"Wir wünschen uns die Online-Fahndung"

S. Jungnikl und A. Zielina, 4. Mai 2010, 12:19
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    foto: derstandard.at/az

    "Nicht jeder, der eine radikale Idee hat, ist automatisch eine Gefahr und nicht jeder Radikalisierte wird zum Terroristen."

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    Linker und rechter Extremismus: " Viele Sachbeschädigungen aber, die möglicherweise von linker Seite kommen, werden nach den Bestimmungen des Strafrechts angezeigt und als politisch motiviert oft gar nicht erkannt."

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    Gridling über das Internet: "Mit einem Mausklick werden täglich tausende Menschen zu Opfern und man kann schwer etwas dagegen tun".

Verfassungsschutzchef Gridling über rechten und linken Extremismus und die verstärkte Radikalisierung von Islamisten

derStandard.at: Herr Gridling, wenn Sie Terrorist wären, würden Sie sich Österreich als Ort ihres Aufenthaltes oder Ihrer Tätigkeit aussuchen?

Peter Gridling: Das ist eine interessante Frage. Österreich ist in der glücklichen Lage derzeit keinen hauseigenen Terrorismus zu haben. Dennoch muss man sagen, dass Terrorismus in Österreich nichts Neues ist und es ihn in den vergangenen 50 Jahren in verschiedenen Ausprägungen immer gegeben hat. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Österreich unter Terroristen als eine Art Ruheraum genutzt wurde, das gilt etwa für den deutschen RAF-Terrorismus. Die Österreichischen Behörden haben aber immer alles unternommen, um für Sicherheit zu sorgen und die Bevölkerung zu schützen.

derStandard.at: Sie sagen, Österreich "wurde" als Ruheraum genutzt, sprechen also in der Vergangenheitsform. Sind die Medienberichte, bei denen Österreich heute immer wieder als eine Art Schlaraffenland für Terroristen bezeichnet wird, also falsch?

Gridling: Österreich ist kein Schlaraffenland für Terroristen. Terroristen und Kriminelle nutzen alle Möglichkeiten, die sich ihnen bieten. Ob das etwa ein einfacher Zugang zu Kommunikationsmitteln ist, die Möglichkeiten des Internets oder auch Länder, in denen der Verfolgungsdruck weniger hoch ist und die meist auch hohe Grundrechtsstandards und damit verbunden zahlreiche Freiheiten bieten.

Auch wenn man das nicht gerne hört: In der jüngsten Vergangenheit stoßen wir auf ein Phänomen einer verstärkten Radikalisierung. Dies betrifft vor allem junge Muslime. Wir haben eine Gruppe von Personen in Österreich, die sich mit dem Gedankengut islamistischer Extremisten und Terroristen identifiziert, sich radikalisiert und sich von der Gesellschaft abkoppelt. Auch der Fall Mona M. und Mahmoud S. hat gezeigt, dass wir von solchen Phänomenen nicht verschont bleiben.

derStandard.at: Wie ist Ihre Einschätzung des neuen Anti-Terrorgesetzes?

Gridling: Das ist zunächst einmal nichts Neues, denn Österreich hat schon 2005 die Konvention des Europarats über den Terrorismus unterschrieben und sich verpflichtet, sie in nationales Recht umzusetzen. So ist etwa die Möglichkeit, die Ausbildung in Terrorcamps zu sanktionieren, kein Spezifikum Österreichs. Dies bedeutet nicht, dass jeder der sich radikal äußert automatisch verfolgt wird. Wir prüfen die Fälle, die uns bekannt werden, sehr sorgfältig: Nicht jeder, der eine radikale Idee hat, ist automatisch eine Gefahr und nicht jeder Radikalisierte wird zum Terroristen.

Es geht vielmehr darum auszuloten, ob von einer solchen Person zukünftig eine Gefahr augehen kann. Es ist strafrechtlich irrelevant, wenn jemand nur radikal ist. Aber wenn jemand so radikalisiert ist, dass er aktiv am Dschihad teilnehmen will und sich deshalb zum Terroristen ausbilden lässt um Straftaten zu begehen, dann ist es wichtig eine Handhabe zu haben mit der eine solche Teilnahme verhindert werden kann um nicht später mit der Gefahr leben zu müssen. Insofern bringt die Bestimmung für uns eine Erleichterung.

derStandard.at: Sie sagen, nicht jeder mit radikalen Ideen wird auch tatsächlich straffällig. Was muss passieren, damit es so weit kommt?

