derStandard.at-Interview

Der trügerische Schein

3. Mai 2010, 11:33
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    foto: university of cambridge

    Michael Waibel: "Staatspleiten treten meistens in Zeiten großer politischer Konflikte auf. Die erste größere Welle an Zahlungsausfällen der Moderne finden wir in den 1820ern."

Staatspleiten gibt es seit Jahr­hunderten, so Völkerrechtler Michael Waibel. Nicht immer ging es dabei "nur" ums Geld, manchmal sprachen die Waffen

Schon Griechen und Römer standen vor der Zahlungsunfähigkeit, ein Bankrott begleitete die Französische Revolution. Michael Waibel, Völkerrechtler an der Universität Cambridge, unternimmt im derStandard.at-Interview eine historische Zeitreise durch staatsleere Kassen und macht einen bestimmten gesellschaftspolitischen "Cocktail" aus, der Staatsbankrotte fördert.

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derStandard.at: Wann sprechen wir erstmals von einem Staatsbankrott?

Michael Waibel: Mit einem modernen Staatsbankrott nur sehr eingeschränkt vergleichbar, sind die Zahlungseinstellungen griechischer Stadtstaaten im 4. Jahrhundert v. Chr. In der Antike und im Mittelalter griff man zu einer einfachen Methode: Der Herrscher reduzierte den Gold- oder Silbergehalt von Münzen, oft bis zum halben Wert, mit dem Effekt einer massiven Geldentwertung und dementsprechenden Verringerung der öffentliche Schulden. Ähnliches geschah auch in Rom nach Ende des 1.Punischen Krieges (im 3. Jht.v.Chr., Anm.)

derStandard.at: Um welche Zeit würden Sie die erste mit einer modernen Pleite vergleichbare ansetzen?

Waibel: Das vorrevolutionäre Frankreich rauschte mit großem Pomp in den Bankrott. Um die enorme Schuld abzuzahlen, gab die neue Nationalversammlung so genannte Assignaten, Vorläufer unserer Staatsanleihen, aus. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Assignaten in Umlauf gebracht, wodurch diese stark an Wert verloren. Schon 1797 waren sie faktisch wertlos und wurden wieder abgeschafft. Diese Entwertung bereitete der Machtübernahme Napoleons den Boden.

derStandard.at: Wann treten Zahlungsunfähigkeiten gehäuft auf?

Waibel: Meistens in Zeiten großer politischer Konflikte. Die erste größere Welle an Zahlungsausfällen der Moderne finden wir in den 1820ern. Um sich ihre Unabhängigkeit gegen die europäischen Kolonialreiche zu erkämpfen, nahmen lateinamerikanische Staaten hohe Schulden auf. Sie konnten jedoch ihre Anleihen bei Fälligkeit nicht bedienen. Die Vergleichsverhandlungen mit den Gläubigern dauerten Jahrzehnte.

derStandard.at: Wie sieht es mit militärischen Interventionen aus?

Waibel: Gläubiger schreckten mitunter auch von der Anwendung von Waffengewalt nicht zurück. Berühmt geworden ist ein Fall aus dem Jahr 1903, als Italien, Deutschland und Großbritannien mehrere Zollhäuser in Venezuela bombardierten. Sie übernahmen die Kontrolle über die Zolleinnahmen, die ihrer bevorzugten Rückzahlung dienen sollte. Es gibt noch andere Beispiele für diese sogenannte „Gunboat-Diplomatie". Der Einsatz von Gewalt als Antwort auf staatliche Zahlungsausfälle blieb jedoch die Ausnahme.

Dem US-amerikanischen Bürgerkrieg folgte eine ganze Reihe von Zahlungsausfällen von südlichen Bundesstaaten. Eine weitere Welle folgte um 1870. Bundestaaten wie Virginia, Mississippi, Missouri, Texas oder Florida hatten deshalb längere Zeit Schwierigkeiten, in London Kredite aufzunehmen. Das 19. Jahrhundert endete mit einer Serie von Finanzkrisen und einer weiteren Welle von Zahlungsausfällen. Bis 1913 war es dann vergleichsweise ruhig.

derStandard.at: Auch Russland ist ein bekannter Pleitegeier

Waibel: 1917, zur Zeit der Oktoberrevolution, weigerten sich die Sowjets explizit, die Schulden der Zarenregierung zu bedienen. Die Sowjetunion stellte die Zahlungen nicht nur ein, sondern stritt ihre Zahlungspflicht ab. Einzelne europäische Staaten, allen voran Frankreich, hatten - auf heutige Verhältnisse gemünzt - dutzende Milliarden Euro an die Sowjetunion verliehen. Die Auswirkungen der sowjetischen Weigerung die vorrevolutionären Staatsschulden zu bedienen waren in ganz Europa und sogar in den USA zu spüren.

