Apple iAds teurer als andere

3. Mai 2010, 14:57
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Apple will Werbung in Apps offenbar zunächst selbst entwickeln, um funktionsweise zu garantieren

Apple liegt offenbar nicht nur bei den Hardware-Preisen im Spitzenfeld, sondern auch beim neuen Werbesystem iAd. Pro Werbeeinblendung würde Apple 1 US-Cent verlangen. Klickt ein Nutzer die Werbung an, würden 2 Dollar fällig, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf Personen aus der Werbebranche. Ähnliche Deals mit anderen Anbietern würden deutlich weniger kosten, meinen Werbeagenturen.

40 Prozent der Einnahmen an Apple

Die ersten iAds werden vermutlich im Juni in iPhone- und später auch iPad-Apps auftauchen. App-Entwickler erhalten 60 Prozent der Einnahmen, die restlichen 40 Prozent gehen an Apple als Provision für Verkauf und Hosting. Werbung in Apps ist eine Möglichkeit kostenpflichtige Anwendungen gratis anzubieten. In Android-Anwendungen ist das bereits weit verbreitet. Die Werbeeinblendungen können je nach Zielgruppe beispielsweise für Nutzer bestimmter App-, Musik- oder Film-Kategorien oder Städte geschaltet werden. Zugriff auf die Daten einzelner Nutzer ist jedoch nicht möglich.

Apple übernimmt Design selbst

Ebenso wie die Apps sollen auch die Anzeigen einen Freigabeprozess durchlaufen. In den ersten Monaten würde Apple die Anzeigen noch selbst entwickeln. Das Unternehmen wolle damit sicherstellen, dass fehlerhafte Anzeigen die Nutzung einer Anwendung nicht einschränken und die Werbung auch optisch ins iPhone-Gefüge passen. Vermutlich plant Apple ein Entwickler-Kit, mit dem Werbeagenturen ihre App-Anzeigen selbst designen und entwickeln können. Es ist allerdings fraglich, ob Werbeagenturen damit einverstanden sind, dass Apple zu Anfang selbst Hand an die Anzeigen legt. (red)

 

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    Apples teures Werbesystem

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