"Teufelsreporterin" lernte bei Wolfgang Fellners "Österreich"
Karin Schnegdar musste die Leitung des Krone-Societywesens an Dora Varro (26) abgeben. Die STANDARD-Infos vom Montag bestätigt die Mittwoch-Ausgabe der Krone - aus der lächelt Varro schon als "Adabei".
Der Wechsel war offenbar ein Wunsch von Krone-Chef Hans Dichand und Michael Jeannée, den Schnegdar vor eineinhalb Jahrzehnten abgelöst hat.
Chefredakteur Christoph Dichand, offenbar von der Lösung nicht ganz so überzeugt wie sein Vater, und Schnegdar waren nicht erreichbar.
"Die Frau, die kam, sah und schrieb": Das soll man Varro laut Fragebogen des Branchenmagazins "Journalist" einmal nachsagen. Den beantwortete die aufstiegsorientierte Jungjournalistin Ende 2008, als sie noch für "Österreich" schrieb. Wo und wie lernt man Journalismus am besten?, fragte das Branchenmagazin sie: "Ich habe es beim Wolfgang Fellner gelernt und anscheinend hat es funktioniert." Fellner nannte sie nach ihren Worten "Teufelsreporterin". Der "Journalist" betitelte die Story mit "Die Aufreißerin".
Varro wurde 1984 in Budapest geboren, kam mit Eltern und Bruder mit 11 nach Verona und mit 13 nach Eisenstadt, wo sie die Handelsakademie absolvierte. Nach der Matura heuerte sie bei der "Burgenländischen Volkszeitung" an. Dort verantwortete sie bald die Societyberichterstattung. Bei "Österreich" war sie vom Start weg an Bord. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 4.5.2010, Langfassung)