Bank Austria und Erste scheiden EDV-Ehe

3. Mai 2010, 16:00
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"iT" Austria wird aufgespaltet, Teilbetriebe gehen auf die Konzerne über

Wien - Die Bank Austria (UniCredit) und die österreichische Erste Bank räumen in diesen Tagen mit einem letzten Überbleibsel aus der Zeit auf, in der die Bank Austria größte Sparkasse des Landes war. Beide Gruppen trennen nun die Informationstechnologie, die jahrelang zum Teil in der gemeinsamen Tochter iT Austria (Informations-Technologie Austria GmbH) gebündelt war. 1998 hatten Erste/Sparkassen und Bank Austria/Creditanstalt ihre EDV-Töchter fusioniert. Die beiden Bankengruppen haben sich seither auseinandergelebt. In der UniCredit/Bank Austria-Gruppe werden die IT-Aktivitäten schrittweise konzentriert.

Entflechtung

Die Entflechtung des einst größten EDV-Dienstleisters mit Sitz in der Geiselbergstraße in Wien und die damit verbundenen Umgründungsschritte sind am 30. April bei der Wettbewerbsbehörde angezeigt worden.

Die iT Austria gehörte den beiden Häusern bisher zu je 50 Prozent. Die Gesellschaft wird jetzt von den Alteigentümern in zwei Teilbetriebe aufgespaltet, was bis Sommer über die Bühne sein soll, wie es aus den Häusern am Montag zur APA hieß. Die Teilbetriebe gibt es schon. Sie gehen in der Folge auf die jeweiligen Einheiten in den Häusern über. Die rechtliche Trennung soll dann rückwirkend per Dezember 2009 erfolgen.

In der Bank Austria ist künftig die BAGIS (Bank Austria Global Informations GmbH) das neue Rechenzentrum. BAGIS soll laut Bank Austria verstärkt "strategische" IT-Themen in der UniCredit-Gruppe wahrnehmen. Mit der Herausbildung einer umfassenderen UniCredit-Internetplattform waren in der Bank Austria-IT-Belegschaft in Wien immer wieder Jobsorgen verbunden.

Nach vollzogener Aufspaltung wird der Teilbetrieb der Bank Austria mit der BAGIS verschmolzen, heißt es in der Bank Austria. Die BAGIS unter Leitung von Gerhard Lentschik und Gabriele Ruf wird nach Bank-Angaben rund 340 der 600 iT-Austria übernehmen und auch künftig zwei eigene Rechenzentrums-Standorte in Wien betreiben. Die restliche Belegschaft wandert in den Teilbetrieb der Erste Bank. (APA)

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