Gridling: Bei den Personen, die sich zu Terroristen ausbilden lassen, gibt es keinen einheitlichen terroristischen Karrierepfad. Bei jeder Person stellt sich der Weg individuell anders dar, es gibt kein einheitliches Profil des potenziellen Terroristen. Es ist falsch, zu sagen: Jeder junge Moslem ist ein potenzieller Terrorist.

derStandard.at: Was ist die wohl größte momentane Bedrohung für Österreich?

Gridling: Das ist sicherlich die Gefahr, dass es zu einem islamistischen Anschlag kommt. Dieser Terrorismus geht gegen weiche Ziele, sprich zum Beispiel Massenbeförderungsmittel. Er zielt darauf ab wahllos Menschen zu töten, um Verunsicherung herbeizuführen. Es ist kein Terrorismus der seine Opfer gezielt auswählt und man versucht möglichst hohe Opferzahlen zu erreichen.

derStandard.at: Laut neuem Verfassungsschutzbericht steigt die Zahl der linksextremen Straftaten (Von 64 in 2008 auf 90 in 2009) - Obwohl diese im Vergleich zu denen der rechten (fast 800 Anzeigen im Jahr 2009) immer noch relativ gering ist. Wo sehen Sie eine Veränderung im linken Sektor?

Gridling: Grundsätzlich glaube ich, dass die Zahlen nicht stimmen. Wir werden darauf reagieren. Es ist uns bewusst, dass politisch motivierte Straftaten für die Behörden oft schwerer feststellbar sind, als rechte. Jede Schmieraktion oder jedes Propagandapickerl, das von rechts kommt, finden wir sofort in einer Anzeige nach dem Verbotsgesetzt oder typischen Verwaltungsstrafbestimmungen wieder. Viele Sachbeschädigungen aber, die möglicherweise von linker Seite kommen, werden nach den Bestimmungen des Strafrechts angezeigt und als politisch motiviert oft gar nicht erkannt.

derStandard.at: Die Linksextremen kommen besser weg, als die Rechten?

Gridling: Das kann ich nicht sagen, aber wir werden unsere Richtlinien für die Erfassung der Straftaten überprüfen und wenn notwendig angleichen. Also eine einheitliche Basis schaffen, nach der man solche Delikte meldet.

derStandard.at: Innenministerin Fekter sagt, "bedenklich" ist für sie vor allem, dass "fast jede rechte Veranstaltung mit einer linken Gegenbewegung einhergehe." Ist da nicht die rechte Veranstaltung das Problem statt der linken Gegendemo?

Gridling: Die Frau Bundesminister hat das so gesagt und dabei ein wichtiges Thema angesprochen. Die Sicherheitsbehörden haben, unabhängig von der politischen Einstellung, den Bürgern die Möglichkeit zu bieten ihren politischen Willen in zulässiger Form zum Ausdruck zu bringen. Und wenn aus den unterschiedlichen Lagern Veranstaltungen stattfinden, müssen die Sicherheitsbehörden sicher stellen, dass dies auch tatsächlich stattfinden kann.

derStandard.at: Das Internet wird von Rechten vermehrt als Rekrutierungsplattform gesehen: Wie soll man damit umgehen?

Gridling: Das Internet ist heutzutage aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Trotzdem ist es aus unserer Sicht ein ungeregelter Bereich. Es gibt kaum Rechtsvorschriften, die den Bürger entsprechend schützen. Mit einem Mausklick werden täglich tausende Menschen zu Opfern und man kann schwer etwas dagegen tun. Hier besteht Regelungsbedarf. Den Polizei- und Justizbehörden ist das ein großes Anliegen, denn ansonsten sind wir mit Ermittlungen und Verfahren konfrontiert, in denen wir keine sachdienlichen Ermittlungsergebnisse liefern können. Beispielsweise weil wir nicht einmal die notwendigen Daten haben, um die Personen zu identifizieren. Auf diese technischen Entwicklungen müssen der Gesetzgeber und die Behörden reagieren.

Wenn wir sehen, dass die technische Entwicklung uns quasi überrollt und die Ermittlungen dadurch nicht in jener Präzision durchgeführt werden, die nötig wäre, müssen wir das aufzeigen. Auch wenn das dann als überzogen oder unangebracht dargestellt wird, wie beim Beispiel Online-Fahndung.

derStandard.at: Die Online-Fahndung gibt es ja. Was fehlt Ihnen denn?

Gridling: Die gibt es noch nicht.

derStandard.at: Den Entwurf gibt es.

