STANDARD-Umfrage

Jeder Fünfte sieht SPÖ nach Fischers Wahl gestärkt

02. Mai 2010 17:45

Zwei Drittel der Österreicher zeigen sich mit dem Ausgang der Bundespräsidentenwahl vom vorvorigen Sonntag zufrieden - Dennoch hat der SPÖ der Erfolg ihres Kandidaten noch nicht viel gebracht

Nach der Bundespräsidentenwahl spürt die SPÖ leichten Aufwind - aber der hat in der Hochrechnung des Linzer Market-Instituts für den Standard gereicht, um mit der lange Zeit in Umfragen führenden ÖVP gleichzuziehen. In der Kanzlerfrage hat Finanzminister Josef Pröll (VP) zwölf Prozentpunkte von seinem Vorsprung abgeben müssen: Ihn würden derzeit 20 Prozent direkt wählen, Amtsinhaber Werner Faymann (SP) 18 Prozent.

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Wien/Linz - Ganz so gering wie die Wahlbeteiligung am Abend des 25. April ausgesehen hat, war sie dann doch nicht. Nach Auszählung der 279.245 brieflich eingelangten Wahlkarten sprang die Wahlbeteiligung über die magische 50-Prozent-Grenze - an der prozentuellen Verteilung der Stimmen hat sich aber wenig geändert. Bundespräsident Heinz Fischer ist von 79,33 Prozent derjenigen gewählt worden, die eine gültige Stimme abgegeben haben. Er blieb damit geringfügig unter den 79,9 Prozent, die Rudolf Kirchschläger bei seiner Wiederwahl 1980 erhalten hatte.

Wenig Auswirkung auf kommende Wahlen

Zur Frage, was dieser Wahlerfolg für die österreichische Politik bedeutet, ließ der STANDARD in der Vorwoche 520 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte befragen. Wichtigste Erwartung: Die geringe Wahlbeteiligung wird Schule machen.

Dass die Wahl allerdings starke Folgen bei den anstehenden Landtagswahlen haben könnte, vermuten nur 15 Prozent. Überhaupt ist die Einschätzung der Wahl wenig parteipolitisch gefärbt: Nur 19 Prozent sehen die SPÖ nach Fischers Wahl gestärkt - selbst unter den deklarierten SPÖ-Wählern findet diese Sicht keine Mehrheit.

Jeweils mehr als drei Viertel der Befragten sagen bei den anderen Parteien ausdrücklich, dass diese nicht gestärkt wären.

Kaum Bonus für die SPÖ

Auch dass Kanzler Werner Faymann nun besser dastünde als vor dem Wahlsonntag, wird nur von acht Prozent vermutet. Und das wird auch in der Kanzlerfrage bestätigt. der Standard ließ das Linzer Market-Institut fragen, wen die Österreicherinnen und Österreicher wohl zum Regierungschef wählen würden, wenn es eine solche Wahl gäbe. Faymann kommt dabei nur auf 18 Prozent (zwei Prozentpunkte weniger als im Jänner). Allerdings: Für andere Parteichefs ist das Ergebnis ähnlich schlecht: Heinz-Christian Strache fiel wieder auf neun Prozent (im Dezember waren es noch neun, im Jänner elf Prozent). Grünen-Chefin Eva Glawischnig fiel von neun auf acht Prozent.

Den größten Verlust musste in der "Market"-Umfrage allerdings Vizekanzler Josef Pröll verbuchen: Mit 20 Prozent liegt er zwar noch vor Faymann, von den im Winter erreichten 32 Prozent ist er allerdings weit entfernt.

Das würde sich auch bei einer Nationalratswahl auswirken:

  • Die aktuelle Hochrechnung gibt der ÖVP 29 Prozent - womit sie im unteren Bereich ihrer früheren Umfrageergebnisse gelandet ist.
  • Die SPÖ hat mit 28 Prozent wieder aufgeschlossen, aber die von einem Fünftel der Wähler erwartete Stärkung sähe anders aus.
  • Die FPÖ hat den wenig erfolgreichen Wahlkampf bisher ganz gut überstanden - mit 22 Prozent liegt sie im Schnitt der letzten Wochen.
  • Das BZÖ hat sich mit fünf Prozent stabilisiert - es liegt besser als zur Jahreswende, aber viel schlechter als unter Jörg Haider.
  • Auch für die Grünen hat sich wenig getan: Mit zwölf Prozent liegen sie seit Wochen unverändert. (Conrad Seidl/DER STANDARD-Printausgabe, 3.5.2010)
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rambo1806
04.05.2010 13:24

