Spukhaus Ungarn: Die Geister, die "wir" riefen

Marco Schicker, 25. April 2010, 19:37

Und die Frage, wie man sie wieder loswird: Gegen die rechtsextreme Gefahr hilft nur Rückbesinnung auf den demokratischen Konsens

Eine Zweidrittelmehrheit für die Regierung ist diesem Projekt nicht eben förderlich

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Seit im April in der Budapester Parteizentrale von Jobbik die Korken knallten, weil man mit 16,7 % nicht nur klar den Parlamentseinzug schaffte, sondern auch die Zahl der Stimmen gegenüber der Europawahl 2009 verdoppeln konnte, fragt man sich vor allem in Westeuropa besorgt, was der Aufstieg der Rechtsextremisten zur drittstärksten politischen Kraft des Landes bedeuten wird. Muss man Angst um die Demokratie in Ungarn und die dortigen ethnischen und kulturellen Minderheiten haben?

Jobbik ist keineswegs einfach ein Zeitphänomen wie das der Wahlsieger vom nationalkonservativen Fidesz, Ungarns zukünftiger Regierungschef Viktor Orbán, kürzlich vor internationalen Pressevertretern mit Verweis auf das Erstarken ähnlicher Parteien in West- wie Osteuropa abtun wollte. Im Gegenteil, Entstehung und Aufstieg von Jobbik und Garde bestätigen einmal mehr die Mechanismen, die immer schon zur Entstehung von faschistischen Bewegungen führten und führen, woran die Verharmlosung und das wahltaktische Kalkül der Kräfte Rechts von der Mitte keinen geringen Anteil haben.

Der eigentliche Urknall und Nährboden für Jobbik wurde jedoch von den ungarischen "Sozialisten" geliefert. Er geht zurück auf die 2006 berühmt gewordene "Lügenrede" des damaligen Premiers Ferenc Gyurcsány, in der er (eigentlich nur intern) eingestand, dass er und seine Partei das Volk systematisch belogen haben, um den Wahlsieg erringen zu können. Die Kassen seien längst leer gewesen, die Politik der Regierung, Wohltaten und Versprechen waren verantwortungslos. In Folge dieser selbst initiierten Entlegitimisierung kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen in Budapest und einer Verlegung der Politik vom Parlament auf die Straße. Die aufgeheizte Stimmung machte sich das Fidesz zu Nutze um eine "Bürgerbewegung" zu installieren, die der jahrelangen Totalblockade und Fundamentalopposition, die das Fidesz seit seines Machtverlustes 2002 betrieb, einen basisdemokratischen Anstrich zu geben.

Die radikaleren Elemente dieser Zeit sammelte Jobbik auf und fütterte sie sodann mit allem was das nationalistische und chauvinistische Buffet hergab. Das fiel auch nicht schwer. Denn die sachferne Konfrontation zwischen den großen politischen Blöcken führte schrittweise zu einer Aufkündigung des demokratischen Konsens im Lande. Die Ungarn hatten nicht nur das Gefühl, von ihren politischen Vertretern nicht ernst genommen zu werden, sie wurden tatsächlich betrogen. Selbstbedienung von Amtsträgern, Verschwendung und Diebstahl in Staatsbetrieben, Intransparenz und Korruption auf praktisch allen Ebenen, in denen sich Wirtschaft und Politik begegnen. Eine Elite bereichert sich, die Masse schaute in die Röhre, so die Einsicht der Ungarn, die sich mit den Erfahrungen der Vorfahren unter Sowjetherrschaft, unter dem kaiserlichen Österreich, ja bis unter die Türken, deckt.

Die schwierige Lage wurde ab 2008 durch die Wirtschaftskrise befeuert, die Ungarn besonders hart traf. Nun war eine "Expertenregierung" am Werk, zur Hälfte Wirtschaftsprüfer, zur Hälfte weiterhin MSZP-Funktionäre, die nur noch Notmaßnahmen als Vollstrecker der IWF-Retter umsetzen konnten. Gespart wurde vor allem im sozialen Bereich. Wieder fühlten sich die einfachen Bürger als Verlierer.

Da verwunderte es wirklich nur noch Uninformierte, dass die alten Ressentiments von der Fremdbeherrschung durch ausländische Konzerne und "israelische Geschäftemacher" , die "wachsende Zigeunerkriminalität" , die Ausplünderung durch Kommunisten und die Dekadenz alles "Unungarischen" (neben Juden und Roma sind da auch Homosexuelle gemeint) sowie der unsägliche Revanchismus (Stichwort: Trianon, die ung. Versailler Verträge) auf breiteren Widerhall trafen.

