Britische Liberaldemokraten

"Wir sind die besseren Grünen"

29. April 2010, 13:41
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    Die dritte Debatte im britischen Fernsehen dreht sich um das heiße Thema Wirtschaft. Hier in der Mitte: Nick Clegg.

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    "Wir sind die einzige große Partei, die Dinge wie Klimawandel und Umweltschutz ernst nimmt."

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    Lord Rennard über den Wahlausgang: "Man muss ganz genau darauf hören, welche Botschaft der Wähler versendet"

Ex-Wahlkampfguru Rennard erklärt im derStandard.at-Interview, wie Clegg auch in der dritten TV-Debatte reüssieren kann - und was das mit Obama zu tun hat

Gordon Brown wird auf seine lange Erfahrung pochen, David Cameron den Zweikampf um die Führung des Landes herbeireden - das zumindest erwartet Chris Rennard, seines Zeichens Lord und bis vor einem Jahr Generalsekretär und Wahlkampfmanager der Liberaldemokraten. Deren Parteichef und Spitzenkandidat Nick Clegg ("It can!"), der in den beiden ersten Fernsehdebatten für Furore gesorgt und seine Partei in Umfragen bis auf Platz eins geführt hat, ist für Rennard aus einem ähnlichen Holz geschnitzt wie US-Präsident Barack Obama. Was sich Campaign-Zampano Rennard sonst noch von der TV-Konfrontation heute Abend erwartet und wie er sich ein liberaldemokratisches Großbritannien vorstellt, legt er im derStandard.at-Interview dar.

***

derStandard.at: Vor einem Jahr sind Sie als Generalsekretär der Liberaldemokraten zurückgetreten. In den Papieren, die unlängst in einem Taxi gefunden wurden, ist von Ihrem Comeback die Rede. Was nun?

Chris Rennard: Ich bin in diesem Sinne nicht zurück, ich bin ein jetzt ein einfaches Parteimitglied und helfe meinen Freunden im Wahlkampf. Einen offiziellen Posten im Wahlkampf habe ich nicht.

derStandard.at: Schaffen es die Liberaldemokraten etwa ohne Sie nicht?

Chris Rennard: Doch, natürlich, ich habe in meiner Zeit als Wahlkampfmanager und Generalsekretär ein starkes Team mit einer starken Führungspersönlichkeit aufgebaut.

derStandard.at: Umfragen zufolge ist es Nick Clegg gelungen, das "Momentum" der ersten Fernsehdebatte auch in die Zweite hinüberzuretten. Was wünschen Sie als einfaches Parteimitglied Ihrem Chef, um auch in der dritten Konfrontation heute Abend zu reüssieren?

Chris Rennard: Clegg ist es in beiden bisherigen Debatten gelungen, anders zu sein als Brown und Cameron. Und er hat es geschafft, sowohl Labour als auch die Konservativen als Parteien der Vergangenheit dastehen zu lassen, die zum Scheitern verdammt sind und das Land nicht weiterbringen wollen. Heute wird Clegg zeigen, dass beide Parteien bisher in allen wirtschaftlichen Belangen im Vergleich zu vielen anderen Ländern gescheitert sind. Die Liberaldemokraten waren die einzige Partei, die früh vor der jetzigen Rezession gewarnt hat.

derStandard.at: Und wie will Clegg das anstellen?

Chris Rennard: Unser Haushaltsdefizit war schon in den fünf Jahren vor 2007 sehr hoch, Gordon Brown kann sich deshalb nicht auf die internationale Situation ausreden. Wir werden aber auch anmerken, dass David Cameron im bisher letzten konservativen Kabinett von 1992 bis 1997 Berater des Finanzministers war und wir während dessen Amtszeit den "Schwarzen Mittwoch" erlebt haben, als das Pfund niedergestreckt wurde.

derStandard.at: Welche Strategien erwarten Sie von Seiten Camerons und Browns bei der dritten Fernsehdebatte?

Chris Rennard: Brown wird sicher mit seiner großen Erfahrung bei der Bewältigung der aktuellen Krise argumentieren. Allerdings hat er während seiner Zeit als Finanzminister genau die jetzigen Probleme verursacht und sie im Gegensatz zu den Liberaldemokraten nicht einmal vorhergesehen. David Cameron wird versuchen zu suggerieren, seine Konservativen seien die einzige Alternative zu Gordon Brown. Ein Kampf Tories gegen Labour ist aber einfach nicht der Fall, was man auch in den nationalen Umfragen lesen kann, wo alle drei Parteien sehr knapp beieinander liegen und Labour in den meisten Polls sogar nur auf dem dritten Platz.

derStandard.at: Wem hilft "Bigot-Gate" mehr, den Konservativen oder den Liberaldemokraten?

