Games wie YouTube-Videos einbetten

3. Mai 2010, 13:08
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Dienst von InstantAction startet mit The Secret of Monkey Island: Special Edition

Das Unternehmen InstantAction verspricht Games-Publishern eine neue Möglichkeit, ihre Titel an die Kunden heranzutragen. Dazu können die Spiele in diverse Webangebote ähnlich wie Videos mittels HTML eingebettet werden. Zunächst wird mit dem Adventure The Secret of Monkey Island: Special Edition die 2009 erschienene Überarbeitung eines LucasArts-Klassikers auf diesem Weg bereitgestellt.

"Die InstantAction-Plattform bietet eine neue Art, Games von ihren Schöpfern zu Kunden zu bringen", meint InstantAction-CEO Louis Castle. Der erste verfügbare Titel unterstreicht, wie das Angebot als neuartiger Vertriebsweg fungiert. Denn User dürfen direkt im Browser eine 20-minütige Testversion des Spiels probieren. Wer so auf den Geschmack gekommen ist, kann dann die Vollversion als digitalen Download erwerben.

Einbindung wie bei Videos

Der Dienst setzt laut Unternehmen auf eine Kombination aus In-Browser-, Thin-Client- und progressiven Downloadtechnologien. Die Einbettung von Games sei so einfach wie bei Videos und erfolgt ähnlich wie bei YouTube-Inhalten mittels geeignetem HTML-Code. Am Beispiel des Monkey-Island-Titels zeigt sich, dass Spiele so in diverse Webseiten und unter anderem bei vielen Blogging-Diensten direkt eingebunden werden können. Außerdem bietet InstantAction den Titel auch via Facebook an.

The Secret of Monkey Island: Special Edition kann via InstantAction auf PCs gespielt werden, doch in Zukunft sollen je nach Titel auch Mac und mobile Geräte unterstützt werden. Letztendlich geht es bei dem System darum, mit Games auch Geld zu machen. "Wir bieten Entwicklern eine sichere Art, kostenlose Testversionen, Käufe und Pay-as-you-Play-Optionen anzubieten", sagt Castle. Nutzer wiederum sollen davon profitieren, Spiele leicht antesten und auch im Web etwa auf sozialen Netzwerken mit anderen teilen zu können.

Streaming: Konkurent und Partner

Der Ansatz mit Web-Einbettung unterscheidet sich etwas von Games-Streaming-Diensten wie dem im Juni startenden OnLive. Daraus ergibt sich der potenzielle Nutzen einer InstantAction-Partnerschaft mit dem OnLive-Konkurrenten Gaikai, die auf der Game Developers Conference im März in Aussicht gestellt wurde. Demnach sollen Spiele erst per Gaikai gestreamt werden, bis so viel vom Game auf den lokalen Rechner geladen wurde, dass mit InstantActions Technologie weitergespielt werden kann.

Abzuwarten bleibt, wie gut sich die Web-Einbettung mit InstantActions Plattform bei aufwendigeren 3D-Games macht. Indes hat David Perry, einer der Gaikai-Mitgründer, potenziellen Kunden genau in dieser Hinsicht mit einem Screenshot auf seinem Blog Gamern den Mund wässrig gemacht. Denn er stellt die Möglichkeit in Aussicht, mittels Gaikai World of Warcraft auch auf dem iPad zu spielen. (pte)

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