Ernährung

Muttertagsnaschereien unter der Lupe

27. April 2010, 14:06

Greenpeace testete Inhalt von Bonbonnieren - Zusatzstoffe wurden weggelassen oder durch natürliche Substanzen ersetzt

Wien - Unbedenkliche Muttertagsnascherei: Nachdem die Umweltorganisation Greenpeace bei einem Test im Februar problematische Zusatzstoffe in Bonbonnieren entdeckt hatte, wurde der bevorstehende Muttertag zum Anlass genommen, um die Süßigkeiten noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Erfreuliches Ergebnis: Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at stellte fest, dass diese Zusatzstoffe nun entweder ganz weggelassen oder durch natürliche Substanzen ersetzt worden sind.

Dennoch wurden nur nur fünf von insgesamt 52 getesteten Erzeugnissen sowohl fair als auch umweltschonend und tiergerecht hergestellt. Bei der neuerlichen Überprüfung wurden die Muttertagsnaschereien wieder nach Umweltfreundlichkeit (Inhaltsstoffe, Transport, Verpackung, Gentechnik), artgerechter Tierhaltung und sozialen Aspekten bewertet, und einmal mehr schneiden die Süßigkeiten der Firma Zotter bei den genannten Kriterien mit "Hervorragend" oder "Gut" ab.

Kleingedrucktes beachten

Die Produkte "Manner Feine Pralines" und "Heindl Alles Gute" enthielten im Februar noch die Farbstoffe Chinolingelb bzw. E 104 sowie Cochenillerot bzw. E 124. Beide Firmen haben die Substanzen mittlerweile aber durch unbedenkliche Farbstoffe ersetzt. Von den Manner-Pralinen befinden sich allerdings noch Restbestände mit "alten" Zusatzstoffen im Handel. Die neuen, nunmehr unbedenklichen Farbstoffe lauten Karmin sowie Kurkumin - und daher empfiehlt es sich, auch in diesem Fall auf das Kleingedruckte zu achten.

Im Februar wurde zudem der Lebensmittelzusatzstoff Polyglycerin-Polyricinoleat bzw. E 476 kritisiert, der als Emulgator eingesetzt wird. Diese Substanz kann in höheren Dosen zu Nieren- und Lebervergrößerungen führen und sogar die Durchlässigkeit der Darmwand beeinträchtigen.

"Suchard Desirs" sowie "Nestle After Eight" enthielten diesen Stoff damals noch, werden mittlerweile aber ohne ihn produziert. Ganz verschwunden ist die Substanz jedoch nicht, weil die folgenden Waren noch E 476 enthalten: Drei "I love Milka"-Produkte (Klassische Pralinen, Nuss-Nougat und Erdbeer-Rahm), "Palace Melanie" (erhältlich bei Lidl), "Mauxion Coeur de Rose" von Ludwig, "Mister Choc Sweet Mix" und "Storck Chocolat Pavot".

Aufwendige Verpackungen

Viele Hersteller verwenden für die Produktion ihrer Schokoladen auch Trockenmilchpulver von Kühen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. "Diese Produzenten haben leider noch immer nicht verstanden, dass neunzig Prozent der heimischen Bevölkerung Gentechnik in Lebensmitteln strikt ablehnt", kritisierte Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Und auch an den aufwendigen Verpackungen hat sich Sprinz zufolge noch nichts geändert: "Angeblich bevorzugen Handel und Konsumenten nach wie vor solche Verpackungen, weil sie damit Qualität gleichsetzen."

Die Produkte konventioneller Schokoproduzenten schneiden im Bereich Ökologie deshalb auch nur "Kritisch" oder gar "Ungenügend" ab. (APA)

chem
11
29.4.2010, 10:16
Na ob das, Geld in die Kassen des Spendenmultis Greenpeace spült ??

daskarmakommtzurück
11
28.4.2010, 12:22

Wahnsinn was für ein Dreck in eienm Schokokugerl steckt!

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