Bericht über LRA-Massaker

2. Mai 2010, 17:04
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Ugandische Rebellen sollen hundert Menschen getötet haben

Niangara/Kongo - Im Nordosten des Kongos haben ugandische Rebellen offenbar ein Massaker verübt. Wie die Vereinten Nationen mitteilten, töteten Kämpfer der Widerstandsarmee des Herrn (LRA) vor zwei Monaten etwa hundert Bewohner eines Dorfes in der Provinz Haut-Uélé im Kongo. Der UNO-Koordinator für humanitäre Einsätze, John Holmes, sprach am Samstag beim Besuch der nahe gelegenen Stadt Niangara mit Regierungsvertretern und Überlebenden.

Mit Blick auf das Massaker sagte Holmes, er sei gegen einen vorzeitigen Abzug der UN-Friedenstruppen im Kongo (MONUC). Die Regierung in Kinshasa hatte gefordert, die Friedensmission der Vereinten Nationen bis September 2011 zu beenden.

Erst im Dezember vergangenen Jahres hatten LRA-Rebellen eines der schwersten Verbrechen ihrer 23-jährigen Geschichte verübt: Sie töteten mehr als 300 Bewohner verschiedener Dörfer und verschleppten nach UN-Angaben 250 Menschen, darunter auch 80 Kinder. (APA/apn)

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