Umfrage

Griechen gegen Hilferuf an IWF und EU

27. April 2010, 06:27

70,2 Prozent der Befragten lehnten die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds ab

Athen - Fast zwei Drittel der Griechen lehnen einer Umfrage zufolge die Bitte ihres hochverschuldeten Landes um Hilfen der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ab. 60,9 Prozent von 1.400 Befragten des Euro-Landes sagten, sie seien gegen die Entscheidung ihrer Regierung, wie am Montag eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Greek Public Opinion für den TV-Sender Mega am Montag zeigte. Ein noch größerer Anteil der Bürger kritisiert, dass nun der IWF mit im Boot sitzt. 70,2 Prozent der Befragten lehnten die Beteiligung des Fonds ab.

Der IWF hat zuletzt am Wochenende versucht, die Ängste der griechischen Öffentlichkeit zu dämpfen. "Wir versuchen, den Griechen zu helfen", betonte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn bei der Frühjahrstagung der Institution, die stark von der Debatte um die Schuldenkrise des Mittelmeerstaates geprägt war. Viele Griechen befürchten harte Sparvorgaben des Fonds als Bedingung für die in Aussicht gestellte Hilfe. (APA/Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 137
1 2 3 4
Schlapsi
00
28.4.2010, 13:07
Griechen sollen in die Türkei betteln gehen

Ich versteh das nicht. Wenn sie die Hilfe nicht wollen, dann sollen s doch verhungern oder in die Türkei betteln gehen. Warum will sie die EU unbedingt zwangsernähren.

Keke88
00
28.4.2010, 10:53
Weg mit diesen Schmarotzern!

Jeder ist seiner Glückes Schmied.
Das gilt auch für Griechenland.
Warum soll das Volk für solche hausgemachten Pleiten gerade stehen?

picadilly
01
28.4.2010, 10:00
Gedächtnis einer Stubenfliege!!

Zur Erinnerung: Banken haben mit vollstem Risiko spekuliert und höchste Gewinne eingefahren, und wenn es schiefging, dann sprang der Staat (=Steuerzahler) ein.

Und dieselben Ratingagenturen, die die Krise mitverursacht haben, "raten" gerade Griechenland in den Keller, und Investmentbanken / Hedgefonds, die seit Monaten darauf spekulieren, dass Griechenland pleitgehen (und die auch die Ratingagenturen finanzieren) werden Milliarden verdienen, die wieder die Steuerzahler finanzieren müssen.

Also, darauf zu vertrauen dass der Durchschnittsbürger rasch vergisst ist (wie in der Politik) ist wirklich eine wirksame Strategie.
Denn natürlich hat Griechenland Fehler gemacht, aber das Problem sind nicht die Griechen, sondern ganz andere.

http://www.zpa.at
10
28.4.2010, 08:35

- in Griechenland können wir jetzt beobachten, wie wieder einmal die Demokratie von einer Diktatur abgelöst wird, - sehr lehrreich !

Al Bundy
31
28.4.2010, 07:11
schon ein dämliches volk. vor mehreren tausend jahren das aushängeschild der zivilisation und jetzt nur mehr ein faules uneinsichtiges pack!

Schlapsi
11
27.4.2010, 22:20

Ein Generalstreik ist der Beitrag der verantwortungslosen kriminellen Gewerkschaften zur Sanierung des Landes.

http://www.zpa.at
10
28.4.2010, 08:37

- und an der Spitze der Streikbewegung marschieren die Gewerkschaften des Öffentlichen Sektors !

Chappy
22
27.4.2010, 21:08
Generalstreik jetzt!

Die EU und der IWF versuchen Griechenland unter die Knute eines neoliberalen Ausbeuterregimes zu pressen. Die GriechInnen lassen sich das nicht gefallen. Der Wohlfahrtsstaat darf nicht fallen. Stop dem neoliberalistischen Imperialismus! Die Ami dürfen sich sputen.

wer wenn nicht er
01
28.4.2010, 08:45
Man kann ja auch Steuern erhöhen

Ausgaben eines Sozialstaates, aber Steuern wie ein neoliberales Musterland... das gibt es eben leider nicht.

Die Griechen müssen sich entscheiden. Und zwar JETZT.

Sie und ich können auch nicht leben wie ein Generaldirektor, aber zugleich nur halbtags stressfrei arbeiten. Das geht nur kurz - auf Kredit.

Da wird Ihnen streiken nicht helfen: Am Ende müssen Steuereinnahmen und Staatsausgaben in Einklang sein. Das zahlt IMMER die breite Masse. Das Christkind gibt es nicht - auch nicht im griechischen Finanzministerium...

Wobei: Kurzfristig kann man vielleicht noch was privatisieren. Aber das wäre ja auch wieder "neoliberal".

Vielleicht sollte man mal ein paar hundert neue Beamtenjobs dort schaffen: STEUERFAHNDER...