Gridling: Ja, den Entwurf gibt es aber leider nur den. Wir würden uns die Online-Fahndung wünschen.

derStandard.at: Und was noch?

Gridling: Man sollte darüber nachdenken: Wie geht man mit dem Thema Verschlüsselung um? Wir sind überzeugt, dass diese Technologie nützlich ist und vor allem für den Rechtsverkehr aber auch für die private Kommunikation eine wichtige Rolle spielt. Andererseits wird diese Technologie aber immer mehr von Kriminellen genutzt , um sich vor der behördlichen Verfolgung zu schützen. (az, nik, derStandard.at, 4.5.2010)

Zur Person

Peter Gridling ist Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Der 52-jährige Osttiroler übernahm das Amt Anfang 2008 von Gert René Polli. Gridling startete seine Laufbahn als Gendarm in Tirol und studierte Rechtswissenschaften. Später leitete er die Einsatzgruppe zu Bekämfung des Terrorismus und die Anti-Terror-Abteilung von Europol.

Kommentar posten
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blubb66
00
21.8.2010, 13:35
Gefasel eines Demokratiefeindes...

... verfassungsmäßige Rechte demontieren und Totalüberwachung unbescholtener Bürger um fiktive Terroristen zu jagen? Unser größtes Problem ist die Gefährdung der Demokratie durch Korruption und diverse verfassungsfeindliche Seilschaften, die es leider auch in hohen Ämtern zu geben scheint.

KomPoster oder schleichender blauer Darmwind!
00
14.8.2010, 17:37
Das wäre mehr als gut!

Dann könnte dass nicht passieren dass man eine Prammer verprügeln will und sich noch sonnt dabei!

bob langer
00
10.5.2010, 18:15
am besten

wunsch auf ein zetterl schreiben und dem christkind am 23.12. ins fenster legen....

Flowchi
00
10.5.2010, 01:25
...der nächste...

...Kasperl!

Was soll man sagen? ---"...gut beazahlt sein ist der Knackpunkt, da redet man anscheinend gerne was Andere wollen!

jopc
 
00
ich wünsche mir auch keine blödmänner in verantwortungsvollen positionen

und es gibt sie doch zuhauf.

der longe
00
sehr bedenklich,

wenn ein solcher ahnungsloser mensch wie der herr g. die onlinefahndung fordert. vor solchen menschen sollte man sich in acht nehmen, unvorstellbare zustände werden hier in österreich ausgedacht. das innenministerium wird zu stasi zentrale.

ÖVP su:cks
00
aber aber

bei der online-fahndung kann man ja nicht gleich schießen

tablespace65
00
"Wir würden uns die Online-Fahndung wünschen"! Pluralis majestatis?

Das glaube ich ihm gern, dass er sich die Online-Fahnung wünschen würde. Damit man dann noch mehr "Terroristen" wie z.B. die "brutalen, gemein-gefährlichen" TeirschützerInnen erwischt...

"Andererseits wird diese Technologie (die Verschlüsselung) aber immer mehr von Kriminellen genutzt , um sich vor der behördlichen Verfolgung zu schützen": eine äußerst überraschende und neue Erkenntnis!


fräulein potmesil
00

ich frage mich, wer und mit welchem ziel z.B. MICH auspionieren wollte?
- gesinnung links - unerwünscht? wenn ja krieg ich angst, was machen die denn dann mit mir?
- bedürfnisscanning und weckung neuer bedürnisse um neue märkte mit neuen sinnlosen produkten an mann/frau zu bringen an mich zu bringen - hörts auf hat bei mir keinen sinn, bin sehr altmodisch und hab erst seit einem jahr internet anschluss
.. was könnts noch für gründe geben?

Strongbow real Ale
00
10.5.2010, 10:53
Da gibts viele Gründe aber Österreich braucht ja nur noch zu warten...

