Slowenische Braunbären könnten Kärntner Population aufbauen

3. Mai 2010, 16:28
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"Kärntner Bärengipfel" abgehalten

Klagenfurt - (Die Postings, die dies hervorrufen wird, sind inhaltlich vorhersehbar, aber vielleicht werden sie ja originell formuliert. Sei's drum:) Kärnten will ein Projekt zur Wiederansiedlung von Bären starten und dafür auf die große slowenische Population zurückgreifen: 700 bis 800 Tiere leben in dem kleinen Staat. Zu dem Thema gab es am Montag einen "Kärntner Bärengipfel", diskutiert wurde dabei über eine mögliche Übersiedelung einiger Tiere nach Österreich, nachdem in Slowenien eine größere Anzahl von Bären zum Abschuss freigegeben wurde. Es wird allerdings ein längerfristiges Projekt, man dürfe "Aktionen nicht übereilen", erklärte Naturschutzreferent Uwe Scheuch bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Als Auftakt soll ein genetisches Monitoring in Kärnten durchgeführt werden, um herauszufinden, welche Bären durch Kärnten ziehen, wie lange sie sich aufhalten und ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt. Dafür ist ein Zeitraum von drei Jahren veranschlagt, der Startschuss soll noch heuer erfolgen. Zudem bedürfe es einer Aufklärung der Bevölkerung, da zum Beispiel die Grundbesitzer in den betroffenen Gebieten gegen eine Ansiedlung seien. "Eine Akzeptanzlösung ist die einzig nachhaltige Lösung", erklärte Scheuch.

Am Projekt sollten sich außerdem noch die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich beteiligen, wobei sich laut Scheuch aktuell nur Oberösterreich eine Mitarbeit vorstellen kann. Man wolle allerdings "keine Insellösung", sollte eine Ansiedlung ernsthaft ins Auge gefasst werden, müssten alle Bundesländer dafür sein, erklärte der Naturschutzreferent. Die Kosten für Fang, Transport und Aussetzung in Kärnten belaufen sich pro Bär auf rund 20.000 Euro, finanziert würde dies im Fall des Falles vom WWF. (APA/red)

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