Im vergangenen Jahr hätte ein Internet-Angriff beinahe einen USA-weiten Stromausfall verursacht - Nun schützt eine neu entwickelte Technik das amerikanische Netz
Das amerikanische Energieministerium investiert in modernde Sicherheitstechnik, um den Schutz vor Internet-Angriffen zu garantieren. Im Vorjahr wurde eine gefährliche Software in das Netz eingeschleust worden, die einen landesweiten Stromausfalls verursachen hätte können. Das neue System setzt auf die bestehende Struktur auf und kann sowohl von Kontrollzentralen als auch von Umspannwerken aus betrieben werden. So genannte Sicherheitsagenten an den geschützten elektronischen Geräten sind mit Ver- und Entschlüsselungstechniken ausgestattet und können Eindringlinge erkennen sowie den Netzzugang kontrollieren. Weil die existierenden Kommunikationssysteme der Umspannwerke auf Telefonkabeln mit niedriger Bandbreite basieren, sorgt ein Sicherheitsschalter dafür, dass zeitkritische Daten ohne Verzug übermittelt werden. Der Prozess wird über eine Bedienkonsole am Kontrollzentrum des Netzbetreibers von einem Sicherheitsmanager kontrolliert, einer Einheit, die das gesamte System leitet und überwacht.
Landesweiter Schutz
Siemens entwickelte zusammen mit dem DoE, dem Idahoe National Laboratory und dem Center for Advanced Energy Systems an der Rutgers Universität in New Jersey einen Prototypen, der bereits getestet wurde. Das System vernetzt und sichert alle Umspannwerke in den USA und sorgt so für landesweiten Schutz. Die Technik könnte künftig auf amerikanische Öl- und Gasleitungen ausgedehnt werden, die ähnlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind.