Android: Nur ein Drittel aller Geräte mit aktueller Firmware

4. Mai 2010, 14:04
63 Postings

Zersplitterung als Gefahr für Googles mobile Betriebssystem - Android 1.5 noch immer meist genutzte Version

Seit der ersten Veröffentlichung von Android hat Google die Entwicklung des eigenen mobilen Betriebssystems auf Linux-Basis rasant vorangetrieben. Alle paar Monate gibt es eine neue Version der Software, die neue Funktionen und damit auch eine Aktualisierung der Entwicklungsplattform mit sich bringt.

Aufteilung

Eine Geschwindigkeit, bei der die Handset-Entwickler allerdings bislang kaum mithalten können, so präsentiert sich aktuell ein äußerst weit gestreutes Bild an genutzten Android-Versionen, wie ein Blick auf die von Google selbst gelieferten Statistiken verdeutlicht. Mit 37,2 Prozent ist Android 1.5 hier weiterhin die meist genutzte Version des Open-Source-Systems. Erst an zweiter Stelle folgt das aktuelle Android 2.1 mit 32,4 Prozent, mit 29,4 Prozent erweist sich aber auch Android 1.6 weiterhin als äußerst relevant.

Schwierigkeiten

Eine Situation, aus der sich recht konkrete Problematiken für die Plattform als Ganzes ergeben. So müssen sich Dritthersteller wahlweise dazu entscheiden neue Funktionen des Systems nicht zu nutzen oder damit abfinden, dass sie einen Großteil der NutzerInnen von der eigenen Anwendung aussperren. Als aktuelles Beispiel sei hier der vor kurzem veröffentlichte, offizielle Twitter-Client genannt, der derzeit ausschließlich für Android 2.1 erhältlich ist. Auch Google Earth stellt diese Mindestanforderung.

Update

Die Zahlen basieren auf den Zugriffen zum Android Market in den zwei Wochen vor dem 4. Mai. Gegenüber der letzten entsprechenden Untersuchung Mitte April hat sich die Situation zumindest dahin gebessert, dass Android 2.1 um 5,1 Prozentpunkte zugelegt hat, ein Plus das allerdings vor allem durch die weltweite Aktualisierung der auf Android 2.0.x verbliebenen NutzerInnen des Motorola Droid / Milestones und durch neu gekaufte Geräte getrieben ist.

Lösungsansätze

Bislang hat sich Google nicht offiziell zu der Frage geäußert, wie man dieser vorangehenden Zersplitterung umgehen will. Laut einem Bericht von Engadget soll das Unternehmen der aktuellen Situation aber mit zentralen Änderungen am Aufbau von Android begegnen wollen. Demnach soll das Betriebssystem auf seinen Kern reduziert werden, was die Anpassung durch die Hersteller vereinfachen sollte. Zugleich sollen die mitgelieferten Anwendungen - aber auch Treiber und andere Systemkomponenten - laufend über den Android Market aktualisiert werden. Ob dem tatsächlich so ist, wird sich wohl spätestens zur Google I/O-Konferenz Mitte Mai zeigen, für die übrigens auch schon die Vorstellung der nächsten Android-Generation erwartet wird - Android 2.2/2.5 "Froyo". (apo, derStandard.at, 04.05.10)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Vor dem Google Hauptquartier sammeln sich die Maskottchen für einzelne Android-Versionen, auf den Geräten der NutzerInnen zeigt sich der Wildwuchs in seiner weniger niedlichen Variante.

Share if you care.