Sparpaket steht: Papandreou ruft zur "Rettung des Vaterlandes"

2. Mai 2010, 19:27

Schwere Ausschreitungen bei Protesten in Athen - Zustimmung der Euro-Länder für Hilfe - Mit Video

Athen/Brüssel/Berlin - Das harte Sparpaket zur Rettung Griechenlands vor einem Staatsbankrott steht. Dies gab am Sonntagmorgen der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou bei einer Sondersitzung des Ministerrates in Athen bekannt. Das Rettungsprogramm wurde noch am Sonntag in Brüssel den Finanzministern der Euro-Gruppe vorgelegt, die selbiges auch beschlossen

Das hoch verschuldete Griechenland hat nach Regierungsangaben einen Finanzierungsbedarf von 60 Milliarden Euro pro Jahr, sagte Ministerpräsident Papandreou. Die Einigung mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) würden zusätzliche Belastungen für die griechische Bevölkerung bedeuten. Sie seien aber unvermeidlich, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Abkommen mit IWF und EU

"Oberstes Gebot ist die Rettung des Vaterlandes. Ich werde alles tun, damit das Land nicht pleite geht," sagte Papandreou in einer dramatischen Rede. "Es stehen uns schwierige Jahre bevor." Er versprach, er werde "alles tun, um die Schwächeren" schützen. "Ich verspreche, mit Ihnen allen zusammen zu kämpfen, damit Griechenland sich ändert", sagte Papandreou. "Wir werden es schaffen."

Bei dem Treffen der Euro-Finanzminister sollen nach Angaben von Diplomaten Kredite von mindestens 120 Milliarden Euro für drei Jahre beschlossen werden. Allein in diesem Jahr rechnen die Euro-Staaten mit 30 Milliarden Euro, davon 8,4 Milliarden aus Deutschland. Zusätzlich bekommt das vom Staatsbankrott bedrohte Land 15 Milliarden Euro vom IWF.

Bei den Verhandlungen der Regierung in Athen mit dem IWF und der EU habe es eine Einigung auf die grundlegenden Maßnahmen gegeben, berichtete der griechische Fernsehsender Mega bereits am Samstagabend. Beraten wurde noch über den Text des Gesetzentwurfs, der am Sonntag dem Parlament vorgelegt wird.

Defizit soll unter drei Prozent sinken

Der griechische Finanzminister Giorgos Papaconstantinou erläuterte am Sonntag Einzelheiten des geplanten Sparprogramms. Es habe nur die "Wahl zwischen Zusammenbruch oder Rettung bestanden", sagte er. Das geplante Maßnahmenpaket habe das Ziel, das Haushaltsdefizit des Landes bis 2014 auf unter drei Prozent zu bringen und damit die von der EU erlaubte Schuldengrenze einzuhalten.

Wie das Finanzministerium am Sonntag in Athen mitteilte, soll das Staatsdefizit von 13,9 Prozent im vorigen Jahr bis 2014 auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts abgesenkt werden. In diesem Jahr soll der Fehlbetrag um fünf und 2011 um vier Prozentpunkte fallen. Für 2012 und 2013 seien jeweils zwei Punkte geplant. Dazu seien über die kommenden drei Jahre Kürzungen von 30 Milliarden Euro geplant. Die Verschuldung Griechenlands werde 2013 insgesamt 140 Prozent erreichen, ab 2014 werde sie zurückgehen.

Geplant sei, die Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent anzuheben. Finanziert werden soll das Programm über drastische Kürzungen der Sonderzahlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Auch die Beamtenpensionen sollen gesenkt werden. Der Privatsektor bleibe von den Sparmaßnahmen ausgenommen, doch würden die Arbeitsgesetze geändert. Das Mindestalter für den Pensionseintritt wird auf 60 Jahre angehoben. Die Abgaben auf Treibstoff und Alkohol um zehn Prozent erhöhen.

Neue Streiks angekündigt

Für die griechische Bevölkerung bedeutet das, den Gürtel sehr eng schnallen zu müssen. Nach der Verkündung des harten Sparprogramms haben die zwei größten Gewerkschaftsverbände in Griechenland neue Streiks angekündigt. "Wir verlieren fast 30 Prozent unseres Einkommens, das kann so nicht hingenommen werden", sagte der Präsident der Gewerkschaft der Staatsbediensteten ADEDY, Spyros Papaspyros, im griechischen Radio. Er rief den Vorstand der Beamtengewerkschaft zu einer Sondersitzung zusammen. Die Beamten wollen am 5. Mai für 24 Stunden streiken und planen auch weitere Aktionen dieser Art, hieß es. Auch der Gewerkschaftsverband des privaten Sektors drohte mit harten Maßnahmen.