Der Antisemitismus stellt dabei eine klassische Projektionsfläche dar, fast wie aus dem grausigem Lehrbuch der Geschichte. Es spielt keine Rolle, dass die rund 100.000 jüdischen Bürger Budapests zum größten Teil völlig assimiliert und - ebenso wie die große jüdische Bürgerschicht vor dem Holocaust - durchaus ungarische Patrioten sind. Sie wurden den Jobbik-Ideologen nützlich für eine Identitätsfindung durch Ausschluss, weil man sonst "den Ungarn" und "das Ungarntum" rassisch nur schwer eingrenzen kann.

Parteichef Gábor Vona, ein ehemaliger Geschichtslehrer, hat in einem Interview klarzustellen versucht, dass er nicht "antijüdisch", höchstens "antiisraelisch" ist und fürchtet, dass Ungarn nicht nur aufgekauft wird, sondern, sollten die Spannungen mit den arabischen Nachbarn fortdauern, von Israelis auch besiedelt wird. Er und seine wichtigste Mitkämpferin, die zur eitlen Hysterie neigende EU-abgeordnete "Menschenrechtsprofessorin" Krisztina Morvai, sehen "die Ungarn" allen Ernstes in der Rolle des fremdbestimmten palästinensischen Volkes. Und dies ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus dem irrwitzigen Propagandarepertoire von Jobbik, das von der Infragestellung der finnougrischen Herkunft, über verfälschenden Kult um die Arpaden und die Stephanskrone, die Verherrlichung der Zeit des mit Hitler verbündeten Reichsverwesers Horthy, die Nutzung von Symbolik und Martialik der faschistischen Pfeilkreuzler bis hin zu "Vorsicht Juden"-Plakaten in den Schaufenstern von Provinzpolitikern der Partei reicht.

Besonders etabliert ist Jobbik, mit Wahlergebnissen bis und über 30 %, in jenen Regionen, wo viele Roma leben. Rund 600.000 bilden Ungarns größte ethnische Minderheit. Sie leben zum großen Teil ausgesondert und chancenlos an den Rand gedrängt, resigniert in einem Land, das sie systematisch asozialisiert hat. Nicht nur die Rechten halten sie für Fremdkörper. Antiziganismus ist in Ungarn 2010 allgemeiner Konsens, durch Bekenntnis oder Unterlassung, für die Betroffenen macht das keinen Unterschied.

Für den "Schutz" vor "Zigeunerkriminalität" hat Jobbik die "Ungarische Garde" gegründet, die zwar mittlerweile verboten wurde, was aber niemanden dort bekümmert. Märsche durch Romaviertel schürten Angst und eine Pogromstimmung, die zu einer Anschlagserie führte, die bisher acht Todesopfer und etliche Verletzte, noch mehr Traumatisierte und eine weitere Ausgrenzung kostete. Die Stimmung die Jobbik schürte, befördert durch das Versagen der Regierenden und das Kalkül der Opposition, kostete also schon Menschenleben.

Knapp 800.000 Ungarn, also fast 10 Prozent der Gesamtbevölkerung gaben der Partei Jobbik bei den gerade abgehaltenen Parlamentswahlen ihre Stimme. Die Partei "Bewegung für ein besseres Ungarn" beschreibt sich selbst als "prinzipientreu, konservativ, radikal patriotisch, christlich" und will "ungarische Werte und Interessen" schützen. Dabei legt sie mit großem kommunikatorischen Aufwand wert auf die Feststellung, dass sie weder neonazistisch noch rechtsextrem ist. Auftreten, Pläne und Worte der Führer und die Taten der Anhängerschaft sprechen eine andere, sehr deutliche Sprache. Jobbik ist neonazistisch und gefährlich. Jobbik ist die Schande Ungarns und Produkt des Versagens der politischen Eliten. Jobbik ist kein Kollateralschaden einer wachsenden Demokratie, sondern Konsequenz des Primats der Ökonomie über die Politik, das auch die EU vertritt und deren Integrationspolitik den Binnenmarkt vor die Zivilgesellschaft, also den Kapitalismus über den Humanismus stellte, weil es zu Hause bisher so gut gegangen war. Jobbik ist somit auch Ergebnis der Arroganz des Westens gegenüber den Menschen im Osten, die man mit einem System ohne Bedienungsanleitung allein gelassen hat, obwohl man wissen sollte, dass ein zügelloser Kapitalismus zum Ausschlagen neigt.

Jobbik wird durch die parlamentarische Vertretung lauter vernehmbar werden. Begegnen kann man dieser wachsenden Gefahr nur durch eine Rückkehr zum Grundkonsens zwischen den demokratischen Kräften, einschließlich einer Minimalkooperation im Parlament.