Chris Rennard: Den Umfragen zufolge wohl eher uns. Das war auch gelinde gesagt ziemlich peinlich. So etwas sollte den Menschen zu denken geben, ob Gordon Brown wirklich die geeignete Person ist, die dieses Land weiter führen soll. Umfragen zufolge wechseln Labour-Wähler eher zu den Liberaldemokraten als zu den Konservativen.

derStandard.at: Ihre Partei hat jahrelang gemeinsam mit Labour in Schottland regiert. Falls das Wahlergebnis es anbietet: machen Sie Gordon Brown wieder zum Premier?

Chris Rennard: Das hat Nick Clegg diese Woche recht klar mitgeteilt: wenn Labour zum ersten Mal in der Geschichte nur als dritte Kraft aus der Wahl hervorgeht, wäre es unvorstellbar, Brown zum Premierminister zu machen. Es liegt also nicht wirklich an den Liberaldemokraten, sondern an Labour.

derStandard.at: Und wenn Labour auf Platz zwei kommt?

Chris Rennard: Auch dann muss man ganz genau darauf hören, welche Botschaft der Wähler versendet. Was jetzt schon recht wahrscheinlich scheint ist, dass keine der drei Parteien eine absolute Mehrheit erreichen wird. Das ist auch gar nicht schlecht, die meisten AAA-eingestuften Länder werden von Koalitionsregierungen geführt. Aber, und das ist auch logisch, wir haben jetzt einen anderen Ehrgeiz entwickelt als bei Wahlkämpfen in der Vergangenheit. Nick Clegg will Premierminister werden.

derStandard.at: A propos Ehrgeiz: Cleggs Abschlussstatement bei der zweiten TV-Debatte endete mit den Worten „It can". Die Ähnlichkeit zu Barack Obamas "Yes We Can!" ist wohl eher kein Zufall. Waren Sie auf der Suche nach einem griffigen Slogan oder glaubt Nick Clegg wirklich, er sei ein zweiter Obama?

Chris Rennard: Das würde er nie sagen. Aber Paddy Ashdown sagte einmal, Clegg habe "eine Spur Obama" an sich, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er hat aber auf jeden Fall diesen neuen, erfrischenden Stil, den sich die Menschen wünschen.

derStandard.at: Ihre Partei hat sich als einzige gegen den Irakkrieg ausgesprochen. Wie halten Sie es mit dem britischen Einsatz in Afghanistan? Sind Ihnen die guten Beziehungen zu den USA nicht so wichtig?

Chris Rennard: Wir hätten die Probleme in Afghanistan jetzt nicht in diesem Maße, wenn wir nicht den Fehler begangen hätten und in den Irak einmarschiert wären. Das hat eine Menge Geld gekostet und zu einem großen Blutvergießen und Instabilität geführt. Die Situation in Afghanistan wurde so natürlich nicht einfacher. Wir haben immer danach gehandelt, was für prinzipiell für richtig halten. Die Konservativen und Labour waren viel zu unterwürfig gegenüber der US-Außenpolitik unter George W. Bush. Wir glauben, dass dies ein Fehler war. Das heißt keinesfalls, dass wir Anti-Amerikaner sind, aber Großbritannien sollte nicht automatisch nach dem Geheiß der USA handeln, wenn es um unsere Außenpolitik geht.

derStandard.at: Sie haben sich gegen Atomkraftwerke ausgesprochen und haben ein umfangreiches Umweltmanifest entwickelt. Sind die LibDems die besseren Grünen?

Chris Rennard: Ja, genauso sehen wir das. Auch viele Umweltschutzorganisationen stimmen mit uns überein. Die Grünen hier in Großbritannien haben kaum Chancen, viele Mandate zu gewinnen, was an unserem Wahlsystem liegt. Die Liberaldemokraten haben hingegen gerade bei dieser Wahl gute Aussichten, viele Sitze im Parlament zu erobern. Wir haben Ideen, die ein nachhaltiges, grünes Wachstum fördern, die Grünen machen einen Fehler, wenn sie Wachstum generell ablehnen. Wir sind die einzige große Partei, die Dinge wie Klimawandel und Umweltschutz ernst nimmt. 2005 hat David Cameron alle Umweltschutzangelegenheiten aus dem Parteiprogramm der Konservativen gestrichen.

derStandard.at: In Ihrem Wahlprogramm kommt auffällig oft das Wort "local responsibility" vor. Wenn Nick Clegg in London regiert, unterstützt er dann eine allfällige schottische Unabhängigkeit?