...das die "pöse" EU uns zwingt ein neues System einzuführen.

http://www.indect-project.eu/

"Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment"

Alexander Patjomkin
00
Die Arbeit der Polizei soll unterstütz und nicht behindert werden,

Auflehnen soll man nicht gegen alles, - so wie die Jugend wegen ihrer strotzende Omnipotenz sich verpflichtet fühlt -, sondern gegen falsche schädliche Tendenzen. Diese zu erkennen braucht man aber Intelligenz, so ist es nicht leicht. Einfach alles anzugreifen ist sicher leichter..

miette
00
21.7.2010, 16:38
die arbeit der polizei

besteht aber auch darin, von den staatlichen autoritäten unerwünschte gruppen und personen möglichst lange zu schikanieren, des platzes zu verweisen, zu durchsuchen, strafen zahlen zu lassen und auch mal dann hauszudurchsuchen und gegebenenfalls in u haft zu sperren. zumeist handelt es sich bei diesen gruppen um linke, und/oder "ausländer" oder auch gern obdachlose.

die polizei ist nicht dein freund und helfer. zumindest nicht dann, wenn du der law and order politik nicht in den kram passt oder eine hübsche einkaufsstrasse mit deiner anwesenheit verschandelst. oder auch, wenn du sie intellektuell überforderst.

Albtraum der Zensur
04
So wehrt man sich gegen Online-Spitzel:

Mails, auch harmlose, sofern es den Empfängern zumutbar ist, prinzipiell verschlüsseln, das bringt Freude und eine Menge Arbeit für die Spitzel. Und damit sie den Köder auch wirklich fressen, etwas Auffälliges in den Betreff, z.B. ????? , das heißt nix anderes als Djihad.

So könnte man übrigens auch das amerikanische Echelon-System in die Knie zwingen, man muss nur dafür sorgen, dass JEDE Mail gescannt werden muss! Dieser gewaltlose Widerstand müsste nur von einer genügend großen Anzahl an Menschen praktiziert werden!

Bin neugierig, wie Hr. Peter 'Ahnungslos' Gridling und die geifernde schwarze Überwachungspartie da d€ppert schauen würden!

epep
00
12.5.2010, 14:23
vielwichtiger als die inhaltsanalyse ist mit wem sie..

..kontakt haben.

wenn sie mit ihrer tante und sonstigen verwandten verschlüsseln, bringt das gar nichts, weil diese wohl als zu harmlos gelten, als das diese nachrichten interessant sind. wenn sie allerdings mit o.sama@binladen.com in kontakt stehen, dann werden sie interessant.

das ganze verschlüsseln um zu überlasten bringt also gar nix. glauben sie mir, die computer der nsa können sie damit sicher nicht überlasten und auch die heimischen nicht. verschlüsseln ja, aber die terminabklärung mit dem friseur muss nun wirklich nicht sein (bringt auch nix, s.o.).

Seitenstecher
02
10.5.2010, 21:27
noch besser...

Du könntest natürlich auch mit einem Sprengstoffgürtel (Attrappe) in die Straßenbahn einsteigen und lauthals "Djihad" schreien! Was glaubst, wie Dich die Leute dann erst d€ppert anschauen werden?

Albtraum der Zensur
012
Wieso lässt man jemanden, der von einer solchen Ahnungslosigkeit benagt ist, auf die Presse los?

Ich lade Hrn. Gridling ein, meinen Datenverkehr, den ich mit einem PrePaid-HSDPA-Modem oder über Freewave mit gefälschter MAC-Adresse über einen mexikanischen Proxy noch dazu stark verschlüsselt schicke, zu überwachen. Ich wünsch ihm auch viel Spass dabei, diesen Datenverkehr mir zuzuordnen!

Mit der Onlineüberwachung trifft er AUSSCHLIESSLICH Normal-Bürger. Aber genau das ist ja die Intention. Die Terror-Panikmache kann er sich dorthin stecken, wo die Sonne nicht hinscheint!

epep
00
12.5.2010, 14:28
wenn sie schon verdächtig sind, dann werden sie halt einen trojaner auf ihrem computer haben.

und falls nicht: so leicht ist es trotzdem nicht anonym zu bleiben, dafür müssen sie zb alle scripte ausgeschalten haben, die betreiber der proxys müssen seriös und zuverlässig sein (keine behörden zusammenarbeit).
und @prepaid-modems: es gab genügend fälle wo die behörden bei prepaid-handy drauf gekommen sind, in dem sie über die iban-nummer und die seriennummer den verkäufer festgestellt haben und anhand von überwachungsvideos auf den besitzer drauf gekommen sind. sehe nicht, wieso das mit prepaid-handy nicht auch so funktionieren sollte.

so wie sie hier tun ("ich kann alles, mich erwischen sie nie, ich bin viel klüger") zeigen sie nur, das sie nicht soviel von der thematik verstehen, wie sie behaupten..

epep
00
12.5.2010, 14:31
"sehe nicht, wieso das mit prepaid-handy nicht auch so funktionieren sollte. "

gemeint ist natürlich das prepaid-modem.