In der Pflicht steht in erster Linie der große Wahlsieger Viktor Orbán mit seinem Fidesz. Er muss nun politische Reife beweisen. Man kann nur hoffen, dass der machtbewusste Politiker erkennt, dass revanchistische Parolen an der slowakischen Grenze und das ständige Wedeln mit der Nationalflagge weder ihm noch dem Land Nutzen bringen, sondern nur die Radikalen bestätigt. Ob eine Zweidrittelmehrheit, die keinerlei Kooperation mit und keinerlei Abgrenzung zu anderen Parteien erfordert, dabei hilfreich ist? Autokratisches Durchregieren könnte den zum nationalen Widerstand stilisierten Ungeist der Rechtsextremisten auch befeuern.

Doch auch die noch schwache Zivilgesellschaft in Ungarn gehört endlich unterstützt. Und zwar weit über die steuersubventionierten kalten Demokratiebuffets der Niederlassungen deutscher Parteienstiftungen hinaus. Es war für ungarische Verhältnisse ein erstes deutliches Zeichen der Gegenwehr, dass sich am Holocaust Memorial Day am 18. April über 10.000 Menschen am Budapester Donauufer versammelten. Auch der Einzug der alternativen Partei LMP ("Eine andere Politik ist möglich") ist mit 7,5 % in der aufgeheizten Stimmung dieser Tage ein Momentum der Hoffnung, der noch viele weitere folgen müssen.

Die jüdische Gemeinschaft, die Roma und die anderen in ihrer Religion, Herkunft oder Lebensweise angegriffenen Gruppen gaben sich - einmal mehr - der bürgerlichen Naivität hin, Schweigen und Unauffälligkeit, intellektuelle Larmoyanz oder die Darstellung von Sonderrollen seien hilfreiche Taktiken. Im Gegenteil, sie alle müssen sich gemeinsam als Bürger eines Landes mit gleichen Rechten und gleichem Anspruch auf Entfaltung artikulieren und ihren politischen Eliten spürbar auf die Finger klopfen. Nur dann wird man das Leben der Mehrheit der Ungarn verbessern und damit auch die Minderheiten schützen. Wird das Land so eine Perspektive von Normalität und Stabilität erhalten, wird auch der Ungeist von Jobbik und Co verjagt, der auch entstanden ist, weil "wir" Bürger die Kontrolle über unser Leben den falschen Kräften überlassen, uns in eine selbstgewählte Unmündigkeit begeben haben. (DER STANDARD, Printausgabe 26.4.2010)

Zur Person:

Marco Schicker (Jg. 1971) lebt in Budapest und Wien und ist Chefredakteur der renommierten "Pester Lloyd", die seit dem Vorjahr als deutschsprachige Online-Tageszeitung für Ungarn und Osteuropa erscheint.

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    Posting 1 bis 25 von 44
    1 2
    Frodo Der Hobbit
    00
    eher modellgebend!

    diese struktur wo rechtsaussen mitterechts vor sich her treibt, macht doch schon in vielen ländern furore.

    teilweise verdanken wir das heftigem umdefinieren.

    * seit der neocon- und thinktank propaganda, und deren huntington geschwafel und feindbildhypes, ist doch ein grossteil der bisher eher marginalisierten und unsicheren von "identität" nur so besoffen! damit haben sie eine rutschbahn zum ethnischen radikalnationalismus gelegt.

    * nicht genug, ein hauptgrund dass die ungarn auf die russen so sauer waren, ist nicht der kommunismus an sich, sondern dass da ein verkappter nationalismus und ein auswärtiges chauvitum über sie herrschte.
    doch die propaganda klebt auf jedes problem der vergangenheit das schild "kommunisten".

    Avenarius Baumwax
    01
    26.4.2010, 20:39
    ich weiß nicht...

    ob der standard darüber berichtet hat, aber der fidesz hat von seinen wahlhelfern listen von sympathisanten und gegnern anfertigen lassen - das wurde von lajos kósa in einem interview mit der fernsehanstalt atv indirekt zugegeben. es gibt auch eine tonaufnahme eines gewissen herr kubatov, der in pécs zuständig ist, auf der er meint: "wir wissen genau, wer die kummerl und pensionistenärsche (im original nyugger - von nyugdíjas = pensionist;) sind, die nicht für fidesz gestimmt haben." so weltoffen und anderen meinungen gegenüber tolerant ist also die neue regierungspartei, die über eine 2/3 mehrheit verfügt.