Zitteraal
10
28.4.2010, 00:50
Pleite

Gute Idee, lassen wir die Griechen endgültig pleite gehen. Dann gibt´s weder Pensionen noch Gesundheits- oder Sozialsystem. Viel Spaß!

Stephan1840
00
28.4.2010, 09:00

kannst ja gerne deine Pension dafür hergeben, oder?

Schlapsi
11
27.4.2010, 22:16

Na, und was dann? Glaubst Du, dass dann die Stunde der von Euch ersehnten Revolution kommt und sich das Paradies für die Werktätigen öffnet. Eure Ideoóigie ist am Misthaufen der DDR und ihrer Genossen gelandet, bevor es zur großen Hungersnot kam.

Mr.URNs
00
27.4.2010, 20:26

naja, die eu-hilfe hat sich mit dem neuen s&p ranking wohl sowieso erledigt...

Seminole Eagle Chief
04
27.4.2010, 19:55

Da paart sich offenbar Nationalstolz mit Realitätsverweigerung...

Der vierte Lemming von links hinten
03
27.4.2010, 15:39
Irgendwie herzig

die Kombination Ahnungslosigkeit und Stolz. Da hat anscheinend noch keiner eine Zahlungsunfähig eines Staates miterlebt.
Ich zum Glück auch nicht, kann mir aber die Folgen in meiner Fantasie ausmalen und wäre sehr dankbar, wenn Anstrengungen unternommen werden, damit dies nicht geschieht.

DPfand
00
27.4.2010, 15:37
Der Lissabon-Vertrag

müsste in einer Konferenz der Staats-und Regierungschefs in Sachen Verlassen der Eurozone geändert werden. Noch im Mai!

Man sollte den Griechen die Möglichkeit geben, wieder die Drachme einzuführen.
VG

Dreistein
 
00
27.4.2010, 15:49

Hier geht es nicht um den Lissabonvertrag, hier geht es um die Währungsunion. Weder die Briten, noch die Dänen oder Schweden, samt Polen und andere Nichteuroländer haben mit der Währungsunion etwas zu tun, wohl aber mit dem Lissabonvertrag.

Alpenrambo
12
27.4.2010, 14:48
Griechenland - das Kärnten Europas!

Odr?

Dreistein
 
01
27.4.2010, 15:46

Kärnten, die Griechen Österreichs. Wie aber benennen wir schon bald Niederösterreich? Die Italiener Österreichs? Würde nämlich gut passen - von wegen verschuldet und einen Mafiapaten als Chef.

Avalancha
00
27.4.2010, 14:23

Ich empfehle den Hellenen Peter Zwegert - aber ohne Schuldenerlass sondern mit Schuldturm - lol.

Dreistein
 
11
27.4.2010, 14:13
Wieso lässt man den Griechen nicht ihre Selbstständigkeit.

Sollen Sie doch selbst aus ihrer Krise herausfinden. Ein niedrigerer Eurokurs würde obendrein auch die Exporte in ganz Europa begünstigen, dafür aber die Importe verteuern, volkswirtschaftlich also durchaus wünschenswert.

Letztendlich könnte man Griechenland auch aus der Währungsunion werfen, wo sie ohnehin nie etwas zu suchen gehabt haben und nur durch List und Betrug hineingekommen sind. Mit Recht könnten nun auch andere Länder, die die Konvergenzkriterien nicht erfüllt haben, fordern, ebenfalls aufgenommen und gestützt zu werden.

ExBeamter
00
28.4.2010, 09:04
Denk mal nach, niedriger Eurokurs = Höhere Energiekosten

Dreistein
 
00
28.4.2010, 18:39

Höhere Energiekosten würde sparsamen Umgang erfordern und den Umstieg auf erneuerbare und somit heimische Energie bedeuten.

Norbert Müller
 
01
27.4.2010, 15:09
auf ihr posting kann man nur eines sagen...

...die ganze sache ist wohl etwas komplexer.

Dreistein
 
12
27.4.2010, 20:15

Die Sache ist noch wesentlich komplexer, als wir uns das jetzt noch vorstellen können. Ein Ende mit Schrecken wäre daher besser als ein Schrecken ohne Ende. Denn jeder Cent nach Athen vergrößert die Schulden Griechenlands, das nicht mehr zahlungsfähig ist und diese Schulden nicht mehr zurückzahlen kann. Hinzu kommt, dass der Bevölkerung und hier besonders den üblichen Verdächtigen, also die Beamten, die Situation nicht bewusst ist und eine EU HIlfe glattweg ablehnen. Bei einem Staatsbankrott würden zwar die geldgebenden Banken zur Kasse gebeten werden, die sitzen aber nicht nur im Euroraum sondern auch in den USA -Goldmann Sachs z.B. - und warum sollten gerade wir dafür sorgen, dass die keinen Verlust einfahren.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 137
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.