Kopf des Tages

Streitbarer Chef eines dezimierten Fußballklubs

02. Mai 2010 19:03
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    Zeitungsmacher Di-Tutu Bukasa kämpft gegen Abschiebungen

Di-Tutu Bukasa lebt seit 35 Jahren in Österreich - Er ortet ein "politisches Virus", das sich vor allem für Zugewanderte schmerzhaft auswirkt

Als Di-Tutu Bukasa 1975 als Student aus dem Kongo nach Österreich kam, reichten 3000 Schilling Bankguthaben, um ein Visum zu bekommen. Heute, 35 Jahre später, schlägt sich der Jurist, Zeitungsherausgeber und Vorsitzende der afrikanisch-österreichischen Fußballmannschaft "Sans papiers" mit den Folgen eines - wie er sagt - "politischen Virus" herum, der die Bleibebedingungen für "Fremde" massiv verschlechtert und das Misstrauen gegen sie stark verschärft habe.

Neun Abschiebungen seit Jahresanfang

So sehr, dass Bukasa nach den turbulenten Protesten in Hernals vergangene Woche mit der höchstwahrscheinlichen Abschiebung seines Clubcoaches und eines weiteren Spielers konfrontiert ist: "Seit Anfang 2010 haben sie mir neun Mannschaftsmitglieder abgeschoben. Viele trauen sich nicht mehr zum Training" , schildert er. Dabei seien die "Sans papiers" als Integrationsprojekt gedacht gewesen. Dass ihm in der Flüchtlingshilfsszene teils vorgeworfen wird, er unterstütze das Untertauchen Illegalisierter, wehrt er ab. Die Betreffenden würden sich "eben sehr fürchten" .

Besagtes Virus "einer Fremdenfeindlichkeit à la Bürgermeister Karl Lueger" habe in der Kreiskyzeit noch geschlummert, sagt Bukasa. Kreisky - "eine Vaterfigur" - habe "Politik nicht nur für die eigenen Kinder, sondern auch für die Kinder der anderen gemacht" . Daher die Anziehungskraft Österreichs für den 1947 im Kongo geborenen Mann, der eigentlich nach Dänemark wollte, nachdem er in Kinshasa die blutige Niederschlagung eines Studentenaufstandes miterlebt hatte.

Schwärmen von Kreisky

In Erinnerung an den SP-Bundeskanzler und Sonnenkönig kommt Bukasa fast ins Schwärmen: "Ich hatte Kreiskys Stimme gehört. Er sprach völlig anders als die kongolesischen Politiker mit ihrer aufgesetzten Männlichkeit" , sagt er. Das Ende der SPÖ-Alleinregierung, den Aufstieg Jörg Haiders und die folgenden politischen Verschiebungen erlebte der in Österreich Eingebürgerte als Abstieg.

Nachdem 1999 der Schubhäftling Marcus Omofuma durch gewalttätige Behandlung von Polizisten starb, ging der verheiratete Vater zweier Kinder politisch in die Offensive. Greifbares Ergebnis: Die "Bunte Zeitung" , mit einem heterogenen, deutsch-englischen Artikelangebot, auf deren Titelblatt einmal gar Hitlers Regisseurin Leni Riefenstahl Hand in Hand mit einem schwarzen Mann aus dem Volk der Nuba abgebildet war. Er habe "Kontraste anbieten wollen" , erklärt Bukasa dies. Er selbst sieht sich "vor allem als Weltbürger" . (Irene Brickner, DER STANDARD Printausgabe, 3.5.2010)

 

Kommentar posten
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Briefmarkenkleber
05.05.2010 10:37
Virus

Der Asylpolitik attestiert er ein Virus, aber HIVler darf man nicht abschieben?

Resi Vonderalm
05.05.2010 11:48


leute wie sie gehören abgeschoben - weit weg

politisch verfolgt
04.05.2010 21:40
in seiner afrikanischen community

sieht hr. bukasa keine versäumnisse? das schlechte image von afrikanern in wien ist tatsächlich völlig aus der luft gegriffen? es beruht auf reinem rassismus, wie er in seinem blatt so gerne behauptet?

überzeugt mich nicht.

Claidheamh Mòr
05.05.2010 16:27
ich teile mein Wohnhaus

mit mehreren afrikanischen Familien.

Was Kommunikation , Nachbarschaftshilfe UND Deutschkenntnisse betrifft, heben sich die "AfrikanerInnen" weit von den hier wohnenden "Ur-Wienern" ab.

Und zwar positiv.

Vielleicht sollte ich noch erwaehnen, dass besagte afrikasteammige Mitbewohner zu den reinlichsten gehoeren, was man von den 2 "inlaendischen" Junkies (ja auch die gibt's in meinem Haus) nicht behaupten kann.

clemens1001
05.05.2010 13:16
also ich habe noch nie...

eine schlechte erfahrung mit menschen dunkler hautfarbe gemacht, sondern positive. ich habe mit menschen weißer hautfarbe aber schon oft negatives erlebt. manche (grasser, schüssel, hochegger, maischberger...) berauben mich sogar meines stattsbürgerlichen geldes!!!

