C-Quadrat mit Gewinnsprung

4. Mai 2010, 11:07
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Die Gesamterträge kletterten von 6,2 auf 16,6 Millionen Euro

Wien - Die börsenotierte C-Quadrat Investment AG, bei der Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser als Aufsichtsratsvorsitzender fungiert, hat im ersten Quartal 2010 einen Gewinnsprung erzielt. Der Periodenüberschuss drehte im Jahresabstand von leicht negativen -0,2 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro ins Plus. Das Betriebsergebnis stieg auf 3,9 (-0,4) Mio. Euro, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Das verwaltete Vermögen kletterten innerhalb eines Jahres (per 31.3.) um zwei Drittel von 1,79 auf 2,97 Mrd. Euro, sagte Vorstandsdirektor Andreas Wimmer zur APA. Ende 2009 waren es 2,66 Mrd. Euro gewesen.

Die Gesamterträge kletterten von 6,2 auf 16,6 Mio. Euro, darin inkludiert sind 7,2 Mio. Euro Performance. Zurückzuführen sei die Steigerung der Gesamterträge neben einem Anstieg der Management Fees um rund 67 Prozent im Jahresabstand hauptsächlich auf die Netto-Performance-Fees in Höhe von 4,5 Mio. Euro - jene Fees, die die C-Quadrat KAG als erfolgsabhängige Vergütung für die positive Performance der von ihr verwalteten Investmentfonds über einer High-Watermark erhält. Grund dafür sei die freundliche Entwicklung der Weltaktienmärkte im Berichtsquartal (MSCI World +9,32 Prozent). Von einer analogen Entwicklung der Performance-Fees in den Folgequartalen 2010 könne aber nicht ausgegangen werden, wird betont.

Höhere Kosten für Personal

Die Kosten für Personal- und Verwaltungsaufwand sind im Berichtszeitraum von 2,7 auf 4,1 Mio. Euro gestiegen.

Eine von der britischen Investmentgesellschaft F&C Asset Management plc. (Foreign & Colonial) avisierte Übernahme der C-Quadrat Investment AG ist wie berichte geplatzt, nachdem die Briten sich Ende März entschlossen haben, doch kein öffentliches Angebot zu legen. Aufgrund der Äußerung, kein Offert zu veröffentlichen, ist F&C seit 26. März für ein Jahr für eine C-Quadrat-Übernahme gesperrt. Dies hatte die Übernahmekommission der Wiener Börse im März erklärt.

Haupteigentümer von C-Quadrat ist damit weiterhin mit 32,6 Prozent die AvW-Gruppe AG, deren Aktienpaket allerdings an die Capital Bank verpfändet ist. Knapp 23,7 Prozent hält C-Quadrat-Vorstandsdirektor Gerd Alexander Schütz (über die San Gabriel Privatstiftung), rund 23,3 Prozent Thomas Riess, Vorstand der C-Quadrat Kapitalanlage AG, über die T.R. Privatstiftung. 20,4 Prozent stehen im Streubesitz. (APA)

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