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Die zunehmende Verbreitung des Hybridantriebs und die auf hohem Niveau schwelende Diskussion um das Elektroauto bringen nicht nur technologisch bedeutende Änderungen. Die ganze Gesellschaft ist gerade dabei, sich zu wandeln, ihr Verhältnis zum Automobil zu korrigieren.
Wir sehen es daran: Je höher entwickelt eine Konsumgesellschaft ist, umso weniger spielt das Auto als Statussymbol eine Rolle. Aber auch technisch läuft eine gewaltige Umwälzung ab: Früher waren Maschinenbau und Elektrotechnik zwei grundverschiedene Disziplinen mit mehr Berührungsängsten als Gemeinsamkeiten. Das Auto war fast ein Jahrhundert lang ein Kind der Maschinenbauer. Der elektrische Schaltplan eines VW Käfer war für einen Elektrotechniker reinste Lächerlichkeit.
Doch dann kam der Computer und revolutionierte die Konstruktion, und immer mehr Leute, die sich mit Strom besser auskannten als mit Eisen, sickerten in die Automobilbranche ein. Mittlerweile ergibt die Liste der automobiltechnischen Kongresse ein gewandeltes Bild. Die klügsten Köpfe der Welt treffen einander immer öfter zu Themen, die mit Maschinenbau immer weniger zu tun haben: Elektro-, Hybridantrieb, Speichertechnologie etc.
Allerdings steht kommenden Donnerstag und Freitag beim Wiener Motorensymposium zum 31. Mal der Verbrennungsmotor im Vordergrund. Und das ist nach wie vor wichtig, weil die meisten der schlauen Konzepte weiterhin einen Verbrennungsmotor als Grundlage haben werden, und der muss so sauber und sparsam sein wie nie zuvor. So schnell wie es manchmal aussieht, wird die Elektrifizierung des Automobils auch nicht voranschreiten. Das Elektroauto ist sehr häufig nämlich nicht die beste Lösung. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/23.4.2010)
solange die speicherung beim e-auto nicht vernünftig klappt wird es keines geben. jetzt werden mal plug-in systeme kommen.
so nebenbei. das e-auto ist bei berücksichtigung des co2 wertes bei der energiegewinnung klar hinter einem modernen vkm, das beweisen sogar studien von grünen politikern (die sind ja meistens keine vkm freunde).
Der war net schlecht.
Ich find ja das dauernde "des geht ja net" is das eigentlich leidige an der ganzen debatte. De facto geht einiges, wenn nur der Spritpreis hoch genug steigt, was bei einer Verdoppelung der KFZ auf der Welt bis 2030 (lt. EU-Kommission) auch sehr wahrscheinlich ist.
Dass die Kinderschuhe der Elektromobilität bereits fast Konkurrenzfähig zum seit 100 Jahren perfektionierten VKM sind find ich jetzt einfach einmal als Beweis der Machbarkeit - der Kostendruck wirds richten.
meint
Zarathustra
aus div. besprechungen und hab immer eine dementsprechende antwortpalette parat ';)
denk ich auch. und wenn auch die ölmultis die batteriepatente zamkaufen... irgendwann wirds schon passieren, auch wenns anfangs mit oberleitung ist ;)
aber in Relation wird das Fahren mit Strom billiger.
Nehmen wir Hausnummer an, pro km koste das Fahren mit Strom 1/4 vom Benzinfahren.
Bei Treibstoffpreisen von 1 EUR tut sich niemand ein Elektroauto an, man würde sich nur 75ct ersparen. Bei einem Treibstoffpreis von 4 EUR würde man sich aber 3 EUR ersparen, dann wird es langsam interessant.
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