Sondersitzung in Brüssel

Die Finanzminister der 16 Staaten mit Euro-Währung, darunter Österreichs Ressortchef Josef Pröll (ÖVP), entschieden in Brüssel bereits über die beispiellose Finanzhilfe für Griechenland.

Pröll appellierte zuvor nochmals für eine Griechenland-Nothilfe und für europäische Solidarität. Nur mit einer gemeinsamen Anstrengung könne man sowohl Griechenland helfen als auch das Signal geben, dass Europa handlungsfähig ist, sagte Pröll in Brüssel.

Laut Pröll müssten die Finanzminister den Umfang der Griechenland-Hilfe noch politisch diskutieren, auf technischer Ebene seien die Zahlen außer Streit gestellt.

Regierungschefs kommen Ende der Woche zusammen

Am Sonntag wurde auch bekannt, dass die Staats- und Regierungschefs der Eurozone voraussichtlich bereits am Freitag oder Samstag zusammenkommen werden, um das Hilfspaket für Griechenland abzusegnen. Das ist früher als ursprünglich angenommen. Aus Diplomatenkreisen in Brüssel war am Sonntag zwar noch kein exakter Termin zu erfahren: Nachdem die Parlamente der beteiligten Staaten die Hilfen gebilligt hätten, könnten die Kredite aber jedenfalls freigegeben werden.

Österreichs Finanzminister Pröll deutete an, dass auch die EU-Staats- und Regierungschefs noch über die Griechenland-Notkredite beraten könnten. "Ich glaube schon, dass Entscheidungen dieser Tragweite sicher auch von den Regierungschefs mitzutragen sind." Alles basiere aber bereits auf einstimmigen Beschlüssen der Regierungschefs.

Demonstrationen in Athen und Saloniki

In Athen demonstrierten am Samstag zehntausende Griechen gegen das Sparprogramm ihrer Regierung. Dabei kam es in Athen zu Randalen durch mehrere hundert Jugendliche. Sie warfen Molotow-Cocktails und Steine auf Polizisten, die Tränengas einsetzten. Zehn mutmaßliche Randalierer wurden nach Polizeiangaben festgenommen, schwer verletzt wurde offenbar niemand. Zu den Demonstrationen hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Allein in der Hauptstadt gingen laut Polizei 17.000 Menschen auf die Straße.

Die Kundgebungsteilnehmer zogen in Athen vor die Büros der EU und weiter zur US-Botschaft. Schwarz gekleidete Randalierer scherten aus dem Protestzug aus und setzten das Fahrzeug eines Fernsehsenders in Brand, warfen Schaufenster ein und errichteten Barrikaden aus brennenden Mülleimern. Auch in Saloniki kam es am Rande einer Demonstration zu kleineren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Dem Vernehmen nach müssen sich Beamte sowie Pensionisten auf weitere Kürzungen einstellen. Die geplanten Maßnahmen seien tödlich, sagte Nikos Diamantopoulos, einer der Demonstranten am Samstag. "Wie werden die Menschen morgen leben, wie werden sie überleben?" Demonstrantin Virginia Kalapotharakou, die in Piräus auf die Straße ging, warf der Regierung "sehr rückschrittliche" Maßnahmen vor. Damit gingen alle hart erkämpften Erfolge der vergangenen Jahre verloren.

Merkel will Defizitsündern Stimmrecht nehmen

Als Konsequenz aus der Griechenland-Krise will die deutsche Bundesregierung für einen harten Euro die Stabilitätskriterien drastisch verschärfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der "Bild am Sonntag": "In letzter Konsequenz muss es künftig möglich sein, einem Land, das seine Verpflichtungen nicht einhält, zumindest vorübergehend das Stimmrecht zu nehmen. Deutschland hält das für unerlässlich."

