1,6 Mio. Datensätze bei SchülerVZ ausgelesen

4. Mai 2010, 13:07
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    SchülerVZ erneutvon Datenleck betroffen?

SchülerVZ-Sprecher sieht kein Datenleck - Wissenschaftler habe Beweis erbringen wollen, dass Datensammlung möglich ist

Das deutsche Social Network SchülerVZ scheint von einem erneuten Datenleck betroffen zu sein. Die Blogger von netzpolitik.org berichten, dass ihnen 1,6 Millionen aktuelle Datensätze aktiver User zugeschickt worden seien. Damit seien rund 30 Prozent aller Nutzer betroffen. Bei SchülerVZ sieht man darin jedoch keine Sicherheitslücke.

Neue Sicherheitsmaßnahmen

SchülerVZ hatte sich nach einem im Herbst aufgeflogenen Datenleck um mehr Datenschutz bemüht. Die Maßnahmen wurden sogar mit dem TÜV-Prüfzeichen für Datensicherheit belohnt. Zu den neuen Sicherheitsmaßnahmen zählten unter anderem reCaptchas und limitierte Profilabrufe. Die reCaptchas wurden jedoch wieder zurückgenommen, da sich Nutzer davon gestört gefühlt hätten und die Profilabrufe könnten auch für mehrere Accounts gleichzeitig stattfinden, kritisieren die Blogger.

Daten auslesen

Der erneute, massenhafte Datenabgriff scheint nun den Beweis zu liefern, dass die neuen Maßnahmen zur kurz greifen. Viele User seien Mitglieder in Gruppen. Über Gruppenmitgliedschaft könnten gewissen Profilinformationen selbst dann abgerufen werden, wenn die Nutzer ihre Profile ganz auf privat gestellt haben. Zu diesen Infos zählen Name, Schule, Schul-ID und ein Link zum Profilbild. Viele User würden zudem gar nicht die höchsten Sicherheitseinstellungen wählen, sodass auf diesem Weg noch weitere Daten wie Alter, Geschlecht, Hobbys oder politische Einstellung mit einem Crawler automatisiert abgerufen und gespeichert werden können. Pädophile Personen könnten sich beispielsweise Kinder nach ihrem Alter und Wohnort heraussuchen. Auch der Verkauf der Daten an Werbeagenturen sei denkbar.

Kein Datenleck?

Bei SchülerVZ sieht man bei der aktuellen Datenabfrage offenbar kein Datenleck. "Ein Nutzer hat für alle SchülerVZ-Mitglieder einsehbare Profilinformationen im eingeloggten Zustand kopiert. Es handelt sich explizit nicht um ein Datenleck", so Sprecher Dirk Hensen gegenüber Spiegel Online. Demnach habe ein Wissenschaftler künstliche E-Mail-Accounts angelegt um den Kopierschutz von öffentlichen Daten zum umgehen und somit zu beweisen, dass ebendies möglich sei. Das sei mit dem Kopieren von Einträgen aus dem Telefonbuch vergleichbar, so Hensen und verstoße gegen die Datenschutzbestimmungen. Den Betreibern würde bislang nur ein kleiner Auszug der Datensätze vorlegen, aus denen nicht hervorgehe, dass es private Daten seien. (red)

 

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21 Postings
AlBundyFan
 
00
na und

kein mensch der welt kann was dagegen tun, daß die dinge, die im browser angezeigt werden, ausgelesen werden können.

einzige möglichkeit ist, daß man sie nicht anzeigt - nur ohne anzeige von infos ist ein portal vollkommen wertlos.
und hier wurde anscheinend nur der text, der im browser steht, ausgewertet.

das kann man mit jedem portal das man irgendwo findet in dem nicht alle infos auf privat sind (und somit außer dem benutzernamen nur eine weiße seite angezeigt wird) machen - da ist man machtlos.

außer man würde einen eigenen viewer basteln der eine geheime verschlüsselungsroutine hat und die daten sind anders nicht anzeigbar.
und man müßte dann noch die gesamte seite im captcha-style anzeigen um gegen bilderkennung vorzugehen.

DERdummSCHWÄTZER
 
02
ham sie schon mal gesehn, was für fotos die mäderl auf scene1 und so weiter hochladen?

dies ist das wirklich bedenkliche. dass kleine mäderl glauben den symbolen von sexadnthecity&co nacheifern zu müssen. nano na ned gibts dann gestörte die das auch noch geil finden (was sehr bedenklich ist)! dennoch: ELTERN HAFTEN FÜR IHRE KINDER! also einfach mal ned so blauäugig sein und auf das internet samt foren und societyseiten einschlagen. ELTERN SIND IMMER NOCH DIE LETZTE KONTROLLINSTANZ DER KINDER!

fizcaraldo
12

Wieso Datenleck? Wenn es so abgelaufen ist wie im Artikel, dann hat er einfach nur einen Crawler über StudiVZ laufen lassen. Das ist genau so als würde ich manuell alle Profilseiten abrufen und die Daten kopieren. Es sollten sich alle mal klar darüber werden, dass es keine Datenleck braucht um an die persönlichen Daten zu kommen wenn man so blöd ist sie auf Facebook, StudiVZ und Co zu stellen.

fizceraldo
51
warum hast du den selben postnamen wie ich?

