Studien: Gewaltgames machen klüger, Denkspiele nicht

24. April 2010 11:31
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    Foto: archiv

    Ego-Shooter machen angeblich klüger

"Ego-Shooter fördern kognitive Flexibilität"

Computerspiele haben bekanntlich ihre Pros und Contras. Gerade beim Vergleich von Denkspielen und Ego-Shootern könnten die Meinungen und Vorstellungen über ihre Wirkung nicht weiter auseinandergehen. Dass es sich dabei jedoch häufig um Vorurteile und bloße Vermutungen handelt, zeigen zwei voneinander unabhängige Studien. Nicht Denkspiele machen ihre Spieler klüger, sondern Gewaltspiele, so die gewonnene Erkenntnis.

Videogames, die das Gehirn trainieren sollten, verbessern die allgemeine Leistungsfähigkeit nicht. Zwar machen die User im Rahmen von Denkspielen Fortschritte, können diese aber nicht auf andere Bereiche übertragen. Anders verhält es sich mit Gewaltspielen, wie Wissenschaftler der Universität Leiden erörtern. "Unsere Ergebnisse stützen die Vorstellung, dass das Spielen von Ego-Shootern die kognitive Flexibilität fördert", heißt es.

Schärfere Reflexe dank Ego-Shootern

Die Games erfordern von ihren Spielern schnelle Reaktionen und eine flexible Denkweise. "Videospiele trainieren die natürlichen Reflexe", sagt Lorenza Colzato, Universitätsdozentin in Leiden und Autorin der Studie. Davon könnten die Spieler auch im "Modern Life" Gebrauch machen. Sie würden von positiven Effekten auf das Gehirn profitieren, die etwa Multitasking-Fähigkeiten fördern. Die Studie (pdf), die im Fachmagazin Frontiers in Psychology erschienen ist, habe gezeigt, dass die kognitive Flexibilität unerfahrener Spieler stärker gefördert wurde als von Personen mit hoher Spielerfahrung.

Die Wissenschaftler weisen außerdem darauf hin, dass Ego-Shooter nicht gewaltsam machen und zu anti-sozialem Verhalten führen müssen. Kindern würden die Spiele hingegen helfen, die Reflexe zu schärfen und mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen, wovon sie auch in der späteren Berufswelt profitieren könnten. Zudem könne die Aktivität älterer Menschen durch Videospiele gefördert werden. (pte)

 

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Nein Danke!!!
03.10.2010 01:26

Killerspiele verbieten?

Soll das Bundesheer aufgelöst werden oder was???

El Turko
01.05.2010 08:30

noch ein grund mehr, warum regierungen killerspiele verbieten wollen ...

Mathias
 
29.04.2010 13:03
Die Games erfordern von ihren Spielern schnelle Reaktionen und eine flexible Denkweise.

*haha*.. so kann ich auch bei jedem Echtzeit-strategiespiel argumentieren!! Dort ist schnelle Reaktion und flexible Denkweise ja auch gefragt. Dazu noch kommt der "Behüterinstinkt", wenn die blöden Sammler sich wieder mal "verlaufen" ;-)

Komisch nur, daß nicht darauf eingegangen wird, was für Logikspiele das sein sollen? Etwas für 5jährige? Mehr an Kompetenz holt man doch schon seit Jahrzehnten aus Wirtschafts-Strategiespielen heraus ;-)

Kris99
26.04.2010 22:22
Mal eine ganz einfache Frage

Wer hat in seiner Kindheit nicht "Räuber und Gendarm" oder "Cowboy und Indianer" gespielt?

Eben!

Frankenstein
 
22.05.2011 11:10

RAF und Polizei! :D

Ernst Guevara
26.04.2010 21:12
na toll,

eine studie, die von der killerspiel-industrie in auftrag gegeben wurde und daher zu vorhersehbaren "erkenntnissen" gelangt. niemand beisst halt die hand, die einen füttert. demnächst wird sicher eine studie suggerieren wollen, dass killerspiele den pazifismus und respektvollen umgang miteinander fördern und deshalb ein beitrag zum weltfrieden sind. was man nicht alles unternimmt, um von seinem schlechten image wegzukommen und gesunkene verkaufszahlen wieder anzukurbeln.

