Erste Hinweise auf Marktbelebung

26. April 2010, 12:06
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Zwölf Prozent mehr Jobs im Quartalsübergang, aber 19 Prozent weniger im Jahresvergleich

Wien - Um zwölf Prozent hatte sich das Jobangebot für IT-Fachpersonal im letzten Quartal des Vorjahres reduziert, um zwölf Prozent hat es laut aktuellem it-indikator1 im ersten Quartal dieses Jahres wieder zugelegt. "Ob das schon wieder der konjunkturelle Gegenhang nach durchschrittener Talsohle ist, wird sich zeigen," will Personalberater Robert Fitzthum in einer Aussendung keinen verfrühten Optimismus aufkommen lassen.

Der Gesamttrend

Immerhin hat die globale Krise der letzten beiden Jahre auch am heimischen IT-Sektor knapp ein Drittel des Jobangebotes gekostet. Nachdem das Angebot nach der "dot.com-Krise" 2002 bis 2008 - mit einer leichten Delle im Jahr 2007 - konstant gewachsen und sich mehr als verdreifacht hatte, ist die Zahl der aus-geschriebenen Stellen binnen eines Jahres um gut 30 Prozent von 19.488 (2008) auf 13.448 (2009) eingebrochen.

Das offenbart auch der Jahresvergleich (-19 Prozent) des soeben abgelaufenen 1. Quartals mit dem damals noch starken Jahresbeginn 2009. Duster präsentiert sich die Bilanz vor allem für Vertriebler/-innen (-65 Prozent), IT-Leiter/-innen (-52 Prozent), SAP-Fachleute und Systembetreuer/-innen (je -31 Prozent) sowie Spezialist/-innen für Datenbanken (-25%). Ein leichtes Wachstum gegen den Markttrend im Jahresvergleich können Software-Entwickler/-innen (+4 Prozent) sowie Fachleute für Support und Netzwerk (je +3 Prozent) vorweisen.

Der aktuelle Quartalstrend

Es sind die beiden größten Job-Segmente, die von der jüngsten Belebung des Marktes auch am meisten profitiert haben: Software-Entwick-ler/-innen (+26 Prozent Angebote, 36 Prozent Marktanteil) und Support-Fachleute (+25 Prozent, 16 Prozent Marktanteil). Ebenfalls im Aufwind: Netzwerk-Techniker/-innen (+23 Prozent), endlich auch wieder - nach mehr als halbiertem Angebot von 2008 auf 2009 - Vertriebler/-innen (+12 Prozent), IT-Projektmanager/-innen (+7 Prozent) und SAP-Fachleute (+7 Prozent). Einen nach wie vor rückläufigen Markt fanden Systembetreuer/-innen (-17 Prozent), Spezialisten/-innen für Datenbanken (-7 Prozent) und IT-Leiter/-innen (-28 Prozent) vor.

Silberstreif(en) am Horizont? Positiv sieht Fitzthum den jüngsten Anstieg der Nachfrage nach Softwareentwicklern und Netzwerkern: "Das lässt sich als deutlicher Hinweis werten, dass wieder vermehrt Projekte in Angriff genommen werden." (red, derStandard.at)

it-indikator

Der it-indikator beobachtet im Quartalsabstand das Jobangebot für IT-Fachkräfte in den führenden
Print- und Online-Stellenmärkten: Kurier, Der Standard, Presse; jobpilot.at/monster.at, karriere.at, derStandard.at.

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13 Postings
Belebung

Die Händeringer sind da! Hamma schon wieder Saure-Gurken-Zeit?

Bin verwirrt. Aus dem Artikel geht nicht klar hervor, ob händeringend ja oder nein.

Super - und da bei der SIS von Siemens einige Entwickler gehen dürfen, qird man auch nicht händeringend suchen müssen...

Siemens-IT

Wie passt eigentlichdieser IT-Indikator mit dem Faktum zusammen, dass alleine bei den Siemensianern einige 100 hochbezahlte Software-Entwickler-Jobs weggefallen sind?

Je mehr man diesen Artikel hinterfrägt, desto mehr wird offensichtlch: Das ist eine klassisch geschobene Sache und offensichtlich eine Zeitungsente. Eventuell auch nur eine verdackte bezahlte Anzeige der IV und Co.

eher eine Auswertung der angebotenen Stellen. Dass auf der anderen Seite bei einigen Firmen Leute gekündigt werden, ist ja eine andere Sache.

Bitte bei solche "Abschätzungen" und "Trend"

unbedingt immer die durchschnittliche Entlohnung, in Vergleichen zu Vorjahren entsprechend inflationsbereinigt, mit angeben. So sind diese Jubelmeldungen leider ohne Aussage.

Denn es ist ja wohl wenig toll, wenn nur irgendwelche 5.- Euro/Stunde Jobs und Halbtagsjobs oder gar nur geringfügig angestellt auch in der IT boomen.

Zwölf Prozent mehr Jobs

und 50 % mehr Tschopperln.

diese 12% jobs kennen wir eh alle

Word-Überschrift-Einsteller, Netzteil-Auswechsler, User-Anleger, Maus-Pfleger, HTML-Text-Copy-Paster, Druckerpapier-Manager, VorOrt-Power-Knopf-Drücker und Palmwedler für den Vertrieb.

und jetzt nochmal in Personalerdeutsch:

service-desk-manager, 2nd-level-technician, operations-manager, IT-administrator, HTML-developer und IT-consultant

Telephondesinfizierer hast vergessen

Die waren sind und werden sein auf Golgafrincham

,-)

Und nächste Woche kommt dann der Artikel

mit dem "händeringend gesucht", oder?

Nein

Zuerst kommt ein Artikel, das mit Hilfe eines großen internationalen Softwarekonzerns 15 lanzeitarbeitslose Mag. (internationale Entwicklung) zu IT-Fachleuten ausgebildet werden um dem drohenden Facharbeitermangel entgegenzuwirken.

Händegerungen wird dann erst nachher, wenn Fitzhum et al. wieder an der Reihe ist.

an der Reihe sind - wir sollten doch nicht das Vorurteil bestätigen, dass EDVler nicht Deutsch können.

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