Maggot Brain
02

ich empfehle eine brille zu kaufen.

spoiled ballot
011
datenklau?

ist das nicht der einzige zweck der social networks

teh_pwnerer
63
Zu diesen Infos zählen Name, Schule, Schul-ID und ein Link zum Profilbild.

Eine Frechheit, dass das wieder als großartiger Skandal durch die Medien geht.
Die genannten Infos sind die grundlegendsten Stammdaten eines Profils dort, und es ist bekannt, dass JEDER, der dort Mitglied ist, diese Daten einsehen kann. Das ist schon alleine deshalb nötig, um Freunde zu finden, und keine "Ein User mit diesem Namen existiert nicht"-Such-Fehlermeldungen ausspucken zu müssen.

Arno Nymisiert
13

Das gilt das nur für die, die ihre Sicherheitsstufe auf das höchste gestellt haben. Artikel lesen und dann herumtrollen.

Aber das ist natürlich vollkommen in Ordnung, wenn jemand Namen, Schule und Profilbild von meiner Tochter auslesen kann. (und eventuell Wohnort, Alter, Hobbys, politische Einstellung und ihre Lieblingszuckerlsorte)

DERdummSCHWÄTZER
 
00
achja,

das internet ist ja verantwortlich für die richtige erziehung ihrer kinder. nicht wissen schützt vor strafe nicht! möglicherweise sperren sie einfach gewisse seiten für ihre kinder. oder dürfen diese ihren unverschlüsselten pornokanal auch nutzen mit der ausrede - ich kann ja ned jede minute nachsehn was sich meine kinder im tv ansehen - einfach pfui und eine faule ausrede!

Lady_Gaga
 
01
Na dann

kümmern Sie sich halt drum dass ihre Tochter diese Daten nicht ins Internet stellt wenn es sie denn so stört.

Arno Nymisiert
10

Sie verstehen meine Aussage nicht..
Schade.

fizcaraldo
41

Ob es in Ordnung ist mag ich nicht beurteilen. Aber wenn Ihre Tochter diese Informationen ins Internet stellt und die Profileinstellungen so wählt dass jeder sie sehen kann dann ist das nun mal so.

Arno Nymisiert
10

Und wenn sie diese mit maximalen Sicherheitseinstellungen wählt, kann TROTZDEM jemand (einige) Informationen über sie herauslesen.

Und bitte, hier gehts um Kinder. Meine wissen, dass das Internet nicht vergisst - Ich hab mir die Zeit genommen ihnen das zu erklären. Aber was ist mit denen, die keine Informatikereltern oder einfach technische unbegabte Eltern haben ? Bei Facebook lass ich mir einreden, dass hier die Eltern volle Verantwortung zu übernehmen haben (kann ja jeder einen Account machen und seine Kinder stalken *hust*)

Aber SchülerVZ zielt ja auf Kinder ab - Erwachsene werden ausgeschlossen. Natürlich kann man sich reinschummeln. Aber nicht als Alleinerziehende Mutter.

Dirk Gently76
 
00
Telefonbuch

>Und wenn sie diese mit maximalen Sicherheitseinstellungen wählt, kann TROTZDEM jemand (einige) Informationen über sie herauslesen. <
Wenn ich meine Telefonnummer ins Telefonbuch gebe, kann auch jemand einige Infos über mich herauslesen.
Wenn ich nicht will, dass man gewisse Dinge über mich erfährt, dtelle ich sie nicht rein.
Wie wäre es damit, dass sie ihre Kinder über die Gefahren einer Datenweitergabe über Internet aufklären statt jetzt einem Portal die Schuld zu geben. Aber wahrscheinlich haben sie auch zig Kundenkarten und wundern sich dann, dass ihre Daten weitergegeben werden.

DERdummSCHWÄTZER
 
01
es ist IHRE pflicht als mutter zu wissen was ihre kinder tun.

und sollten sie die übersicht verlieren, so gibt es kontrollprogramme die dies verhindern! und wenn es ihnen wirklich ernst wäre zu verhindindern, dann würden sie sich die mühe machen.

Mathias
 
00
Aber das ist natürlich vollkommen in Ordnung, wenn jemand Namen, Schule und Profilbild von meiner Tochter auslesen kann.

Diese Problematik ist aber schon seit dem Bestehen der Communitywebseite "UBoot.com" (1999) bekannt. Damals wurde sogar bekannt, dass Pädophiele sich gezielt Kinder gesucht haben, weil Alter und oft sogar Wohnadresse angegeben wurde.

Bedenklich ist sogar, dass diese Informationen ohne Anmeldung zu finden waren. Erst später wurde das geändert.

Die aktuellen Fälle zu Facebook und SchülerVZ lassen erkenne, dass Sicherheit in Netzwerken erst dann zum Thema wird, wenn wirklich was passiert. Bis dahin denken die meisten: "Mir kann sowas doch nicht passieren, wozu denn vorsorgen..."

masterjo
01

danke für "uboot.com" - flashback in die 90er

Mathias
 
00
hab ich gern gemacht ;-)

comandi7
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gratis sms. das war schon toll :-)

Mathias
 
00
sms.at hatte das auch am Anfang... tja bis es dann überlaufen war...

marksu
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SchülerVZ wendet sich auch die sensibelste gesellschaftsgruppe

und die sollten besonders geschützt sein, oder das netzwerk muss auf persönliche daten wie ort etc verzichten.

aber selbst das hilft nichts wenn dort verabredungen mit unbekannten getroffen werden …

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