Nvidia: Moore's Law ist tot

3. Mai 2010, 10:04
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Chief Scientist Bill Dally stichelt gegen Multi-Core-CPUs von Rivalen Intel und sieht Lösung in Nvidias parallel Compting-Ansatz

"Wir haben die Grenze des Möglichen mit einer oder mehreren traditionellen, seriellen Central Processing Units, oder CPUSs, erreicht", verkündet Bill Dally, Chief Scientist und Senior Vice President of Research bei Nvidia, im Forbes Magazin. Mit aktuellen Ansätzen könne die Rechenleistung nicht mehr gesteigert werden. In anderen Worten: das Ende von Moore's Law sei erreicht. Damit stichelt Nvidia einmal mehr gegen Rivalen Intel. Denn das Ende der CPU hat Grafikprozessor-Hersteller Nvidia schon mehrmals verkündet.

Doppelte Leistung, weniger Strom

Vor 45 Jahren hielt Intel-Mitgründer Gordon Moore fest, dass sich die Anzahl der Transistoren auf Computer-Chip alle 18 Monate (anfangs sprach er noch von 12 Monaten) verdoppelt und damit auch die Leistung. Gleichzeitig - auch das sagte Moore voraus - sinkt der Stromverbrauch. Genau das ist bis jetzt bei neuen Prozessoren und darauf basierenden Computern zu beobachten. Diese Tatsache ist dafür verantwortlich, dass Smartphones heute die Rechenleistung von Desktop-Rechnern erreichen, wie sie noch vor einigen Jahren aktuell waren.

Parallel Computing

Nun habe die Leistungszunahme jedoch das Ende der Fahnenstange erreicht, meint Dally. Den Ausweg sieht er im parallelen Computing - also der gleichzeitigen Verarbeitung von Prozessen - wie ihn Nvidia mit seiner CUDA-Technologie verfolgt. Dadurch könne die Anzahl von Transistoren und Kerne alle drei Jahre vervierfacht werden. Die Leistung könne mehr als verdreifacht werden, bei gleichbleibendem Energieverbrauch. Multi-Core-Prozessoren hingegen könnten das heute nicht mehr erreichen. Intels Ansatz vergleicht Dally mit einem Zug, auf dem man Tragflächen montiert, um ein Flugzeug zu bauen. (red)

 

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    Nvidia verkündet - wieder einmal - das Ende von Moore's Law

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