NASA-Legende Guenter Wendt gestorben

4. Mai 2010, 12:15
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Aus Deutschland stammender Raumfahrtingenieur arbeitete 34 Jahre lang im Kennedy Space Center

Merritt Island/USA -  NASA-Legende Guenter Wendt ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der deutschstämmige US-Raumfahrtingenieur war im Kennedy Space Center für die Abschussrampe der Raketen zuständig und oft der letzte Mensch, den die Astronauten vor einem Start sahen und der hinter ihnen die Luke verriegelte. Wie die Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, starb er am Montag in seinem Heimatort Merritt Island in Florida an den Folgen eines Schlaganfalls. Er hinterlässt drei Töchter.

Wendt wurde 1924 in Berlin geboren und wanderte nach dem Krieg in die USA aus, deren Staatsbürgerschaft er schließlich annahm. Er arbeitete für verschiedene Flugzeugunternehmen, die die NASA mit Raketentechnik belieferten, und insgesamt 34 Jahre lang im Kennedy Space Center. Wendt, der zeitlebens mit einem starken Akzent sprach, führte ein strenges Regime über seinen Verantwortungsbereich, war aber auch für seine fröhliche Art bekannt. Der Ingenieur wurde auch in dem Hollywood-Film "Apollo 13" von Tom Hanks erwähnt. Wendt war bei der NASA später für die Sicherheit der Besatzungen zuständig und Mitglied der Untersuchungskommission nach dem Absturz der Raumfähre "Challenger". Er setzte sich 1989 zur Ruhe. (APA/apn/red)

  • Guenter Wendt auf einem Bild aus dem Jahr 2009
    foto: nasa/jim grossman

    Guenter Wendt auf einem Bild aus dem Jahr 2009

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