Umfrage

Mehrheit der WU- Studenten für Beschränkungen

30. April 2010 13:15

Mehr als die Hälfte für Tests wie bei Medizin - Zwei Drittel lehnen aktuelles Modell der Studieneingangsphase mit Knockout-Prüfungen ab

Wien - Die Studienbedingungen an der Wirtschaftsuniversität sind schlecht: In einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstitut Hajek (1.000 Befragte) im Auftrag der HochschülerInnenschaft (ÖH) der WU haben sich mehr als 70 Prozent der Studenten über überfüllte Hörsäle und zu wenig individuelle Betreuung beklagt. Zur Lösung dieser Probleme sprechen sich 50 Prozent für eine Aufstockung der Lehrkapazitäten und der finanziellen Mittel aus, 30 Prozent sehen Zugangsbeschränkungen als Lösung. Gleichzeitig befürworten aber prinzipiell 60 Prozent derer, die schon jetzt an der WU studieren, Zugangsregelungen für Bachelorstudien, so der ÖH WU-Vorsitzende Stefan Kilga am Freitag bei der Präsentation der Befragung.

Zugangsregelungen würden zwar "nicht grundsätzlich gut geheißen, aber neben der Option bis in alle Ewigkeit auf mehr Geld für die Unis zu warten, scheinen sie durchaus an Akzeptanz zu gewinnen", kommentierte Kilga die Ergebnisse der Studie. Hans Pechar, Hochschulforscher an der Uni Klagenfurt, ortet auch an anderen Unis Zustimmung zu Beschränkungen: "Man kann nicht sagen, die Position 'der Studenten' ist der offene Hochschulzugang." Auch etwa an der Psychologie der Unis Klagenfurt und Salzburg, wo die Studenten "unmittelbar betroffen sind von dem Chaos, das die Politik verursacht", wären diese tendenziell für Beschränkungen.

Studenten erwarten Verbesserung durch Zugangsbeschränkungen

Eine große Mehrheit (74 Prozent) erwarten sich durch Zugangsbeschränkungen Verbesserungen bei den Studienbedingungen. Jene, die nicht mit Verbesserungen rechnen, seien zum Großteil bereits im Doktoratsstudium, betonte Kilga. Was die Art der Zugangsbeschränkungen betrifft, wünscht sich die Mehrheit (52 Prozent) eine Studienbefähigungsprüfung vor Studienbeginn ähnlich dem EMS-Test, der an den Medizinunis eingesetzt wird. Eine Studieneingangsphase (Step) mit Knock-Out-Prüfungen, wie derzeit an der WU praktiziert, lehnen hingegen 64 Prozent ab. Diese würden Studenten aus sozial benachteiligten Schichten auch deutlich stärker ausschließen als Zugangsbeschränkungen vor Studienbeginn, betonte Kilga.

Die 14 Prüfungen der Step bei den WU-Bachelorstudien seien darauf ausgelegt, Dropout zu generieren. Die Folge: Im Durchschnitt benötigten Bachelorstudenten an der WU fünf bis sechs Semester für die Step, wenn sie danach aus dem Studium ausscheiden, verlieren sie jeglichen Anspruch auf Beihilfen. Auch Pechar hob hervor, dass Zugangsbeschränkungen nicht sozial selektiv seien: Viel Problematischer wären in Österreich die zu geringen Investitionen in Vorschulbildung, zu frühe Selektion in der Schule und zu wenig Nachmittagsbetreuung. "Es ist ja völlig absurd zu glauben, dass ich nach zwölf Jahren sozialer Selektion mit den chaotischen Zuständen an den Unis die Bildungsvererbung reduzieren kann."(APA)

 

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Wolodja
10.05.2010 21:39
vergleich (für einfachgestrickte)

ich finde man sollte in der zukunft an jedem bahnhof, wenn ein zug anhält die darin sitzenden fragen ob sie bock drauf haben ob noch mehr leute einsteigen oder nicht.
und wenn mal zu viele fahrgäste kommen, muss man die zugtickets teurer machen und sich aus den fahrgästen nur die wertvollsten aussuchen.

haha, diese zugangsbeschränkungsbefürworter (wie die von der övp-ag) sind ja so hinüber.

moody 100
 
02.05.2010 18:04
cool

...die, die schon drin sind, zu befragen, ob sie für Beschränkungen sind lol.

bibabutzebaer
03.05.2010 23:21

bias. :)

srelle
01.05.2010 14:24
Als VWL Student

würde ich eine Prüfung am Anfang des Studiums, anstatt der akademisch absolut wertlosen STEP bei weitem vorziehen.

Wolodja
10.05.2010 21:47
Als (wurscht welche Richtung )Student

möchte ich gar keine selektions-knock out-zugangs-intelligenz-oder was auch immer für eine killerprüfung haben.
klar prüfungen müssen sein, nur wissen abprüfen und gezielte selektion sind zwei verschiedene sachen.

bibabutzebaer
03.05.2010 23:21

als medizinstudent muss ich ihnen sagen, dass es zwar ganz nett ist, mit diesen aufnahmetests (methode ist zu hinterfragen), aber das system, das danach wartet, ist einfach total daneben. mittlerweile kann man das gesamte medizinstudium mehr als "fachhochschul-lehrgang", denn als studium bezeichnen. das derzeitige system schafft in 6 jahren diplomierte mediziner. von ärzten oder *wirklichen* kompetenzen kann hier leider nicht die rede sein.
meiner meinung nach wird hier am falschen fleck gespart - nämlich an der qualität - und die ist wohl gerade in dieser branche heute wichtiger denn je.