Chris Rennard: Wenn schon, dann würde unsere Partei in Schottland das entscheiden. Aber dort ist man gegen eine Unabhängigkeit Schottlands, sondern glaubt an die Erweiterung des so genannten "Home Rule" (Selbstverwaltung, Anm), das mehr Macht für das schottische Parlament vorsieht. Diese Option ist in Schottland auch sehr populär, und sie ist eine liberaldemokratische Idee. Das heißt aber nicht, dass wir eine komplette Trennung von Großbritannien befürworten.

derStandard.at: Wollen Sie den Euro in Großbritannien einführen?

Chris Rennard: Im Moment stellt sich die Frage nicht, weil die wirtschaftliche Situation nicht entsprechend ist. Sollte sich das ändern und es wirtschaftlich notwendig werden, dem Euro beizutreten, würden wir das nicht ohne Referendum tun. (Florian Niederndorfer, derStandard.at, 29.4.2010)

Zur Person:

Lord Chris Rennard war bis 2009 Generalsekretär (Chief Executive) und Wahlkampfmanager der Liberaldemokraten. Sein Rücktritt wurde offiziell mit gesundheitlichen Problemen begründet, gerüchtehalber waren Unregelmäßigkeiten bei Spesenabrechnungen der Grund.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
1 2
Grünwähler1
10
30.4.2010, 14:48
Die einzigen Grünen sind die Grünen

Alle Anderen kopieren immer nur schlecht, die notwendigen und fortschrittlichen Ideen der Grünen Parteien in Europa.

Foromat
00
30.4.2010, 17:19

Dann sollten die grünen ihre so tollen und patentieren Ideen halt auch mal verkaufen.

Die Politik braucht keine ideologischen Träumer sondern Patreien, die Verantwortung übernehmen und auch pragmatisch denken und handeln können.

bloody-nine
 
01
"ideen verkaufen"

ist ein schwachsinn. viele ideen oder forderungen der grünen sind gar nicht so supertoll für den einzelnen - häufig ganz im gegenteil (verzicht auf persönliche bequemlichkeit auf kosten anderer, bewussteres und durchaus reduziertes konsumieren...). aber viele davon sind schlicht und ergreifend NOTWENDIG und richtig.
viele andere wiederum sind ebenso wichtig, aber der unmittelbare vorteil ist nicht sofort im geldbörsel jedes einzelnen sichtbar. sie sind aber trotzdem richtig.

leute denen es nur um den persönlichen egoismus geht werden das natürlich nicht sehen (wollen oder können).

Foromat
00
warum ist es ein schwachsinn das man seine ideen verkauft ?

viele (einige) ideen mögen gut sein, nur wenn sie die masse nicht erreichen, dann sind sie für die katz.

das ist kein kind der heutigen zeit, auch früher musste man die leute für gute ideen begeistern können.

Die einschräünkungen des einzelnen sind ja nicht nur zum wohl der allgemeinheit sondern - durch steuern - wiederum ein vorteil für den einzelen. Ich glaube nicht daran, dass umweltverträgeliches verhalten durch predigen und zettelverteilen erreicht werden kann sondern nur durch bestrafen und belohnen.
nur hier spiesst sich die philosophie der grünen, da solche massnahmen immer sozial verträgelich sein müssen , schwachsinn, mir ist es wurscht ob es sich ein paar reiche leisten können die umwelt zu schädigen.

byron sully
00
30.4.2010, 17:16
es geht darum,

daß die liberaldemokraten im britischen parteienspektrum zur zeit in etwa den part übernehmen, den in vielen anderen europäischen ländern die grünen haben. sehe jetzt nichts schlechts darin.

Ratze Putz
00
30.4.2010, 17:10

Notwenig wie die Rathausfrau in Wien?

Franz Klug
03
30.4.2010, 00:08
Mehrheitswahlrecht verhindert breitere Machtverteilung und ist daher ein weniger an Demokratie!

Für alle Politikwissenschaftler/innen und Anhänger des Mehrheitswahlrechts, hier kommt es sogar von den Betroffenen selbst: Die Grünen haben keine Chance Mandate zu gewinnen. Schuld ist das Mehrheitswahlrechts, das eben strukturell Parteienvielfalt verhindert und meistens die Macht dann nur auf zwei große Parteien verteilt. Wenn nun GB endlich einmal auch die LIBs verstärkt werden so ist das ein Ausnahmefall und bei der Wahl wird sich dann ja zeigen wieviel Mandate sie wirklich bekommen werden?
Notwendig wäre daher weltweit Verhältniswahlrecht und Stärkung der direkten Demokratie, a la Suisse!

byron sully
00
30.4.2010, 17:15

bezüglich schweiz und direkte demokratie bin ich nicht ganz so begeistert wie sie, dem rest ihres postings kann ich mich aber durchaus anschließen.

Dreesch, ka ne se dasee kawum!
01
29.4.2010, 21:44
diesmal hat gordon offenbar

"the mistakes of the 1930s" auf seinem notizblock stehen ...

