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Die Zeiten, in denen Männer selbstbewusst ihre Bierbäuche mit sich herumtragen konnten, sind definitiv vorbei. Das Bild der idealen Männerfigur hat sich verändert. Schlanke Figur und Waschbrettbauch sind zu Attributen männlicher Schönheit geworden.
Gesellschaftlich immer weniger akzeptiert, hat Mann begonnen abzuspecken, allerdings nicht nur der guten Figur halber. Die männliche Körperfülle ist, verglichen mit der weiblichen, für die Gesundheit in besonderem Maß problematisch. Fett ist eben nicht gleich Fett. Während Mann seine Fettzellen bevorzugt am Bauch ansetzt, findet sich bei Frauen das Übergewicht eher an den Hüften und Oberschenkeln wieder. Das Bauchfett (viszerales Fett) ist jedoch nicht nur optisch ein No Go, es findet sich auch im Inneren des Körpers. Dort umhüllt es Organe wie Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse, setzt Hormone und Botenstoffe frei, die ihrerseits Arteriosklerose, Bluthochdruck und Diabetes begünstigen.
Hauptsache gesund
Dick sein ist zweitrangig, der zukünftige Herzinfarkt dagegen eine echte Bedrohung. Aufgrund dessen hat Abnehmen für das starke Geschlecht nicht die oberste Priorität. Vorrangiges Ziel ist es eher, Cholesterinspiegel oder Blutdruck zu senken. „Haben sie ihre Gesundheit wieder im Griff, ist das Gewicht oft kein Thema mehr", weiß die Diätologin Alice Angermann aus Erfahrung zu berichten.
Vielleicht ist dieses Desinteresse auch darauf begründet, dass Männern auf dem Weg zu ihrem Traumgewicht relativ wenig geboten wird. Recherchen im Internet zeigen: Die meisten Diätprogramme und Abnehmstrategien sind primär auf das das weibliche Geschlecht zugeschnitten. Für die korrekte Ausführung wird fast ausnahmslos eine sorgfältige Lebensmittelauswahl und eine zum Teil aufwendige Zubereitung der Speisen verlangt. Das Purzeln der eigenen Pfunde erfordert also die volle Konzentration und die intensive Auseinandersetzung mit dem jeweilig ausgewählten Programm.
Einfache Diätlösung
„Die meisten Diäten sind für Männer einfach zu kompliziert", erzählt Angermann davon, was selbst diätwillige Männer die Flinte frühzeitig ins Korn werfen lässt. Mann sucht nach einer einfachen Lösung und Sattwerden gehört zum maskulinen Abspecken auf alle Fälle dazu. „Ein Shake am Morgen, ein kalorienarmes Fertiggericht für die Mikrowelle zu Mittag beziehungsweise am Abend" wünschen sich abnehmwillige Männer laut der Ernährungsexpertin.
Die männliche Fettverteilung mag sich aus gesundheitlicher Sicht als Nachteil erweisen,
der größere Muskelanteil käme Mann beim Abnehmen aber sichtlich zu gute. Männer verlieren leichter an Gewicht, weil ihr Körper allein aufgrund der Muskeln mehr Kalorien verbrennt. Dazu kommt, dass das Hormon Testosteron fettabbauende Enzyme aktiviert und den Muskelaufbau noch zusätzlich stimuliert.
Mit Sport zum Waschbrettbauch
Doch nicht nur die Konstitution erweist sich als Vorteil, weiß Angermann: „Männer sind zielfokussierter und beim Abnehmen sehr diszipliniert". Dazu kommt, dass Sport als unterstützende Maßnahme bei der Gewichtsreduktion Männern ebenfalls mehr liegt als Frauen. Lieber straff als schlaff lautet die männliche Devise, wenn der Wunsch nach der Idealfigur, auch nach dem Senken krankmachender Blutfett- und Blutzuckerwerte noch bleibt.
Generell sind Diäten kein typisches Gesprächsthema unter Männern. „Es gibt durchaus Männer die Diät halten. Geredet wird darüber allerdings nicht", so Angermann. Ebenso wenig ist Abnehmen als Gemeinschaftsprojekt in der Gruppe, für Männer geeignet. Wenn schon, dann verlieren die Herren der Schöpfung lieber im Alleingang ihre Pfunde. (derStandard.at, 12.5.2010)
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Ich würde mich entsetzlich fühlen. Nicht wegen der Optik, sondern wegen der eingeschränkten Beweglichkeit, der körperlichen Trägheit, des Unwohlseins, der mangelnden Fitness. Mens sana in corpore sano. Ganz von der Hand zu weisen ist es nicht, dass sich im Körper auch eine Geisteshaltung widerspiegelt. Die zwei Bäuche da oben sind undisziplinierte Fress- und Bierwampen. Da ist keine Körperspannung, da ist kein Ehrgeiz zu spüren, da steht einfach eine angefressene Kugel raus. Dabei dürfte der noch gar nicht so alt sein.
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