Der Standard gratuliert dem Faymann zum 50-er!!!!!!!!

springflower
04.05.2010 11:55
Die ÖVP sorgt gut für ihr Klientel:

sprich: Unternehmer, Reiche, Bauern, Lehrer, Beamte.
Sie sorgt gar nicht gut für Arbeiter, Angestellte, Freiberufler und Kleinunternehmer. Trotzdem gibt es sehr viele aus der 2. Gruppe, die ÖVP wählen. Dieses unerklärliche Phänomen verstehe ich bis heute nicht.
Kann aber daran liegen, dass die schwarzen Politiker in ihren Wahlreden so tun, als würden sie das ganze Volk vertreten. Daher wohl auch der Name "Volkspartei". Für mich ein Schwindeletikett.

purzl
 
04.05.2010 15:06

tja,darum steht dieser övp, auch nur ein anteil von 30% wählerstimmen zu.

Ravenspower
04.05.2010 00:32
2,3 Milliarden Euro nach Griechenland...

...sind binnen einiger wochen machbar für pröll, faymann und co.! milliaren euros
120mio. jährlich für eine österreichische mindestsicherung darüber haben sie jahre gestritten und konnten sich lange zeit nicht einigen - auf kosten der eigenen bevölkerung.

SPÖ und ÖVP vertreten in meinen augen nicht mehr ihr "heimatland". somit wähle ich umso überzeugter nur noch rechts. ich hoffe viele österreicher/innen strafen die grossparteien weiterhin für ihr erbärmliches verhalten bei den kommenden wahlen saftig ab!

SPÖ und ÖVP sind nur noch globale mitläuferparteien.
eigenständiges denken kommt bei denen nicht mehr vor.



msm
06.05.2010 19:55
Scharf nachdenken, dann posten

...Es geht bestimmt nicht darum, der griechischen Bevölkerung zu helfen.
Es geht hauptsächlich darum, den Banken, den griechischen wohl auch, aber hauptsächlich den österr. Banken zu helfen, die ihr Geld in Griechenland und Osteuropa spekulativ geparkt haben. Bei einem Zusammenbruch der Euro- Geldwirtschaft würden unsere Banker an die 40 Milliarden Euronen in den Sand gesetzt haben.
Aber nicht nur bei uns, in ganz Europa werden die Steuerzahler die drohenden Verluste der Banken mit erhöhten Steuern und Sparpaketen berappen.
Von den Beziehern der Mindestsicherung wird sich kein Politiker Vorteile erwarten. Wie es bei den Banken aussieht? Nun, da winken nach Ende der politischen Laufbahn recht lukrative Posten in ....

aiuto
04.05.2010 10:00
Da gibt's schon einen kleinen Unterschied.

Mindestsicherung gut und schön,...
Wenn#s aber anderseits um's ganze geht, ob nämlich der Euro usw. noch zu halten ist und es keine Alternative gibt, dann muß man natürlich so reagieren, wie es unsere Regierung getan hat... aber nicht aus Jux und Tollerei, denn die ganze EU hat so reagiert...
Den Reim dürfen Sie sich selber darauf machen.

albert bickel
05.05.2010 19:02

aiuto, den Reim durfte ich selber darauf machen:

Nicht die ganze EU hat so reagiert, es sind nur die EU €-Länder (~16 von~27) deren einzige Alternative es ist ihre Banken zu schützen und nicht den Griechen zu helfen.

Eva Ulrich
04.05.2010 07:19

Da haben Sie recht. Was wurde eigentlich fürs Volk getan, als die Rechten in der Regierung saßen?

mm6015
08.05.2010 00:01
einiges

Kinderbetreuungsgeld, Abfertigung neu (auch für Kurzzeitangestellte), Pensionsreform (Hacklerregelung) Steuerreform - teil 1, Behindertenmilliarde (Verbesserung der Pflegestufen), Einmaliger Budgetüberschuss (zugegebenermaßen besser verkauft als durchgeführt), höchste Arbeitsmarktdaten (annähernd Vollbeschäftigung), ....

DJProject
03.05.2010 23:49
Jetzt weiß ich, warum der Pröll Peppi etwas dicklicher ist:

alle Unnötigen von der Hypo Alpe Adria, die eigentlich schon längst in U-Haft sitzen sollten, haben sich hinterm Peppi versteckt und jetzt findet sie die Staatsanwaltschaft nicht.

Ich kann niemanden sagen, wie sehr ich dieses schwarze Pack hasse!