Jahrzehntelange Bemühungen der Gläubiger, zumindest noch einen Teil ihrer Forderungen zurück zu erhalten, folgten. So schloss zum Beispiel Frankreich erst Anfang der 1990er Jahre einen völkerrechtlichen Vertrag mit Russland, in dem man sich schließlich auf geringfügige Entschädigungszahlungen einigte. Ein schwacher Trost für die Anleger und deren Erben - von ihrem Geld sahen sie kaum etwas wieder. Das Beispiel zeigt, dass die Bereinigung von staatlichen Zahlungseinstellungen etwas manchmal sehr, sehr lange dauern kann, allerdings ist Russland ein Extremfall.

derStandard.at: Welche drastischen Fälle gab es in Europa?

Waibel: Deutschland erwartete 1923 eine besondere Bewährungsprobe: Die Wirtschaft lag in Scherben, der Staat kämpfte nach dem Weltkrieg mit galoppierenden Schulden. Um dennoch seinen Zahlungsverpflichtungen, insbesondere den Reparationszahlungen, nachzukommen, wurde die Notenpresse angeworfen, bis sie heiß lief, die Mark verlor rasant an Wert, eine der rapidesten Geldentwertungen - Hyperinflation war die Folge.

Auf ihrem Höhepunkt wurde eine neue Währung geschaffen: die Rentenmark, ab Oktober 1924 schließlich die Reichsmark. Die alte Währung wurde abgeschafft. Während der Zwischenkriegszeit hatte Deutschland, trotz mehrerer Umschuldungen, große Schwierigkeiten, seine Staatsschulden- und Reparationszahlungen zu bedienen. Zu einer endgültigen Lösung kam es erst durch das Londoner Schuldenabkommen. 1953 einigte sich die Gläubigerstaaten und Deutschland nach monatelangen Verhandlungen auf eine gesamthafte Bereinigung der Schulden des Deutschen Reiches. Der wirtschaftliche Wiederaufbau wäre ohne diesen Schuldenerlass nicht möglich gewesen.

derStandard.at: Wie sieht es nach dem Zweiten Weltkrieg aus?

Waibel: Nach 1945 gibt es weltweit im Durchschnitt mindestens ein zahlungsunfähiges Land pro Jahr, Europa war in den letzten drei Jahrzehnten von staatlichen Zahlungsausfällen nicht betroffen.

derStandard.at: Spanien ist Bankrott-Rekordhalter, 13 Mal steckte das Land schon in der Pleite...

Waibel: ...sagt zumindest Kenneth Rogoff. Viele dieser Zahlungsausfälle sind durch kriegerische Auseinandersetzungen und die dafür erforderliche hohe Schuldenaufnahme erklärbar. Lange Zeit handelte es sich um die persönlichen Schulden des Herrschers. Die Gläubiger wussten, dass sie nicht mehr bedient würden, sobald er starb. Im Gegenzug verlangten sie hohe Zinsen.

derStandard.at: Schauen wir uns Argentinien an.

Waibel: Argentinien stellte seine Zahlungen bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein, während der so genannten "Barings-Krise". Zu der Zeit war Südamerika ins Blickfeld der europäischen Anleger gerückt. Landerschließungen und Rohstoffe lockten. Auf das Übermaß folgte Sättigung, trotzdem investierte die britische Baring Bank weiter in Argentinien. Als das Land 1890 pleite ging, löste das eine internationale Finanzkrise aus. Nur mit Mühe wurde damals die Baring Bank noch von der Bank von England gerettet.

2002 war Argentinien nach einer heftigen realwirtschaftlichen Krise erneut zahlungsunfähig. Bis heute wird über eine Umschuldung gestritten. Hunderte Anleger haben vor nationalen Gerichten und internationalen Tribunalen geklagt, und warten heute noch auf ihr Geld.

derStandard.at: Vor dem Hintergrund des aktuellen Griechenland-Desasters - was wäre, wenn Deutschland aus dem Euro aussteigt?

