Geplanter Termin 5. Mai - Justizsprecher Steinhauser verlangt Expertenhearing für "sensible Materie" im Juni
Wien - Die Grünen warnen davor, das sogenannte
Terrorismuspräventionsgesetz im Nationalrat "durchzuboxen", und verlangen ein
eigenes Expertenhearing im zuständigen Justizausschuss. Deshalb will der Grüne
Justizsprecher Albert Steinhauser einer Ausschuss-Sitzung am 5. Mai, wie sie
derzeit geplant sei, nicht zustimmen, sagte er der APA. "Wir glauben, dass sich
der Ausschuss umfassender und genauer mit diesem Gesetz befassen sollte als
üblich." Außerdem gelte es, parallel Reformen am umstrittenen "Mafia-Paragrafen"
278a StGB anzugehen.
Winkt der Ausschuss das Gesetz, das vergangene Woche den Ministerrat passiert
hatte, am 5. Mai durch, könnte es noch im selben Monat im Nationalratsplenum
beschlossen werden. Das will Steinhauser nicht: "Ich sehe die Gefahr, dass jetzt
groß vom internationalen Terror gesprochen wird, sich das Gesetz dann aber
praktisch wieder gegen Bürger und NGOs richtet." Zahlreiche Kritikpunkte lägen
auf dem Tisch und müssten auch unter Beiziehung von Experten diskutiert werden.
Da er es "nicht für realistisch" halte, ein Hearing in der ersten Maihälfte zu
organisieren, plädiert er für einen Ausschuss-Termin im Juni. (APA)