich und auch streitbar "gegen die chronikalen und boulevardesken Sensationsgelüste" verteidigt habe.

Kössler habe im ORF-"Weltjournal" mit Durchsetzungsvermögen und Mut bei der Themenwahl ein Sendeformat erarbeitet, das der Auslandsberichterstattung einen wichtigen Platz im österreichischen Journalismus schuf, so die Jury weiter. Kössler wirkte seit 1980 im ORF wo er unter anderem als Auslandskorrespondent in Moskau, Washington und London tätig war. Weiters war er "Zeit im Bild"-Chef sowie Leiter des "Europa-Journals" im Radio und schreibt heute eine regelmäßige außenpolitische Kolumne im "Falter".

Über Jahrzehnte habe Kössler engagiert und ebenso erfolgreich für die österreichische Fernseh- und Radiojournalismuskultur gearbeitet. "Er leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Hebung der journalistischen Qualität und hat unverrückbare Maßstäbe gesetzt", erklärte die Jury.

Der Robert-Hochner-Preis für herausragende journalistische Leistungen in elektronischen Medien wird gemeinsam von Journalistengewerkschaft und Verbund ausgelobt und heuer am 27. Mai von Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg überreicht. Im Vorjahr ging der Hochner-Preis an Zoran Dobric. (APA)

  • Franz Kössler.
    foto: orf

    Franz Kössler.

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