Böse Zungen behaupten:
04.05.2010 15:06

Kenne den Mann nicht u. will mich daher zu seiner Person auch gar nicht äußern, ABER:
Den Verein "Sans papiers" zu nennen ist schon etwas dreist. Da wundert er sich warum die Exekutive etwas genauer hinschaut?

Blanc de Blancs
03.05.2010 21:45

Jetzt hat das Drecksblattl "Bunte Zeitung" wenigstens ein gesicht.

virginia plain
30.06.2010 22:36
wieso hat einer wie Sie einen französischen nick?

nennen Sie sich doch einfach "kukluxklan", das versteht jeder

clemens1001
05.05.2010 13:16
ich mag...

die bunte zeitung und bin froh über jedes "blattl", das den "krone"-mainstream verlässt.

gärtner
03.05.2010 15:15
gute analogie

nur wer ist hier der virus?

vllt ist das, was der gute mann als virus betrachtet in wirklichkeit die immunreaktion.

Knochenmann
04.05.2010 05:33
Oder vielleicht ein Auto-immun Deffekt?

z.b. Multpile Sklerose?

mingo1
03.05.2010 17:28
maximal eine Allergische Reaktion, also völlig krank!

Menschenverachtung, Bazillenvergleiche ... ich wünschte die Menschen täten was lernen aus der Geschichte, aber Dummheit scheint bei manchen vielen doch zu siegen!

G e o r g
03.05.2010 16:54

Wer Menschen mit Viren vergleicht, will sie wohl auch wie Viren behandeln.

Kiembeni
03.05.2010 16:02
Eines ist sicher

Von Virologie haben Sie null Ahnung!

Schwalbe
03.05.2010 15:55

sorry, Sie irren. rassismus und nationalismus haben mit gesundheit weder im direkten noch im übertragenen sinn etwas zu tun. "reinerhaltung des blutes" hat hierzulande 6 mio menschen das leben gekostet und ist seit 1945 nicht mehr statthaft.

gärtner
03.05.2010 23:00

sie projizieren da ein feindbild auf mich, das mir nicht gerecht wird.

Joe Jo
03.05.2010 14:39
Damals vor 35 Jahren...

...gab es halt nur 5 Schwarze in Wien und die waren legal gekommen.
Heute gibt es 50.000 oder mehr und davon sind 90% illegal...das ist der Unterschied!

Claidheamh Mòr
05.05.2010 18:33
Rechnen scheint nicht ihre Staerke zu sein

Hier ist anzumerken, dass gerade Oesterreich auch in den Jahren 1966-1970 GROSSHERZIGST Fluechtlinge aus der Region Biafra (fyi: Ost-Nigeria) aufnahm, und interesanterweise zu dieser Zeit nicht allzu genau Asylgruende abwog.

G e o r g
03.05.2010 16:54

Propaganda bitte zu Hause lassen.

Kiembeni
03.05.2010 15:15
Quelle?

Oder nur Ihre persönliche Vermutung?

Mucosaprolaps
03.05.2010 15:32

Man legt sich eine Meinung zurecht (oder holt sie sich am Stammtisch) und erfindet dann Zahlenmaterial, das irgendwie dazu zu passen scheint.

Nicht nur rassistische Forentrolle arbeiten so -- ganze Parteien, Bücherverlage und Karrieren basieren auf diesem Modell. Däniken war nicht der erste, Haidermossad-911-Wisniewski auch nicht ...

zkk
 
03.05.2010 14:23
danke zensi,

wie immer ist es erhellend zu sehen, was hier geschrieben werden darf und was nicht.

dem herrn persönlich alles gute, seine förderung des asylmißbrauchs (oder streitet er die unterstützung zum teil langjähriger illegaler ab - siehe unten?) ist jedoch kategorisch abzulehnen.

"Dass ihm in der Flüchtlingshilfsszene teils vorgeworfen wird, er unterstütze das Untertauchen Illegalisierter, wehrt er ab. Die Betreffenden würden sich "eben sehr fürchten"."

Pauli Feuerstein
03.05.2010 12:46
Vollkommen verspekuliert, der Herr,

Integrationsprojekt von Illegalen und untergetauchten Abschiebekandidaten ist Dumpfsinn hoch drei, bezahlt jemand für den Unsinn, i.e. gibt es Fördergelder??

G e o r g
03.05.2010 16:59

Bitte nicht so viel Kronezeitungsmentalität aufnehmen. Das weicht das Gehirn auf und erzeugt solche Postings.

Sugar Cane
03.05.2010 10:57
Schade

den kann man nicht mehr heimschicken

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