Wienerberger: Analysten sehen sinkende Ergebnisse

3. Mai 2010, 14:24
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Wie - Für das am Dienstag zur Vorlage anstehende Zahlenwerk des heimischen Baustoffproduzenten Wienerberger zum ersten Quartal 2010 erwarten Analysten deutliche Einbrüche bei den Unternehmenskennzahlen.

Die Analysten von UniCredit, Erste Group und Raiffeisen Centrobank rechnen im Durchschnitt mit einem Umsatz von 275,1 Mio. Euro, das wäre ein Minus von 23,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollte laut Prognosen von 16,20 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 15,0 Mio. Euro absinken. Das Betriebsgewinn (Ebit) wird mit minus 62,2 Mio. Euro deutlich tiefer im roten Bereich erwartet (erstes Quartal 2009 bei minus 29,0 Mio.) Euro. Der Nettoverlust dürfte jedoch mit minus 63,3 Mio. Euro etwas besser als im Vorjahr mit minus 67,8 Mio. Euro ausfallen.

Analyst Klaus Ofener von der RCB erwartet im Einklang mit dem Analystenkonsensus schwache Wienerberger-Zahlen zum ersten Quartal 2010. "Das schlechte Ergebnis wird jedoch von allen erwartet und dürfte keine große negative Überraschung sein", so Ofener im Telefoninterview mit der APA. Als Begründung sieht er vor allem die schwierige Zeit des langen letzten Winters, der bei Wienerberger deutlich belastet. Der Unternehmensausblick auf das heurige Jahr sollte seiner Meinung nach keine Veränderungen aufweisen. Die Experten der UniCredit und der Erste Group betonen ebenfalls wie Ofener die Bedeutung des scharfen Winters, der auf die Zahlen drücke.

Bewertet werden Wienerberger-Aktien von der UniCredit und der Erste Group derzeit mit dem Anlagevotum "Hold". Die RCB hat einen etwas positiveren Eindruck von dem Titel und stuft die Aktie mit "Buy" ein. n (APA)

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