    Kohlhaas1
    00
    26.4.2010, 15:35
    Sieht aus als ob der rechte Bodensatz in JEDEM Land etwa 15-17% erreicht.

    Mehr ist lediglich durch Protest und Wechselwähler möglich aber bestimmt hält sich der Zulauf mit 10% in Grenzen. Hoffentlich.

    gubo2.0
    81
    26.4.2010, 14:06
    und wenn 17%

    die rechts-konservative reichsmutter wählen, ist das nicht bedenklich??
    auch wenn die österreichische linke feiern mag, dass der heinzi beinahe 80% bekommen hat, sind 17% für SO EINE kandidaten einfach zum schämen!
    reaktion aus dem ausland (süddeutsche zeitung):
    "Denn fast 17 Prozent für eine Kandidatin mit einem gestörten Verhältnis zur NS-Vergangenheit ist in einer historisch vorbelasteten Gesellschaft unerträglich"

    Ggg14
    00
    26.4.2010, 16:18

    Falsches Forum???
    Deshalb: rot!

    macmel
    10
    26.4.2010, 15:33
    Bezogen

    auf die Wahlbeteiligung sind das ~8% der Wahlberechtigten.
    8% Kellernazis kriegen die Bayern glaub ich auch zusammen.

    Pauli Feuerstein
    31
    26.4.2010, 14:59
    wen kümmern

    diese linken blätter eigentlich? diese kommentare sind sowas von "am arsch" vorbei .. sorry, aber anders ist das nicht zu beurteilen. interessant ist, dass das beinahe das gesamte linke potential ausgeschöpft wurde (wählerströme analysieren) ;-))

    dieter van teese
    11
    26.4.2010, 14:13

    naja, die einstellung der sz zu österreich ist ja hinlänglich bekannt ...

    Alexander Patjomkin
    00
    26.4.2010, 13:09
    Spukhaus, Erbeben, Teufel und Belzebub.., das alles sollte Ungarn sein?

    Die Staatsverschuldung Ungarns, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Rumäniens und Kroatiens beträgt zusammen etwa EUR 200 Mrd, soviel wie
    die der Österreich.
    In Ungearn gibt es um die Hälfte weniger Grossverbrechen (Mord, bewaffneter Ünerfall usw.)
    als in Österreich.
    Wo ist das Spukhaus? Ein "Ungarnexperte" hat wieder gerülpst.

    Avenarius Baumwax
    00
    26.4.2010, 20:32
    jaja...

    denn ungarn darf man nicht in ihre angelegenheiten hineinrülpsen, denn im rülpsen, aber nur im rülpsen, nicht im TUN, sind sie ja selber weltmeister.

    Fritz Wunderlich
    00
    26.4.2010, 17:23

    allerdings ist das bnp ein anderes, wenn du schon vergleichst, nicht wahr
    prokopfeinkommen, schuldenverteilung - etwas realismus

    kleopatra2
    65
    26.4.2010, 13:00
    Demokratieverständnis haben wohl nicht alle

    Die Ungarn haben sich endlich von der MSZP befreit und können nun berechtigt auf Besserung hoffen.

    Doch die Menschen ohne Demokratieverständnis, verblendete Ewig-Gestrige Kommunisten, Leute die unter der MSZP ungehindert stehlen konnten, korrupte MSZP-ler, vor allem auch Leute die den Staat Ungarn schwächen wollen aus bestimmten Gründen wollen das klare Wahlergebnis nicht akzeptieren.

    Adam Markus
    04
    26.4.2010, 14:09

    Ist es nicht schön immer alle als Kommunisten beschimpfen zu können?

    Im Gegensatz zur Fidesz 2002 hat die MSZP wenigstens ihre Niederlage eingestanden und nicht das Parlament boykottiert; wenn man schon über Demokratieverständnis redet.

    Davon abgesehen frage ich mich wo das ganze Geld für so viele bezahlte Fidesz Kampfposter in diversen Foren herkommt.

    nobody83
    10
    26.4.2010, 18:05

    Ach bitte, das ist jetzt aber schon öde, und zieht sich durch alle ihre Beiträge, die arme MSZP, die zwar Fehler gemacht hat, aber die FIDESZ ist und war ja noch viel schlimmer.

    Bezüglich Demokratieverständis. Die Vorgesehensweise der FIDESZ kann man ruhig antiparlamentarisch nennen, aber auf keinen Fall antidemokratisch, wohl eher basisdemokratisch bis einfach populistisch (von mir aus auch rechtspopulistisch wenns denn beruhigt).

