Terrorismus

"Ich denke, ich hätte Bin Laden töten sollen"

Stefan Brändle, 23. April 2010, 18:22
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    foto: karim ben khelifa/oeil public

    Zur Person:

    Nasser Al-Bahri (38) verbrachte vier Jahre, 1996 bis 2000, als Leibwächter an der Seite von Osama Bin Laden. Er brach vor zehn Jahren mit Al-Kaida und wurde zum ersten CIA-Informanten aus dem innersten Kreis der Terrorgruppe.

Nasser Al-Bahri, Ex-Leibwächter Osama Bin Ladens, verließ Al-Kaida wegen der bei den Attentaten getöteten unschuldigen Zivilisten, sagt er im STANDARD-Interview

STANDARD: Osama Bin Laden wurde schon verschiedentlich für tot erklärt. Wissen Sie Genaueres?

Al-Bahri: Ich bin sicher, dass er noch lebt. Selbst wenn sein Tod nicht sofort bestätigt würde, wüsste man in Jihad-Kreisen Bescheid, und das würde nicht lange geheim bleiben. Er ist wohl in Afghanistan, wo er Al-Kaida - im Unterschied zu anderen Ländern - noch direkt leitet. Dort ist er zudem sicherer als in Pakistan. Wahrscheinlich genießt er den Schutz eines Stammes.

STANDARD: Warum verließen Sie ihn im Jahr 2000?

Al-Bahri: Wir hatten Meinungsverschiedenheiten. Vor allem ertrug ich es nicht, dass bei unseren Attentaten unschuldige Zivilisten starben.

STANDARD: Was war Ihre Aufgabe als Leibwächter Bin Ladens?

Al-Bahri: Ich war sein persönlicher Leibwächter und verantwortlich für seine Garde, die aus Jemeniten bestand. In dieser Funktion organisierte ich all seine Bewegungen außerhalb der Zentrale. Ich trug eine Pistole an mir, die er mir selbst gegeben hatte, mit dem Auftrag, ihn umzubringen, wenn er in Gefangenschaft zu geraten drohe. Er sagte mir: "Ich will nicht in Haft, sondern als Märtyrer sterben. Töte mich mit zwei Kugeln, bevor mich die Amerikaner ergreifen."

STANDARD: Waren Sie jemals nahe daran, ihn zu töten?

Al-Bahri: Die Frage stellte sich überhaupt nur einmal, im Jahr 1999, auf dem Weg zwischen Kandahar und Kabul. Aber ich hätte damals Mühe gehabt, ihn zu eliminieren, er war unser Anführer und mir ein wichtiger Scheich. Heute bedauere ich das; ich denke, ich hätte ihn töten sollen.

STANDARD: Wie würden Sie Bin Laden beschreiben?

Al-Bahri: Er ist ein Mann normaler Erscheinung, immer ruhig, überlegt, der nie die Fassung verliert. Anfangs erschien er mir wie ein idealer Mensch. Er ist hochgewachsen - beim Volleyballspielen muss er kaum springen, um am Netz zu smashen -, mag Pferderennen und spielt gerne Fußball, wobei er seinen Turban nie abnimmt. Auch liest er viel, unter anderem von westlichen Feldstrategen wie de Gaulle oder Montgomery.

STANDARD: Sein Familienleben soll nicht einfach sein.

Al-Bahri: Seine vierte Frau war erst 17, als er sie heiratete. