Bauvorhaben in Ostjerusalem laut Medien eingefroren
Tel Aviv - Israel rechnet bereits Anfang Mai mit der Aufnahme indirekter Friedensgespräche mit den Palästinensern. Das sagte Handels- und Industrieminister Benjamin Ben-Eliezer am Dienstag dem israelischen Rundfunk. Danach werden die seit 16 Monaten unterbrochenen Friedensgespräche voraussichtlich bereits in der ersten oder zweiten Maiwoche unter US-Vermittlung fortgesetzt.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte zuvor signalisiert, dass er nach langem Widerstand jetzt indirekte Gespräche unterstütze. Er werde am kommenden Samstag die Vorschläge der US-Regierung der Arabischen Liga präsentieren, sagte Abbas im israelischen Fernsehen. Das Haupthindernis war bisher der Streit über die israelische Siedlungspolitik im arabischen Ostteil Jerusalems. Laut Medien soll Israel die Bauvorhaben nun de facto einfrieren oder verschieben, dies aber nicht öffentlich zugeben.
Der südafrikanische Jurist Richard Goldstone, Autor des Uno-Berichts zum Gazakrieg, wird unterdessen doch die Bar Mitzwa seines Enkelsohnes besuchen können. (dpa, guha, DER STANDARD; Printausgabe, 28.4.2010)