mistvieh666
 
00
naiver traeumer

wenn sie solche vorkehrungen treffen leben sie vor allem mal sehr unbequem.
verschluesselte mails koennen sie faktisch sowieso nur innerhalb einer geschlossenen gruppe verschicken, die information die ich da rausziehen wuerde, waere einfach nur, dass es eben eine geschlossene gruppe gibt.
fuer mich wuerden sie sich erst verdaechtig machen, wenn sie ploetzlich aus dem normalen mailverkehr verschwinden, dann wuerd ich ihre alten mails scannen.
betreffend pre paid karten: in deutschland haben sie raf terroristen einmal erwischt, weil die irgendwann eine uhr gekauft haben, die laut bundestechnikern gut fuer bomben geeignet war. haben sie schon mal in betracht gezogen, dass vor allem der verkauf von pre paid karten ueberwacht wird?

Albtraum der Zensur
10
leben sie vor allem mal sehr unbequem....

Das wäre aber das Mindeste, was ich in Kauf nehmen würde, hätte ich vor, eine Bombe in NY zu zünden!

Aber es geht ja eigentlich viel einfacher: Ein Beispiel:

1) Errichten Sie einen Mailaccount bei www.nigeriamasterweb.zzn.com

2) Besuchen Sie dessen Webinterface nur über einen anonymen Proxy in einem Drittland

3) Bedienen Sie sich eines öffentlichen HotSpots und spoofen Sie Ihre MAC-Adresse

Viel Vergnügen, liebe Spitzel!

Festnetzwiederanmelder
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hört sich alles wahr an

ich z.B. kenn mindestens 4 Vokabeln in deinen Postings nicht. Und ich bin DI DI. Was heißt spoofen?

Es könnte sowieso nur eine schmale Zielgruppe das überhaupt bewerkstelligen...und die können es dann aber sicher gut...

Besser wäre, die Zivilgesellschaft wäre in der Lage, Prävention zu bieten durch Geborgenheit und Gemeinsamkeit und Terroristenmerkmale sensibel zu erkennen und zu melden...

hlg
01
das mit den terroristenmerkmalen...

ist a bissi eigenartig.

weil in A gibts seit 1945 vielleicht 4 terroranschläge.

also opec und türkische botschaft kann ich aus dem gedächtnis aufrufen. beides ca 25-35 jahre her.

dann wurde noch irgend ein politiker auf offener straße erschossen, auch lange her.

wie will man aus diesen einzelfällen merkmale ableiten, die man im damals noch gar nicht erfundenen kommunikationsnetz finden könnte?

oder anders gefragt:

glauben sie nicht auch, daß die bedrohung durch terroristen in österreich total frei erfunden ist?

Albtraum der Zensur
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spoof

Vortäuschen einer anderen Hardware-Adresse (=MAC-Adresse) der Netzwerkkarte. Die ist an und für sich einzigartig, d.h. man kann damit ganz schnell einen Rechner identifizieren. Allerdings kann man diese Adresse manipulieren (in Windows über die Adaptereigenschaften, in Linux mit ifconfig)

Der Datenaustausch über einen anonymen Proxy behindert die Rückverfolgung der Zugriffe auf den Zielserver, da nicht die Adresse des ursprünglich anfragenden Rechners aufscheint, sondern nur die des Proxy. Ich hoffe, das war einigermaßen hilfreich...

Im übrigen haben Sie vollkommen recht. Mir stößt es nur sauer auf, dass man versucht, mit Mitteln, die zur Terrorbekämpfung völlig untauglich sind, Kontrolle über den Datenverkehr von Hinz & Kunz zu erlangen.

epep
00
12.5.2010, 14:30
ja, aber nur wenn der proxy nicht die daten weitergibt..

..und sie können sich sicher sein, das bei "terror" jeder betreiber in jedem land die daten weitergibt. auch in mexiko.

Festnetzwiederanmelder
10
10.5.2010, 15:17
und schon sind wir einer Meinung! Danke schön!

Im Übrigen werden wir bald soziale Revolten bekämpfen wie in Athen und dann ist das terroristische Thema wohl wieder vom Tisch. Denn wenn sich Hinz und Kunz offen vors Parlament stellen und Molotow-Cocktails schmeißen, weil sie bald nix mehr zum Essen haben würden ohne Umverteilung von Arm nach Reich dann gibts schnell ein neues Gesetz "unbotmäßiges Einfordern von Rechten", wo du quasi fürs Kreuzen eines Zebrastreifens am Demotag festgenommen werden kannst....

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