Und jetzt vergeudet er wieder unser sauer verdientes Geld.

Und das Witzigste dabei: Es gibt ettliche schwarze Parteigenossen, die sich furchtbar darüber aufregen, dass die U-Bahn in Wien am Wochenende nachts fährt und das kostet jetzt Wien - nicht Österreich - pro Jahr 5 Millionen Euro. Ist das nicht ein Kasperltheater?

Makro 24/7
03.05.2010 23:21

FPÖ - 22 Prozent

...

Ravenspower
04.05.2010 00:50
22% noch überraschend wenig....

brot und spiele wirken scheinbar noch bei zu vielen. zu viele haben während der letzten jahrzehnte das eigenständige denken verlernt. wenn die grosse koalition (SPÖVP) entscheidungen gegen das "eigene" volk durchsetzt müssten normalerweise alle alarmglocken in den köpfen der menschen läuten.

ich sehe es bei meiner 89 jährigen oma. eine typische "rot bis in den tod" wählerin. grundlage ihrer ständigen SPÖ zustimmung ist auch heute noch (2010!!!) bruno kreisky.

lieber würde ich in armut leben (dafür jedoch moralische werte hochhalten) als mich weiterhin von SPÖVP verkaufen zu lassen. die interessen österreichs haben an erster stelle zu stehen. erst wenns zu hause passt sollte man sich international als "spender" hervortun.

ministry of silly walks
03.05.2010 21:23

da kommt ja beim Großteil der Poster hier richtig Freude auf...

Franz A.
03.05.2010 18:51
Danke Standard

Ich habe doch selten einen Artikel gelesen, der weniger Fakten gebracht hat.

Gleichzeitig habe ich in einer nicht-Parteizeitung noch nie einen Artikel gelesen, der klarer "eingefaerbt" war als dieser.

Wenn das so weiter geht sind bei standard.at bald nur mehr die Postings der User interessant, die sind wenigstens manchmal echte Brueller.

fisch ,frisch,
03.05.2010 18:01
prölls`hemd riecht nicht mehr österreichisch.

fisch ,frisch,
03.05.2010 17:53
2,3 mia sind plötzlich flüssig für hellenen

hypo-mia sind plötzlich da für finhaie.

geld aufgehoben und nicht in eigene leute investiert seit jahren.

ist noch mehr geld da,um es sinnvoll in und bei uns zu veranlagen?


das ist fix
03.05.2010 16:53


Kein Wunder, dass Pröll absackt, er hat die Interessen Österreichs in der "Griechenlandfrage" schlecht vertreten, warum sagt er auch EUR 2.300.000.000,-- zu?
In Österreich Steuern erhöhen und dann Geld nach Griechenland überweisen, das ist doch schlicht und einfach Wahnsinn.

Hamit_Hatemi
03.05.2010 19:00

Naja, schauen Sie, ich vertrete dich gleiche Meinung wie Sie.
Aber was wären die Alternativen gewesen? Griechenland einfach aus der Eurozone (und EU?) ausstoßen? Ja, von mir aus sofort! Nur passiert das leider nicht.

Und deshalb hatte Pröll keine andere Wahl.

das ist fix
04.05.2010 20:01


Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Griechenland und dem Euro. Dieser Zusammenhang wurde von den US-Ratingagenturen in Kooperation mit der US-Regierung konstruiert.
Griechenland ist Pleite, welche Währung ist gleichgültig, auch in Drachmen würde sich Griechenland nicht refinanzieren können...

Archangel
03.05.2010 16:51
wer will den schon als Kanzler,

der taugt doch nicht einmal was als Finanztroll...

Hamit_Hatemi
05.05.2010 14:33

Faymann ist noch unpassender als Pröll.

philippe glatz1
03.05.2010 16:15
Pröll sackt in Kanzlerfrage deutlich ab

Absack, einsack, Fettsack. Welch ein Idol!

caffènoir
03.05.2010 15:59

alles ist besser als feigmann!

DCFC
03.05.2010 16:14

I bin ja nicht sein bester freund und mein kreuzchien würd ich wahrscheindlich auch nicht bei ihm machen... nichtsdestotrotz würden mir spontan aber doch noch ein-zwei einfallen die nicht besser währen!

lobo marunga
03.05.2010 15:54

als der pröll noch der wunderwuzzi der övp war und sowas wie den liberalen flügel der övp verkörpert hat war er mir auch noch deutlich sympathischer.
pröll gegen faymann wow was für eine auswahl....

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