Vintageologist
 
15.10.2011 18:39

Ich glaube kaum, dass die Verkaufszahlen von Ego-Shootern irgendwo gesunken sind. Der Markt ist extrem riesig.

Aber du bist der beste Beweis für das, was in der Studie gesagt wird: Leute, die keine Ahnung von der Thematik haben, aber davon überzeugt sind, dass das schlecht ist, weil das in ihren Augen ja "so sein muss", sind üblicherweise genau jene, die als erstes "Killerspiele verbieten!" schreien.

Aber bestimmt bist du auch der Meinung, dass dein Namensvetter ein ganz friedlicher und freundlicher war.

Frankenstein
 
22.05.2011 11:14

Du Vollhonk hast den Link zum Paper ganz offensichtlich nichtmal angeklickt, oder bist des englischen nicht mächtig.

RebelAngel
 
16.02.2011 17:53
Kommandant Guevara

hält Abhandlungen über Pazifismus...lieb!

il nerd
03.05.2010 12:00

sie haben wohl auch haschgift zu sich genommen.

Andersen
28.04.2010 18:51

Dummbeutel..."zwei von einander unabhängige Studien".
Und jetzt hoitst de Pappn du Pfosten.

whiterabbit360
28.04.2010 01:11
...fraggen für den Weltfrieden...

@Ernst:... wie gut, dass es immer noch diese Leute gibt, die diese Studien erst nötig machen. Als unglaublich friedliebender, freundlicher, ehemaliger Zivildiener, der trotz mittlerweile zumindest 8 jähriger Killerspiel-Erfahrung noch immer niemanden umgebracht hat (Und für die Ironieresistenten: Ich habs auch in Zukunft nicht vor), bin ich wohl eine der millionen Ausnahmen die durch Spielkonsum nicht zu Attentätern werden.
Und soviel wie die Spieleindustrie umsetzt haben die es mit Sicherheit nicht nötig solche Studien in Auftrag zu geben, zumal gerade mal so an die 10% der erhältlichen Spiele "Killerspiele" sind. Auch wenn man viele Spielinhalte hinterfragen sollte, sind sie vermutlich mehr Beitrag zum Weltfrieden als dein Kommentar.

Vintageologist
 
15.10.2011 18:45
Da kann ich sogar noch einen drauflegen.

Meine Killerspielkarriere dauert ca. so lang, wie es Killerspiele gibt (Doom war 1993 eines meiner ersten und dieses ist ja gemeinhin bekannt als der Vater aller 3D Killerspiele), ich hab keinen friedlichen Zivi, sondern das Bundesheer gemacht, bin im Besitz eines kompletten großen Schranks voller "echter" Waffen und DENNOCH habe ich keinerlei Intention, irgendwen umzubringen.

Wie ist das nur möglich?

Vielleicht ist der einzelne Mensch am Ende sogar noch Herr über seine Sinne und Handlungen... kaum vorstellbar... (naja, im politischen System unseres Herrn Guevara jedenfalls nicht)

Mathias
 
29.04.2010 13:17
zumal gerade mal so an die 10% der erhältlichen Spiele "Killerspiele" sind

Wobei ja bis heute nicht 100% Klarheit darüber herrscht, was überhaupt so ein "Killerspiel" sein soll!

Die einen gehen von Shootern aus. Doch man muß auch ehrlich sein, und jedes Spiel, wo jemand (auch wenn es nur virtuell, egal ob menschlich oder nichtmenschlich bzw. technisch oder künstlich - wie zB bei C&C Deutschland Edition ;-) "getötet" wird, dürfte früher oder später in den Blickpunkt dieser schwammigen Formulierung fallen!

Bei diversen Diskussionen wurden schon Spiele wie "Dragon Age" (nichtdeutsche Version ist grafisch sehr blutig gehalten) als "Killerspiel" tituliert.