Vom Umfang des Sparprogramms hängt nach Angaben des Finanzministeriums ab, wie hoch die Zahlungen in den kommenden Jahren sind. Der IWF stellt sich laut "Spiegel" darauf ein, zehn Jahre in dem Land zu bleiben. Für die ersten drei Jahre der Hilfen will der IWF insgesamt 27 Milliarden Euro bereitstellen. Zur Zeit wird von einem Verhältnis der Hilfen von IWF und Euro-Ländern von 1:2 ausgegangen. (APA/dpa/apn/Reuters)

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henriette mayr
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eu-solidarität mit den deutschen rüstungsexporten,

die die griechen zur rettung des christlichen abendlandes vor der heydnischen türkey brauchen.

soamist
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bitte um erklärung:

wie soll ein staat der "nur" mehr drei statt 10% mehr ausgibt ale er einnimmt schulden abbauen (und damit meine ich zb die 2 mrd die österreich als "kredit" schicken wird)

Girgl Galgenstein
10
Das ist ganz einfach

der Staat muss dafür sorgen, dass eben auch die Wirtschaft um drei Prozent wächst, die Gewinne um drei Prozent steigen, dann nimmt er er automatisch auch drei Prozent mehr Steuern ein.

steinscheisser karl
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theoretisch ja, ...

aber die wirtschaft wird nächstes jahr um mindestens 4% schrumpfen ...
das geht sich also nicht aus, oder?
da hilft nur absolute austerität ...
wer's glaubt ...
;)

Regis 1
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Ich werde alles tun, damit das Land nicht pleite geht

für den anfang würde es reichen, wenn er und seinesgleichen STRAFRECHTLICH zur verantwortung gezogen werden. ich lese immer von sparen, sparen, sparen - aber nie : ... müssen sich verantworten.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
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Absurdistan:

Für eine zweijährige Anleihe Griechenlands "kriegt" man bis zu 38 Prozent Rendite.
Und ewig dreht sich das (gold-)hamsterrad.

Dante Alighieri
01

Was soll daran so "absurd" sein? Normaler Risikoaufschlag.

RS69
 
00

Im Casino haben Sie sogar die Chance auf 3600%.

WRG
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stimmt leider nicht ganz

ist jedoch der glaube vieler..

RS69
 
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Jetzt müssen's ein bisschen erläutern, was sie meinen.

---
Grundsätzlich haben Sie die Chance, wenn SIe 100 EUR auf die 17 setzen, und die 17 kommt, mit 3600 EUR vom Tisch weg zu gehen.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass der Fall eintrifft.

Genau deswegen ist das ja gut vergleichbar mit dem RIsikoaufschlag der griechischen Anleihen.

RS69
 
00

Naja, dann haben Sie ncht so schlechte Chancen, zumindest 78% Ihres Geldes wieder zu sehen - sofern die Hilfsgelder für 2 Jahre kommen. So wie's aussieht, stehen die Chancen für die ersten 38 % sogar recht gut, da sollten SIe zugreifen.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
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Aber

das gold-hamsterrad dreht sich nur scheinbar ewig.
Und solide geldanlagen sind letztlich wertvoller als eine untergehende kultur abzuzocken.

ca24
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geh bitte,

wenn sie der meinung sind, 38% sind zu viel, dann verborgen Sie halt was um 3%, die griechen werden sich freuen. Auf andere schimpft es sich halt leicht.

refe1
11
Griechenland

und wer hilft uns, die griechen hatten vorher eine
konservative regierung die das gemacht haben und wir haben jetzt in unserer reg. auch solche drinnen.
und bei uns gibt es auch steuererhöhungen, usw
danke pepi

Toni Meister
09
Hintergrundinformation : Die Schuldenkrise erweist sich immer mehr als Krise der griechischen Elite, aber nicht nur dieser

Der Vorsitzende der Athener Handelskammer, Panagis Karellas, im(Ablenk)Gespräch: Nach der Einführung des Euro 2001 hätten Politiker und Banken mit den billigen Krediten aus der Euro-Zone die Bevölkerung zur irrwitzigen Annahme verleitet, man könne sich nun alles leisten. Die konservative Partei (ND ) steht im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik, geht die Überschuldung des Landes doch grösstenteils auf deren letzte Regierung zurück, u.a. wegen massiver Korruption und Steuerverweigerung der Reichen.Ziemlicher Zorn ladet sich ab auf die griechische Elite die es sich massiv gerichtet hat. Mit Brotkrümel / Kleinkrediten für den kleinen Mann, die jetzt medial aufgeblasen werden.Und die EU hat zugeschaut.Hauptsache es gab billige Immobilien in GR.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00

Kali nichta Porschekleinkredit!

