Grund: Mehr Radfahrstreifen in den Städten - Radwege entlang von Freilandstraßen
Das Unfallrisiko beim Radfahren ist laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) seit dem Jahr 2000 um 47 Prozent gesunken. Das tödliche Unfallrisiko ging um 62 Prozent zurück. Obwohl im Vorjahr um 800 Millionen Kilometer mehr mit dem Rad gefahren wurde als im Jahr 2000, gab es um 524 Radunfälle weniger. Die VCÖ-Studie zeigt, dass die Verkehrssicherheit beim Radfahren in Österreich noch mehr erhöht werden kann.
Die Ergebnisse der Studie im Detail: Im Vorjahr passierten pro 100 Millionen Radkilometer 313 Radfahrunfälle, im Jahr 2000 waren es 588, im Jahr 2002 sogar 609. Seither ist die Zahl der Unfälle kontinuierlich gesunken, während immer mehr mit dem Fahrrad gefahren wird. "Was international in vielen Städten und Ländern in der Vergangenheit zu beobachten war, bewahrheitet sich nun auch in Österreich. Je mehr Menschen Rad fahren, umso sicherer wird das Radfahren", sagte VCÖ-Experte Martin Blum.
Die Studie zeigt, dass die Verkehrssicherheit beim Radfahren noch deutlich erhöht werden kann. Dazu gehören unfallvermeidende Maßnahmen, wie etwa mehr Platz zum Radfahren in den Städten, mehr Tempo 30 Zonen im Ortsgebiet sowie Radwege entlang von Freilandstraßen. Der VCÖ forderte zudem die Aufnahme eines Rücksichtnahmegebot in die Straßenverkehrsordnung sowie die Abschaffung der Radwegbenützungspflicht. (APA)