"Bachelor welcome": Broschüre will Absolventen in den Job helfen

3. Mai 2010, 11:49

Broschüre von Wissenschaftsministerium und Wirtschaftskammer will Bachelor-Absolventen Einstieg in Arbeitsmarkt erleichtern

Wien - Schon der zum EU-Kommissar aufgestiegene Ex-Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) klagte darüber, dass zuviele Bachelor-Absolventen (=  Hochschulabschluss nach sechs Semestern) weiter studieren und nicht gleich zu arbeiten beginnen. Seine Nachfolgerin, die neue Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP), setzt nun beim anderen Hebel an - und informiert Unternehmen über die Qualifikationen österreichischer Bachelors.

Unter dem Titel "Bachelor welcome" will eine vom Wissenschaftsministerium und der Wirtschaftskammer herausgegebene Informationsbroschüre Entscheidungsträger in Unternehmen über den neuen Studienabschluss informieren. "Unser gemeinsames Ziel ist es, durch umfassende Information den Bachelor-Absolventen einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen", teilten Karl und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Montag in einer Aussendung mit.

Fibel für offene Fragen

Der sogenannte Bologna-Prozess bedeutet - neben weiteren Änderungen - auch: Studenten können schneller abschließen, und zwar in drei Etappen Bachelor, Master und PhD.

Allerdings herrscht sowohl bei den Absolventen als auch in den Unternehmen oft noch Unsicherheit über Berufseinstieg und die tatsächliche Qualifikation nach einem Bachelor-Studium. Mit der Bachelor-Fibel sollen offene Fragen beantwortet werden.

Leitl will Bachelors Chancen geben

"Je mehr Absolventen aus diesem neuen Studiensystem in den Arbeitsmarkt eintreten, desto bekannter werden die neuen akademischen Abschlüsse und die beruflichen Chancen der Bachelors in der Wirtschaft", sagte Leitl.

Die Zahl der Bachelor-Absolventen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im Studienjahr 2008/2009 haben gut 6.700 Studierende ihr Bachelor-Studium an einer Universität abgeschlossen, 4.419 an Fachhochschulen und 311 an Privatunis. Derzeit werden an öffentlichen Universitäten 314 Bachelorstudien angeboten, an Fachhochschulen 187 und an Privatuniversitäten 61. (APA)

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Mike Webman
00
15.7.2010, 21:17
Bätschla - wos isn des ?

Antwort: Das ist der fesche Typ, um den sich im Film die schönsten Frauen balgen !
Arbeitgeber: Oiso a Junggsöll - Do brauch I eam weniga zahln ois an richtign Gackademika.

Herbert Novak1
00
27.5.2010, 16:23
Es ist vielfältiger

Es ist vielfältiger in der Englischen & britischen Welt. Es gibt A-level, advance diploma, bacholor, bacholor honor, master and PhD. Von einer Stufe in die nächste ist nicht mehr als 2 Jahre. Nur von master in PhD bedarf 3 Jahre. Da kann jede/r machen wann er/sie will. Vergleicht man die alte Studienordnung, von Matura zu Magister oder DI. braucht man mindestens 7 Jahre. Das ist ein Unfug ohne gleiche.

Fakten sind egal- was zählt ist die Meinung
00
13.5.2010, 08:52

Wie alles was die Politik macht ist auch der Bologna-Prozess ein fauler Kompromiss, der wohl wie viele andere halbherzigen Aktionen schlecht durchdacht ist.

Generell kann man den Bologna-Prozess und den daraus entstandenen Bakk-Abschluss allerdings nicht verteufeln.
Ich habe in Dipl und Bakk studiert und kann für BWL sagen, dass dass Bologna hier ein längst fällige und willkommene Entschlackung des Studiums gebracht hat. Ein Bakk in BWL ist um keinen Deut minderqualifizierter als ein Mag.
Das mag für andere Unis nicht gelten, die ihre "Freiheit" b.d. Umsetzung weniger gut genutzt haben.
Gar nicht wird das wohl bei anspruchsvolleren Studium gehen.
Das ist aber wurscht, denn im Hintergrund gehts jezt nur ums schnelles Geld. Quali = egal.

left
12
13.6.2010, 21:07

Der Bakk. dauert 6 Semester - Mag. dauert 8 Semester - und da soll kein Unterschied sein??? Das glauben Sie doch selbst nicht.

