Schrumpfung des Grafikchips dürfte Sony Berichten nach in die schwarzen Zahlen beim Hardware-Geschäft verhelfen
Die PlayStation 3 mag die vielseitigste Spielkonsole am Markt sein, sie ist allerdings auch die teuerste. Die Produktion der Hardware kam Hersteller Sony bislang jedoch noch teurer als den Konsumenten selbst. Denn um den Preis zu drücken, musste die PS3 bisher unter ihrem tatsächlichen Wert verkauft werden. Zahlreiche Komponenten wie der Cell-Prozessor, das Blu-ray-Laufwerk oder auch standardmäßige Features wie WLAN machten ein profitables Hardware-Geschäft bis vor kurzem unmöglich.
Geschrumpft
Während der anfängliche Verlust pro Konsole von geschätzten 300 US-Dollar über die vergangenen vier Jahre bereits auf unter 20 Dollar gesenkt werden konnte, dürften die Entwickler nun dank eines neuen Grafikchip-Designs den wirtschaftlichen Durchbruch geschafft haben, berichtet unter anderem der Techblog Engadget.
Die kommende PS3-Version mit der Bezeichnung CECH-2100A wird im Vergleich zur aktuellen Generation (Slim mit 120 GB und 250 GB) einen auf 40 nm geschrumpften RSX-Grafikchip von Nvidia integrieren. Dadurch wird einerseits die Produktion verbilligt und andererseits verbraucht der neue Chip 15 Prozent weniger Strom als sein 65 nm großer Vorgänger.
Weniger Kühlleistung
Daraus resultierend, kann ein schlankerer Lüfter verbaut werden, der ebenfalls Strom- und Materialkosten spart. Wie weit Sonys Konsole damit tatsächlich in die schwarzen Zahlen rückt, dürfte wie schon zuvor ein Betriebsgeheimnis bleiben. Möglicherweise könnte Sony im Zuge des kommenden Geschäftsberichts offiziell darauf eingehen, um Anleger und Analysten positiv zu stimmen. (zw, derStandard.at, 29.4.2010)