    Und die Niederlage eingestehen, naja, da möcht ich mal echte Reformen in dieser Partei sehen, das wär ein Eingeständnis, inklusive Entsorgung aller Altkommunisten und nun wirtschaftlich Neoliberalen, die sich übrigens personell decken, "sozialistisch" ist diese Partei nicht mal im Ansatz, nicht einmal "sozial

    Fritz Wunderlich
    01
    27.4.2010, 09:55

    na mal sehen, wie ihr auf sturm der fernsehanstalten, straßenblockaden und panzerfahrten reagiert

    Sandor Kocsis
    00
    26.4.2010, 16:51

    wow! Da kann man jetzt Geld damit verdienen? Wo kann ich mich anmelden? Ich Trottel habe das bisher in meiner Freizeit und auch noch gratis gemacht.

    Oder schließen sie von den Methoden der MSZP auf die der anderen Parteien?

    Kann es auch sein, dass die hiesigen Poster nur das Wahlergebnis widerspiegeln?

    kleopatra2
    21
    26.4.2010, 15:43

    Was zahlt man Ihnen so für Ihre Postings - um in Ihrem Stil zu schreiben.

    Adam Markus
    03
    26.4.2010, 12:32

    Ein sehr gutes Kommentar, dem ich mehrheitlich voll zustimmen kann, nur glaube ich nicht, dass diese rechte Massenhysterie so schnell und leicht vergehen wird.

    Bereits jetzt treibt die jobbik die Fidesz vor sich her und mit der 2/3 Mehrheit wird Orbán auch keine Möglichkeit haben seine Schuld am Versagen (und er wird in den Augen seiner Anhänger versagen) auf andere abzuschieben.

    In den nächsten 4-8 Jahren wird die Jobbik stetig zunehmen, was dann kommt will ich mir gar nicht vorstellen.

    bum jacques
    24
    26.4.2010, 11:54

    Eine "Konsequenz des Primats der Ökonomie über die Politik, das auch die EU vertritt."

    Wann platzt die Blase auf dem Markt für einfache Antworten?

    feldmarschall laudon
     
    02
    26.4.2010, 11:50
    Teil 2

    Gesellschaftspolitisch sind fast immer die Regierungen schuld, weil sie Probleme, Ängste von Teilen der Bevölkerung ignorieren und nicht darauf reagieren. Ob nun dieses Problem tatsächlich besteht oder nur von Extremisten hochgeschaukelt wird tut nichts zur Sache – ich muß Lösungen anbieten, oder fundiert und ehrlich Argumentieren, daß hier nur des Erfolges und Aufmerksamkeit wegen dieses Thema thematisiert wird. Wenn meine einzige Reaktion darauf ist die Partei schlecht zu machen ins extreme Eck zu stellen, habe ich das Problem nicht nur nicht ge-löst, sonder neue Teile der Bevölkerung erkennen diese (vermeintliche) Fehlentwicklung und werden in die Hände dieser Rattenfänger getrieben.

    Adam Markus
    12
    26.4.2010, 12:44

    Mit der Jobbik kann es keine Toleranz geben!

    Sie müssen von allen anderen Parteien in die Ecke gedrängt, all ihre fachistischen Pseudo- Argumente massiv entkräftet und wegen Ablehnung demokratischer Grundprinzipien verboten werden.

    Diese Partei ist die größte Gefahr für die Stabilität Osteuropas seit 60 Jahren.

    feldmarschall laudon
     
    03
    26.4.2010, 11:50
    Teil 1

    In vielen Ländern Europas gibt es einen geringen Prozentsatz an unverbesserlichen Rechtsradikalen der normalerweise nicht ins Gewicht fällt. Erst wenn die etablierten Parteien versagen erhalten sie Zulauf und werden zur politischen Größe. Dieses Versagen kann wirtschaftspolitisch (un)verschuldet oder gesellschaftspolitisch sein. In finanziell schlechten Zeiten haben Extreme rechts wie links immer leichtes Spiel bei Wahlen zu punkten, in diesem Fall sind mE die Möglichkeiten relativ gering diese unter der Wahrnehmungsgrenze zu halten.

    Pauli Feuerstein
    92
    26.4.2010, 10:46
    Typisches Zeichen,

    dass die Sozialisten zu lange am Ruder waren!

    spitzenkandidat.2.0.
    07
    26.4.2010, 09:35
    Brillanter Kommentar!

    zauber frau
    51
    26.4.2010, 08:44

    Ich hoffe, dass Ungarn von der EU nicht in Stich gelassen wird, diese Na** haben zuviele Sitze im Parlament.

    Kommentar posten
    Posting 1 bis 25 von 44
    1 2

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