Soulman
04.05.2010 20:26

Die Qualität des Medizin-Studiums (Ausnahme: FA-Ausbildung) war früher wohl nicht besser - sehr früher mal, vielleicht (Stichwort "Wiener Schule").

smea_gol
02.05.2010 15:03

und was machens wenn sie die prüfung trotz großem lerneinsatzes nicht bestehen, weil halt 200 studenten vor ihnen statt 92% wie sie, 93% oder mehr erreicht haben?
Gehens dann zum ams?
Die Lösung liegt nicht im beschränken.

srelle
04.05.2010 17:56

natürlich sind aufnahmetests keine gute lösung, genausowenig wie die aktuelle step. nur wenn ich zwischen step und aufnahmetest wählen müsste würde ich eher den test nehmen und keine 2 semester für sinnlose prüfungen verschwenden die mich nicht weiterbringen

Apfelkern
01.05.2010 12:25

Aber bitte die Zugangsbeschränkungen auf die aktuellen Studierenden mit sofortiger Wirkung anwenden. Nicht bei den Neuanfängerinnen beginnen.

hmm..
01.05.2010 11:48

sagt auch einiges über diese Studierenden aus..

sehr egoistisch und ohne weitblick.

da klane ferdi
01.05.2010 11:17
nur die dümmsten kälber,...


...wählen ihren metzger selber.

Peter W1
 
01.05.2010 10:31

Floriani-Prinzip in Reinform. Das asoziale Image der WUler kommt ja nicht von ungefähr.

Borat Sagdijev
01.05.2010 12:18

warum soll man aus kostengründen fächer, die später kaum produktiv einsetzbar sind nicht beschränken?

was bringt es der gesellschaft jährlich 1000 publizisten zu produzieren, die dann wieder was anderes lernen müssen, weil sei drauf kommen, dass nur 100 von ihnen unterkommen ?

Wolodja
10.05.2010 21:53
hey borat sagdijev

verschwende nicht deine zeit in online-foren. du solltest lieber etwas "produktives" tun. schnell, sonst rentierst du dich nicht mehr.

smea_gol
02.05.2010 15:04

äpfel und birnen.
hier gehts um die wu, deren absolventen alle relativ leicht nen jobn finden. schauens einfach in irgendeinen x-beliebigen sonntags-karriere teil einer zeitung.

==O<=>
01.05.2010 08:48
WU-Studenten sind unter den Studenten,

die eher minder Begabten, die würden sich auch nie auf die TU trauen!

Dort jedenfalls, braucht man keine Zugangsbeschränkung!

kalle keituri
01.05.2010 18:31
mag sein

jedoch sind die studenten der politikwissenschaften, publizistik, psychologie, pädagogik und soziologie wohl noch minder begabt. denen is sogar schon das bisschen "mathematik" und rechnen an der wu zu steil. an eine tu braucht man da erst recht nicht denken.

Joruus CBaoth
01.05.2010 19:33

Ihr kommt aber auch nicht auf die Idee, dass manche Leute aus Interesse studieren und nicht nur das machen, wo sie die mathematischen Fähigkeiten beherrschen können.

hopper
01.05.2010 03:49
Da liegt doch ein logischer Fehler drinnen

Denn was bringt es jemanden, der bereits studiert, wenn nachfolgende Jahrgänge stärker reglementiert würden? Genau gar nichts. Dem sein Jahrgang reduziert sich dadurch ja nicht bzw. werden dadurch auch keine Plätze frei, da in der Regel eher ältere Semester Kurse wiederholen und Plätze blockieren als umgekehrt.

fangdenhut
01.05.2010 13:01

Der Gedankengang geht wohl so: gegeben die Tatsache, dass jeder einzelne Befragt bereits im Studium ist, denkt er/sie sich natürlich: Ich selber hätt's angenehmer im Studium wenn weniger Leute hier wären, ergo bin ich pro Studienbeschränkungen. Dass Leute die so eingeschränkt denken zu großen Teilen wahrscheinlich genau jene wären, die dann ausgesiebt würden, kommt ihnen nicht in den Sinn.

dryeti
01.05.2010 00:08
da soll mal wieder Stimmung gemacht werden fürs Beschränken

Wieso nicht nur 10 Studienplätze? Dann hätten wir (die 10 Studierenden) ganz vorzügliche Studienbedingungen!

Der Bildungsbereich braucht eine angemessene Finanzierung - für alle die studieren wollen.

Karl Heiden
30.04.2010 23:27

Die beati possidenti eines Studienplatzes sperren sich gegen die, die diesen "ungemütlich" machen würden: Das nenne ich "studentische Solidarität" (apropos 1. Mai)! Viel eher ist es ein Auswuchs der "Ellenbogengesellschaft" im neoliberalen Ungeist.

riddler2008
 
01.05.2010 07:53
Wo würde

diese Ellbogentechnik besser hin passen als auf die WU

Adam Markus
30.04.2010 22:16

Da hab ich mich glatt verlesen und "Mehrheit der WU- Studenten Beschränkt" verstanden.

Würde aber auch passen.

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