Nordwicht
02
Krisengewinner

Was mag sich wohl hinter der (Zitat) "Änderung der Arbeitsgesetze" ändern? Die deutsche FAZ weiß es:

"Für die Privatwirtschaft soll der Kündigungsschutz gelockert werden. Gegenwärtig dürfen Firmen nicht mehr als zwei Prozent ihrer Beschäftigten pro Monat entlassen. Auch die Entschädigungsregelungen für ausscheidende Mitarbeiter sollen gelockert werden. Für junge Leute und Langzeitarbeitslose wird ein neuer Mindestlohn eingeführt. (Reuters)"

Da wird im Windschatten der Schuldenpanik ein Wunschzettel abgearbeitet, der gewiss nicht vom Volke ausgeht. Es klang schon immer wie eine Drohung, wenn deutsche Politiker davon sprachen, dass man "gestärkt aus der Krise" hervorgehen wolle, ja, stärker noch als man hineingegangen ist...

amber103
00

Wenn ein Schuldner nicht mehr zahlen kann, geht es immer nach dem Wunsch der Gläubiger. Zahlungsunfähigkeit ist nun mal ein Vertragsbruch, und wird geahndet.

Sind mal bestimmte Grenzen der Verschuldung überschritten, kann Zahlungsunfähigkeit wie ein Vulkanausbruch über Nacht eintreten, der genaue Termin ist aber oft nur schwer vorhersehbar.

Gefährlich sind bloß populistische Politiker, die die Gefahr hoher Schulden leugnen, und unscheniert Wahlgeschenke verteilen, und schöne Projekte umsetzen, dabei aber die Souveränität der Wähler verkaufen.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
Entscheidend sind nicht die gläubiger sondern

wer der schuldner ist...

Roby Tob
 
26
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

ich vermisse klare Worte Ihrerseits! FM Pröll ist gerade in Brüssel, um wider bessern Wissens, eine Zusage für eine Griechenland Hilfe zu schnürren. Nicht nur, dass diese Vorgangsweise gegen EU-Recht verstößt, verstößt diese Vorgangsweise, (weil Hilfe über 2 Mil. Euro) auch österreichischem Recht! Wenn nächste Woche überfallsartig das entsprechende Gesetz in Österreich geändert wird, ist das doch wiederum nur eine Rechtsbiegung... Oder sehen Sie das anders?
Wo liegt eingentlich Ihre Schmerzgrenze, unsere Demokratie kurzfristig auszusetzten, natürlich nur im Interesse des Volkes???? Oder anders gefragt, was unterscheidet die momentane Vorgangsweise unser Bundesregierung von einer diktoatorischen Vorgansweise???? In Hoffnung auf Besinnung..

käptn iglo's rache
10
hi hi ;-)

da wirst beim heinzi lang warten, bis der eine sinnvolle aussage zu irgendeinem thema trifft. von seinen üblichen gutmenschen-aussagen und pseudo-liberalen floskeln mal abgesehen!

Pirjeri Ryynänen
22
Retourkutsche.

Ich werde jedenfalls nach und nach alle griechischen Lokale in Wien besuchen, dort fürstlich essen und trinken und die Rechnung schuldig bleiben.

fbe
02
Keine Hilfe für Milliardäre in Griechenland!

Österreichische Supermarktangestellte werden es schon richten und finanzieren diese!!!

S. Enfspender
01
Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst?

Beim "Runden Tisch" des ORF war ein Ökonom aus Brüssel zugeschaltet, der ganz klar gesagt hat, dass es eine Sache ist, Bedingungen für die Sanierung zu vereinbaren, aber eine ganz andere Sache, diese auch beim griechischen Volk durchzusetzen (was er für äußerst ungewiss hielt). Die Steuerzahler würden entweder jetzt direkt zur Kasse gebeten (um die erforderlichen Mittel zu finanzieren, die möglicherweise nie zurückgezahlt werden) oder indirekt in späterer Folge, um die im Besitz von uneinbringlichen Forderungen gegen Griechenland europäischen Banken zu retten. Dies ist eine durchaus realistische Sicht der Dinge und alles andere, was uns die Politiker weismachen wollen, ist Zweckoptimismus gegen besseres Wissen.

amber103
00

Wobei mir eine ev. Bankenrettung im Fall eines Zahlungsausfall lieber wäre.

Zum einen würde auch bei einer Zahlungsunfähigkeit eine Ausgleichsquote über 70% sehr wahrscheinlich sein, (Argentinien hat 75% gezahlt) zum anderen könnten die Eigentümer der Banken zu Zahlungen gezwungen werden, und es bräuchte bloß jener Betrag ausgeglichen werden, der notwendig ist, um ein Minimum an Eigenkapital sicher zu stellen. Ein Bankenbailout käme also viel billiger.

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