Waibel: Für den Fall, dass die finanzielle Situation rund um Griechenland und andere Mitglieder der Eurozone noch viel schlimmer wird, wäre eine Flucht nach vorne in eine vergleichsweise stabile eigene Währung für Deutschland vielleicht eine "zweitbeste" Lösung. Für jene Staaten, die in der Rumpf-Eurozone verbleiben, wäre es allerdings sehr, sehr schwierig. Sie verlören den letzten Stabilitätsanker und die potentielle Unterstützung durch die deutschen Steuerzahler. Es würde das Ende der Europäischen Union in der heutigen Form bedeuten. Überlegen kann man alles, aber vernünftige Politik wäre es keine.(Sigrid Schamall, derStandard.at, 3.5.2010)

Zur Person

Michael Waibel ist British Academy Postdoctoral Fellow am Lauterpacht Centre for International Law und Downing College an der Universität Cambridge. Seine Forschungsinteressen sind Völkerrecht und internationales Wirtschaftsrecht, mit einem Schwerpunkt auf Finanzkrisen und staatliche Zahlungsschwierigkeiten. Er unterrichtet Völkerrecht, WTO Recht und Europarecht in Cambridge.

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Harold Graf
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Was wird passieren

Wer wissen will, was demnächst auf der Erde passiert und welches der einzig wahre Rettungsanker ist, siehe hier:

Die Verwüstung der Erde
www.haroldgraf.blog.de/2010/04/1... de-8388901

Zefanja 1,18
Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten können am Tage des Zorns des HERRN, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Grimmes verzehrt werden; denn er wird plötzlich ein Ende machen mit allen, die im Lande wohnen.

Jesaja 2,
20 An jenem Tage wird jedermann wegwerfen seine silbernen und goldenen Götzen, die er sich hatte machen lassen, um sie anzubeten, zu den Maulwürfen und Fledermäusen, 21 damit er sich verkriechen kann in die Felsspalten und Steinklüfte vor dem Schrecken des HERRN und vor seiner herrlichen Majest

Herr Florian Kobel
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bla bla

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
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Wenn tatsächlich die Franzosen Hauptgläubiger Griechenlands sind, könnten Sie ja intervenieren und in bewährter Tradition einen Kaiser einsetzen. Habsburger dürften ja gerade mehrere frei sein.

ÖVP su:cks
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ab jetzt arbeite ich nicht mehr für andere

ams ich komme, der sommer steht vor der tür

ÖVP su:cks
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ich arbeite und andere sind glücklich !

kalinka karechta
03

Andere mögen arbeiten. Ich glücklicher Bursche heirate.

Sie sind doch der Rührer!
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Hallo Felix!

01052004
03
fazit:

staat kann ruhig in bankrott gehen, über kurz oder lang lebt staat weiter. nix wurde okkupiert (ok, afrika und asien sind in dieser europazentristischen darstellung ausgeklammert), staaten gibt es immer noch.

die wirtachaftlichen "unregelmäßigkeiten" der leer ausgegangenen schuldner (provate wir staaten) sind - ebenfalls - kulant ausgeklammert worden.

nur: änderung der euro-zone ist was ganz ganz pöses. kann zwar niemand erklären warum, aber ganz ganz pöse...

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
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Wer Steuern zahlt, ist selber schuld!
 
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Man bereitet uns schon

auf das Unvermeidliche vor.....

kalinka karechta
01

Den Tod?

[ c ' b u s ] a/k/a [ ß .. mit viel scharf ]
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ich kann mir nicht helfen, der kerl sieht wie eine fish-homerage aus michael schumacher//peter stöger aus.

no offence implied.

Peter_23
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"Europa war in den letzten drei Jahrzehnten von staatlichen Zahlungsausfällen nicht betroffen"

Diese Aussage ist wohl nicht korrekt. Einige Beispiele aus Europa in den letzten 30 Jahren:

* Bosnien und Herzegowina 1990 Jahre
* Russland 1992 und dann nochmal 1998
* Island 2008

(Bei Russland: Europäischer Landesteil)

AlliGator
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Russland hat vielleicht die Schulden der Zaren nicht bezahlt, aber die eigenen Verträge immer honoriert.

Standard Leser4
 
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Russland. Auch die 43 Mild USD v 17 August 1998 ??

AlliGator
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Meines Wissens wurden am 17.08.98 der Rubel abgewertet und in der Folge die Zahlungen für ein paar Monate ausgesetzt. Später wurden die Schulden dann bezahlt.

Falls Sie die ISIN einer Staatsanleihe kennen, die nicht bezahlt wurde, wäre ich sehr neugierig.

