Sprays sind ungefährlicher als Tabletten
Melkof/Berlin - Eigentlich soll eine Schwangerschaft die spannendste Zeit für eine werdende Mutter sein. Bei einer ernsthaften Erkrankung sind diese neun Monate aber auch immer von Sorgen und Ängsten geprägt. "Besonders bei Asthma ist die Angst groß, das Baby könnte im Mutterleib nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden", so Arne Menzdorf vom Allergie-Netzwerk myAllergo.de in einer Aussendung. Zudem frage sich jede Mutter, ob die starken Medikamente nicht dem ungeborenen Kind schaden können. Der Allergie-Experte rät trotzdem davon ab, die medikamentöse Behandlung eigenmächtig abzubrechen. "Wird das Asthma nicht oder nicht ausreichend behandelt, kann es sich nicht nur auf das Kind auswirken." So können Mütter beispielsweise von schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck, extremer Übelkeit oder sogar vorzeitigen Wehen betroffen sein.
Ist regelmäßige Medikamenteneinnahme gefährlich für das Kind?
"Studien zeigen, dass die meisten Asthmamedikamente sicher in der Schwangerschaft eingesetzt werden können", erklärt Menzdorf. Zudem könne eindeutig gesagt werden, dass die Gefahr einer Schädigung des Kindes durch einen Asthmaanfall viel höher ist. Generell sind Sprays die bessere Wahl, da durch das Einatmen eine geringere Menge der Wirkstoffe zum Baby gelangt als bei Tabletten. Der Experte rät Patientinnen, gemeinsam mit dem Arzt einen individuellen Therapieplan zu erarbeiten. "Wer vor der Schwangerschaft eine Hyposensibilisierung begonnen hat, sollte sie auch weiterführen - vorausgesetzt, es sind bisher keine Beschwerden aufgetreten." Hängt das Asthma mit einer Reaktion auf Hausstaubmilben zusammen, sollten die werdenden Eltern auf sogenannte Encasings ausweichen. Hier können zum Beispiel die Encasings von Allergo Natur empfohlen warden, die im TÜV-Test vom März 2010 ein Qualitätssiegel erhalten haben. Diese Allergiebettwäsche wird auch von allen Krankenkassen bezuschusst.
Wie wirkt sich Asthma auf das Baby aus?
Ganz klar ist: Asthma macht eine Schwangerschaft kompliziert. Je nach Schwere der Erkrankung kann sich das Asthma auch erheblich verschlechtern. "Verantwortlich ist das Schwangerschaftshormon Progesteron, das die Entzündungsreaktionen im Körper verstärkt", erklärt Menzdorf. Ist das Asthma jedoch gut eingestellt, erhöht sich das Risiko für Mutter und Kind nur sehr wenig. "Um sich gut entwickeln zu können, braucht das Baby vor allem eine ununterbrochene Sauerstoffversorgung. Leidet die werdende Mutter unter Atemnot, wird sich das auch auf das Baby auswirken", so der Mediziner. Enthält das Blut dann nicht mehr genügend Sauerstoff, könne es zu Wachstumsstörungen und sogar Fehlbildungen kommen. "Oberstes Ziel", so
Menzdorf "ist es deshalb, das Asthma bestmöglich zu kontrollieren und Asthmaanfälle zu vermeiden." (red)