Südafrikanischer Jurist, der mit UNO-Bericht für Aufregung sorgte, wird trotz Protestaufruf der South African Zionist Federation an Feier teilnehmen
Der südafrikanische Jurist Richard Goldstone, Autor des Uno-Berichts, in dem Israel und der Hamas Verbrechen im Gaza-Krieg 2008/2009 vorgeworfen werden, wird doch die Bar Mitzwah seines Enkelsohnes besuchen können. Die Feier, mit der die religiöse Mündigkeit von 13-Jährigen begangen wird, soll im Mai in einer Synagoge in Johannesburg stattfinden.
Unter der Führung der South African Zionist Federation hatten jüdische Vereine gegen die Teilnahme Goldstones mobil gemacht und mit Demonstrationen gedroht, der daraufhin im Interesse seiner Familie darauf verzichtete. Sofort traten weltweit jüdische Organisationen und Juden gegen diese Entwicklung auf den Plan, unter anderem auch solche, die den Goldstone-Bericht scharf kritisiert hatten. Die Kritik an „Goldstones mieser Arbeit sollte nicht in die Synagoge seiner Familie getragen werden“, sagte etwa der republikanische US-Abgeordnete Gary Ackerman.
Nun teilt Goldstone mit, dass die südafrikanische jüdische Dachorganisation (SAJBD) erreicht hat, dass Goldstone die Bar Mitzwah besuchen kann, ohne dass diese, wie angedroht, von Protesten gestört wird. Goldstone stellt sich dafür einer Diskussion mit der zionistischen Föderation. Goldstone wird vorgeworfen, Israel und den Juden in aller Welt geschadet zu haben, indem er den Verlauf der Gaza-Offensive Israels kritisierte. (guha)