Corpseman (ex-Flat Decider™)
00
29.4.2010, 23:10
und nick

"fair taxes"

Zero Gravity
01
29.4.2010, 19:59
und labour wird doch wieder regierung

weil das wahlkreissystem der so ziemlich krankeste scheiß überhaupt ist......


aber das ist nur der pessimist in mir, ich hoffe wirklich, dass libdem gewinnt, und wir etwas von diesem versprochenen change sehen. Vlt mal eine europäische Regierung für die wir uns als Gesamteuropäer und EU-Bürger nciht schämen müssen.....

Chien de Pique
10
29.4.2010, 23:57

Gerade der Höhenflug der LibDems sichert Labours weitere Herrschaft ab.

byron sully
00
30.4.2010, 17:14

so eine billige tory-propaganda-nachbetung ist unter ihrem sonstigen niveau.

Fritz Meyer
00
29.4.2010, 19:59
Ich hatte selber das Vergnügen...


während meiner Zeit in Grossbritannien die LibDems kennen und schätzen zu lernen.

LEIDER haben auch sie in den letzten Jahren einiges an Schindluder gegen die Demokratie und Grundrechte in UK mitgetragen.

Eine Wahlempfehlung kann man guten Gewissens also keine mehr so leicht aussprechen.

Sehr kennzeichnend ist der Umstand, wie die Gegenseite derzeit versucht die LibDems in den Dreck zu ziehen.

Ein besonders extremes Beispiel mieser Agitation kann man hier nachlesen:

http://blogs.telegraph.co.uk/news/cris... rnography/

Es bleibt auf jeden Fall zu hoffen, dass die LibDems so stark wie noch nie aus den kommenden Wahlen hervorgehen.

Fritz Meyer.

m3a
00
29.4.2010, 17:59

um diesen herrn clegg wird ein hype inszeniert von medien, weil mittlerweile alles einen hype braucht damit es berichtenswert ist. das generieren von meldungen denen man wichtigkeit zumutet, wiederholung dieser in schneller abfolge und die leute schalten ihr denken aus. bzw die leute sehnen sich ja nach solchen hypes. obs der jacko-hype ist, oder der obama-hype, oder der diana-hype.
unsympathisch ist er ja im grunde nicht, aber das ist der brown auch nicht.

hin und wieder ein tunichtgut
00
29.4.2010, 18:45
findet die begeisterung für mr clegg

in ihren augen mehr gnade, wenn man sich die debatten der spitzenkandidaten angehört hat?
ein medium ist leider auch da dazwischen, wenn man nicht gerade in england war.
manchmal braucht man einfach vermittler, sollte aber natürlich nicht nur glauben, was sie einem vermitteln.

Jene Grüne Straßenkatze
06
29.4.2010, 17:43
Liebe Redaktion...

"Wir sind die besseren Grünen" kommt im Interview nicht vor.

Nun ist mir klar, dass die Methode, irgendeinen plakativen Satz aus dem Kontext zu reißen und als Aufhänger zu verwenden, so unseriös sie ist, Artikel interessant macht und damit sicher Klicks bringt.

Aber wenn der Satz noch nicht einmal vorkommt, geht das meines Erachtens doch ein bisschen zu weit.

Danke.

Foromat
00
30.4.2010, 17:25

also sinngemäss schon

F: "heisst das, das sie die besseren grünen sind"

A: "Ja so sehen wir das auch ..."

Gebe ihnen aber recht, dass die Schlagzeilen sehr oft ziemlich reisserisch sind (vorallem gegen die politische rechte fällt das sehr stark auf).

Lustig finde ich, dass die Leute dann teilweise posten ohne den Artikel auch nur ansatzweise gelesen zu haben sondern nur die Überschrift und die anderen Postings.

Muffel
 
00
29.4.2010, 17:05

Habe eigentlich nichts gehört, was ich nicht befürworten würde.

NK12
13
29.4.2010, 16:43
Endlich einmal was, das dem Ideal einer liberalen Partei nahe kommt

... für D irgendetwas zwischen Grün und Gelb, in AUT dagegen faktisch nicht vorstellbar ...

Foromat
00
30.4.2010, 17:28

die freisinnigen in der schweiz nicht zu vergessen,

in österr. hat man eine zeitlang auf das LIF setzen können, leider sind die dann zu einer linksliberalen Partei geworden.

Keine Ahnung was die JULIs so können und tun .....

Artischoke
00
29.4.2010, 16:33

gute fragen

xEurocent
00
29.4.2010, 14:41

Kann man die Debatte im Internet irgendwo live anschauen? Hat vielleicht jemand einen Link?

hin und wieder ein tunichtgut
00
29.4.2010, 22:07
bbc world

überträgt live.

Kommentar posten
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