Fakten sind egal- was zählt ist die Meinung
00
14.6.2010, 07:58
Marginaler Unterschied

Ich kann nur für BWL sprechen. Hier habe ich im Diplomstudium studiert und später im Bakk.
Diplom: 240 Std/ Bakk 180 Std - aus den ersten Blick 1/4 weniger. Genaue Analyse: netto 34 Stunden = 14%. Also gar nicht viel.
Inhaltlich blieb alles beim gleichen. Heißt Bakk. hört exat was Mag hörte. Die 34 Stunden kommen von:
(i) ehemalige Pflichtnebenfächer wie Sozio, Phsycho, 2. Fremdsprache wurden zu einem Block a 1 Wahlfach. Eine längst fällige Entschlackung. Spezialisierung: Kein verpfl. Praxissemester mehr. Weiterhin 2 Fächer. Ein Fach jetzt 12 Stunden vorher 16. Davon 2 Stunden Nachbereitung und Vertiefung was nicht schadet aber keine nennenswerte Unterschiede ausmacht. Ist netto 14. Also 2 Stunden pro weniger. Reststunden = Prüfungsordng

Alfred Moosbrugger
85

notwendige Bewerbungsunterlagen: Studienabbruchsbescheinigung (Bakk.-Zeugnis) beilegen.

torch
 
00
Studienabbruchsbescheinigung (Bakk.-Zeugnis)

.
Sehe ich so ähnlich, bei mir ist eine Bewerbung mit Bakk.-Zeugnis zwecklos, da sind mir Absolventen einer HTL schon bedeutend lieber.

Wie djang weiter unten ausführt, mit dem Bakk. erlangt man den Einstieg zu den im Studium zu erlangenden Inhalten, Grundlagen + Überblick, im Vergleich zu einer HTL (in einschlägigen Disziplinen) sollten es vertiefte Grundlagen + Überblick über die Breite weiterer Entwicklung sein.

In A wird die Entwicklung in Richtung Abcashen durch den Bildungsträger (Uni) im zweiten Studienabschnitt gehen sowie Erwerb von "Pseudoqualifikationen" in Kurssystemen wie Arch+Ing es z.B. oder andere Bildungseinrichtungen als "Zusatzqualifikation" anbieten.

iNSIDE Man2010
30
26.5.2010, 12:13

Einen größeren Blödsinn hab ich ja noch nie gehört. Zum Glück gehört Bachelor & Master die Zukunft, auch wenns noch Anlaufschwierigkeiten gibt.

Mit dem Magister ist man bald ein Auslaufmodell.

Barkbeetle
00
14.5.2010, 17:35
unnötig

und unreif

torch
 
03
"Schon bald wird der „Bachelor“ den alten „Magister“ an den Hochschulen als Erstabschluss verdrängt haben."

.
Willkommen im Bereich des Downgradens der Bildung. Der Bachelor mag als Studienabschluss für Publizistik, Politikwissenschaften etc. durchaus berechtigt sein und vielleicht unnötige Zeit einsparen und so lässt sich auch die Quote der durchgeschleusten Jungakademiker bei gleicher Kapazität der Ressourcen erhöhen, mag ja auch möglicherweise eine Sinn ergeben.

Im Bereich "Medizin", Chemie, Pharmazie, den Disziplinen der technischen Universitäten ist es schlicht ein Unding. War schon die Umstellung der Lehrinhalte von den Staatsprüfungsstudien auf Diplomstudien auf der TH/TU mit Ausbildungslücken verbunden und jetzt noch weiter downgraden ???

djang
00
sehe das genau gleich...

studiere physik und kann sagen, dass man im bak grade mal einen überblick davon bekommt was es so gibt, plus das nötige werkzeug damit umzugehen...

aber alles was wirklich interessant ist kommt erst im masterstudium...allein die ganzen labors wo man mal "richtig was machen kann"...

also ich glaube nicht, dass jemand, der sich nun endlich durch die ganzen faden mathe vorlesungen etc. gekämpft hat dann aufhört, wenns endlich mal die lorbeeren zu ernten gibt und man sieht wofür das alles eigentlich gut ist...

Forumstschugoslabe
00

was ich so mitbekomme, machen praktisch alle TU-Studenten sofort den Master nach dem Batschilor. Ohne Praxis außerhalb des Studiums ist man aber heutzutage eh schon automatisch downgegradet, man muss sich mittlerweile eigenständig drum kümmern, die interessanten Dinge dieses Lebens zu lernen.

mountaineer
01

Mir wäre bis dato noch nicht untergekommen, dass sich jemand einen Bakk.-Titel erschlichen hätte, kein Wunder - es bringt ja eh nichts - Verbrechen muss sich - wenn schon - auszahlen.

beos
02

Doch kommt oft vor: So halblustige Angebote wie nach der Handelsakademie in 2 Jahren zum Bachelor berufsbegleitend usw.

Ein Bachelor in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist meiner Meinung nach ausreichend, wenn man nicht in die Wissenschaft gehen will..