Im Grunde bin ich ganz genau Ihrer Meinung, auch wenn ich bei den Gebirgsjägern war und den Umgang mit Waffen gelernt habe :-)

andreas lamers
 
23.08.2010 18:50
ich gebe es zu

ich bin kein shooter spieler. ausnahmen sind wenn man so will WOW und D&D online. aber ich freue mich doch ungemein wenn meine kosaken mit ihren salven die tuerken und georgier in reihen niederschiessen und wenn die sich zur flucht wenden die dragoner, tataren und beritten kosaken sicherstellen das diese armeen meine staedte nicht mehr bedrohen. so gesehen sterben in 45 minuten ca 1000 gegnerische soldaten. (uebrigens hat keinen rassistischen hintegund sonderen einen geschichtlichen, der krimkrieg war nun mal zwischen russland und dem osaminischen reich, so wie osterreich sich mit den preussen pruegelt, ist mir aber wurst, da sind die polen dazwischen)

Naschgul
27.04.2010 21:00

Zum schlechten Image dieser Spiele tragen nicht zuletzt Leute wie Sie bei, die von der Thematik offensichtlich keine Ahnung haben, aber trotzdem ihren Senf dazugeben müssen und in einer Tour rumkrakeelen, dass "Killerspiele" für Amokläufe verantwortlich sind, Jugendliche gewaltbereiter werden lassen und ähnlichen Schmafu. Abgesehen davon möchte ich jetzt endlich mal eine nachvollziehbare Definition, was denn ein "Killerspiel" eigentlich sein soll.

Pari Sienne
27.04.2010 14:34
"Die Killerspiele-Industrie"

Wer genau soll das sein?

aenema_lateralis
 
27.04.2010 09:20
hm

beachtlich, ihre nicht vorhandene ahnung von der thematik. guevara war natuerlich auch jeglicher gewalt abgeneigt und hat immer alles ausdiskutiert gell...

sebaestschn ...
27.04.2010 08:24
ich würde nicht behaupten, dass die ego-shooter absatzprobleme haben

derzeit tut sich recht viel in diesem spielebereich - denke an modern warfare 2 oder battlefield bad company 2, nur um die prominentesten zu nennen.

ich kann aber den artikel nachvollziehen - die derzeitigen shooter erfordern vom spieler mehr denkarbeit und logisches denken als so manche unterrichtsstunde und die teenies sind richtig gut in diesen spielen - nicht nur, weil ihr reaktionsvermögen besser ist; sie lernen die taktiken sehr schnell (lernen am erfolg) und kennen die maps vermutlich besser als die österreichische Landkarte.
lg

Shanajio
27.04.2010 09:46

Ich kenn auch die Lage aller karibischen Städte im 17 Jhdt ( auf jeden Fall von denen die in Pirates! drinnen waren).

Um auf die österreichische Karte zurückzukommen: Man müsste ein Shooter MMORGP machen, das in Österreich spielt. Dann kennen die Kids wahrscheinlich die Lage jedes Dorfs :)

GreyPaladin
27.04.2010 12:26

PS: @Priates.. die Städte hab ich mir nicht alle gelehrt, aber ich kenn wohl noch immer sämtliche "Gründungsväter" und ihre Geschichte von Colonization *G*

GreyPaladin
27.04.2010 12:25

inkl. Höhenlage, umliegende Wälder, Hügel und die jeweiligen Bürgermeister (weil die sind die Lieblingsziele der Sniper *G*)

Matz8472
27.04.2010 07:38

woraus lesen sie, dass die Studie von der Videospielindustrie in Auftrag gegeben worden ist. Aus der Studie selbst (Conflict of Interest Statement) lese ich das Gegenteil. Oder werfen sie einfach mal was in den Raum und schauen was "hängen" bleibt (frei nach der österreichischen Politik)?

mrgreen1
27.04.2010 02:11

Natürlich versucht man von einem schlechten Image, das einem zu unrecht ankleidet, wegzukommen.
Diese Studien sind halt für die paar Sturköpfe gemacht.

Eine Studie, die belegt, dass Killerspiele den respektvollen Umgang miteinander fördern, gibts sicher auch schon. Einen Beitrag zum Weltfrieden leisten sie deshalb auch. Ja.

GreyPaladin
27.04.2010 00:24

Sprach er und bennent sich nach einem Krieger... der war echt gut ;).

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