Standard Leser4
 
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Bei Staatspleiten drohen Glaeubigern herbe Verluste!

Lt IWF Oekonomen verloren in Russland 1998, auslaendische Investoren gut 60% ihrer auf Rubel lautenden Forderungen. Bei den Fremd Waehrungsschulden mussten die Investoren 69% abschreiben. Die IWF Studie weisst darauf hin dass, Auslaendische Investoren in Russland schlechter behandelt wurden als inlaendische. FAT Online am 24 04 2010

AlliGator
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Der Rubel wurde damals um 60% abgewertet. Das nennt sich Währungsrisiko. Ich hatte mal Südafrikanische Anleihen in ZAR mit 13% Coupons, aber die Währung ist Achterbahn gefahren. Wer in Fremdwährungs-Anleihen investiert hat dieses Risiko immer. Man darf sich halt nicht von den Zinsen blenden lassen.

Und die Russen haben damals im Inland 60% ihrer Kaufkraft verloren und eine Riesen-Inflation gehabt. Dazu sind etliche Banken pleite gegangen. Klingt mir nicht nach ungleich-Behandlung...

Jedenfalls blieben keine Schulden auf Staatsanleihen unbezahlt, auch wenn RU in großen Schwierigkeiten war. Das war eigentlich der Punkt.

Standard Leser4
 
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Ja nachdem 69% der Fremdwaehrungsschulden abgeschrieben waren! D h doch nichts anderes als fuer 1 USD hat Russland nur 31 cents gezahlt, oder wie sehen Sie d Wort "abschreiben" bei Fremdwaehrungsschulden?

AlliGator
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Wenn sie eine RUB-Anleihe besitzen, aber ihre Bücher zB in USD führen, dann steht der Gegenwert in USD in ihrer Bilanz. Sie müssen diese Position aber immer nach dem Niederstwertprinzip aktuell bewerten, egal um wieviel USD sie ursprünglich gekauft haben.

Wenn die Währung RUB an Wert verliert, müssen sie diese Position also wertberichtigen/abschreiben. Wäre der RUB gestiegen, hätten sie gewonnen. Ist bei Gold und Immobilien nicht anders.

Geld in Fremdwährungen herleihen ist eben riskant - auch wenn die Schuld zum vollen Nominale bezahlt wird.

Standard Leser4
 
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Warum reden Sie immer von Rubel, laut FAZ waren es USD!

Letzter Versuch: Diese Woche hat Russland USD auf d Markt aufgenommen, sowas nennt man Fremdwaehrung, der Kreditgeber hat in seinen Buechern nicht Rubel sondern USD stehen, wenn er nun nur mehr 31 cent zurueckbekommt, wie d FAZ Artikel v 30 04 2010 behauptet, nennt man d "Haircut"oder eben eine nur teilweise Rueckzahlung, d hat mit Waehrungsrisiken gar nichts zu tun.
Damit ist Russland mit Argentinien in einem Boot, auch dort wurden die USD Anleihen nicht vollstaendig zurueckgezahlt!

m3a
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und bei island nicht der europäische teil?

bayernbanker
01
Offizielles und Realität

All die 3 Staaten waren (offiziell) nie bankrott! Bosnien und RU haben lediglich Moratorien für Fremdwährungsschulden erklärt und teilweise später auch wieder beglichen! Island hat seine Privatbanken in die staatlich geförderte Insolvenz getrieben und schön die Gläubiger in die Haftung genommen. Der Staat blieb offiziell zahlungsfähig, wenn auch um den Preis einer heftigsten Währungsabwertung. Aber das ist halt das schöne, wenn man noch eine eigene Währung hat und "nur" an die eigene Wirtschaft denken kann!

Standard Leser4
 
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Russland 17 August 1998 die Betonung liegt auf "teilweise"

millimetternich1
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Zumindest Ru und BiH waren ganz sicher im Default

und zusaetzlich noch einige andere europaeische Staaten:
Polen und Bulgarien nach dem Ende des Kommunismus (etwa 1990)
Russland nach dem GKO Default (etwa 1998)
Im ehemaligen Jugoslawien gab's auch noch einige interne und externe Defaults.

Jetzt kann man lange diskutieren ob ein Default ein Bankrott oder "nur" ein Moratorium ist - de facto ist es aber schlicht das worst case scenario, zumindest fuer die Glaeubiger. Ein Staat ist eben schwer mit einer normalen Person zu vergleichen.

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