Außerdem sind auch für die vernünftigen Masterstudiengänge ein Bachelor erforderlich. Auch für vernünftige MBA ist ein Studienabschluss (Bachelor) Voraussetzung..

Aber schon klar in Biologie, Physik, Pharmazie usw. wird ein Bachelor wenig Sinn machen...

ride my pimp
02

Bachelor welcome - in der Arbeitslosigkeit.
"Bachelor welcome", yours, whobird Gorbach.

P.S. Der Werbeslogan meiner FH lautete "welcome to the future" --> ohne Kommentar.

ride my pimp
13
verschulung statt universitas.

je mehr pflichtlehrveranstaltugen man absolviert, umso gescheiter wird man, so lautet offenbar die devise, und seien diese auch noch so verschult.

mein uniprofessor, eine internationale größe, hat mir kürzlich gesteckt, dass seinerzeit zwei fachseminare und zwei proseminare nebst ein paar vorlesungen das curriculum für sein Studium, welches er mit dem Doktor der Germanistik abschloss, ausreichten.

ein heutiger bakk kommt auf ca. 90 semesterstunden, kann aber dann mit sicherheit weniger als die damaligen absolventen, weil er im prinzip immer noch die schulbank drückt.

verschulung statt universitas - hauptsache, die studenten werden nicht so gescheit, dass sie alles in frage stellen...

ride my pimp
10

mit dem bachelor kann man brausen gehen.

Jippjeije
20

Als Diplomstudent könnes aber auch bald brausen gehn. Die gehen langsam wegen Bologna unter. Bald gibts nichts mehr anderes als das. Bologna gehört die Zukunft. Man stellt sogar zahlreiche Diplomingenieur-studien auf BSc und MSc um, obwohl man gar nicht müsste - abgeschafft wurde lediglich der Mag. und nicht der DI.

Für mich bietet das Bachelor-Master-System jedenfalls große Vorteile, da ich mit meinem Bachelor für diverse Masterstudiengänge zugangsberechtigt bin - an unterschiedlichen FH's und Unis.

ride my pimp
00

Mein Gott. Ich mit meinem Magister bin für verschiedenste Doktorats- und PHD-Studien zugelassen - und das auch an verschiedensten Unis, wovon ich auch Gebrauch mache.

iNSIDE Man2010
01
26.5.2010, 12:16

Fragt sich, wozu Sie den Doktor-Titel brauchen können? Wenn Sie selbstständig forschen wollen, ja.
Aber sonst braucht keiner den Doktor-Titel. Außer Sie leiden an mangelndem Selbstwertgefühl oder haben zuwenig soziale Kontakte und müssen sich daher übers Doktorat "wichtig machen".
Bei mir ist nach dem Master definitv Schluss.

torch
 
00
"Fragt sich, wozu Sie den Doktor-Titel brauchen können? Wenn Sie selbstständig forschen wollen, ja."

.
Wenn Sie institutionell forschen bzw. bei einem (Groß-)Konzern, bei kleineren Einheiten weniger, bei kleinen nicht. In manchen Bereichen sogar einHindernis, da Theoretiker und nicht mit voller Kraft und früher in die Praxis eingestiegen.

War auch der Vorteil der Werkstudenten, dass diese bereits frühzeitig zwischen wichtig, sehr wichtig und nur wenig praxisrelevanten Girlanden differenzieren konnten.

ride my pimp
00

bachelor welcome - im jenseits - doch, halt! - suizid ist keine lösung.

soamist
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was nützt mir in der privatwirtschaft jemand der theoretisch alles weiß und praktisch null ahnung hat.

anlernkräfte gibt weit billiger am markt

Jippjeije
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Ganz am Puls der Zeit scheinen Sie nicht zu sein.
"praktisch null ahnung" - schon mal was von den zahlreichen Projekten und vom Berufspraktikum der FH-Absolventen gehört? Ich studiere selbst an einer FH und kann Ihnen sagen, dass ich genug Praxiserfahrung in meinem Fach sammeln kann.

Rein theoretische Qualifikationen treffen lediglich auf Uni-Studenten zu, die in ihrem Studium keine Praxisprojekte zu machen haben. Beispielsweise mein Cousin - ein Publizistikstudent in Wien - kennt Praxisprojekte nur vom Hörensagen.

Im Übrigen ist es mir auch egal, ob Anlernkräfte billiger sind als Bachelor-Absolventen, da ich ohnehin einen Master mache.

Aber eins ist schon klar: Ein Bachelor ist mehr wert als eine matura und mehr wert als anlernkräfte.

ride my pimp
13

die termini "fh" und "studieren" in einer redewendung zu kombinieren halte ich per se für eine heillose übertreibung.

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