Chávez: Fidel Castro soll auch twittern

30. April 2010, 15:56

"Neues Instrument für Revolutionäre in Schlacht der Ideologien"

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ist begeistert von seinem neuen Twitter-Auftritt. Seine Nachrichten hätten eine "Explosion" von Rückantworten in dem Kurznachrichtendienst ausgelöst, schrieb er. "Auf jede Nachricht, die ich geschickt habe, bekomme ich mehr als 100.000 Antworten. 99 Prozent sind Botschaften mit Grüßen, Reflexionen, mit viel Humor - Beschimpfungen inklusive", sagte er zudem bei einem Venezuela-Besuch von Boliviens Staatschef Evo Morales.

"Venceremos!"

Auch auf Twitter selbst, wo Chávez bisher nur zwei Nachrichten einstellte, zeigte er sich zufrieden: "Es ist eine unerwartete Explosion geworden. Gracias. Thanks. Gerade in Barinas mit Evo. Venceremos! (Wir werden siegen)" Chávez hatte in dieser Woche unter dem Namen chavezcandanga ein Twitter-Konto eröffnet. "Candanga" hat mehrere Bedeutungen und wird in einigen lateinamerikanischen Ländern als Synonym für Teufel oder Plage benutzt, aber auch für ungezähmte, kampfeslustige Draufgänger.

"Akke Revolutionäere sollen twittern"

Chávez betonte, er habe Botschaften aus Russland, Europa, den USA, Argentinien, Brasilien vor allem aber aus Venezuela erhalten. Am Freitag belief sich die Zahl der "Followers" auf mehr als 120.500. "Follower" sind Internet-Nutzer, die die Kurznachrichten eines Twitterers über eine Art Abonnement verfolgen. Nach Schätzungen der Regierung könnten es bis zu einer Million werden. Nach Angaben der spanischen Zeitung "El Pais" rief Chávez "alle Revolutionäre" auf, Twitter in "Schlacht der Ideologien" zu nutzen. Laut Reuters habe er den bolivianischen Präsidenten Evo Morales und Fidel Castro eingeladen, sich ihm auf Twitter anzuschließen. Mit dem neuen Instrument will sich der venezolanische Präsident nun auch gegen seine Kritiker wehren, die ihre Meinung über ihn im Internet verbreiten. (red/APA)

Awangard Türmozart
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30.5.2010, 00:41

Akke Revolutionäre? Wirklich akke?

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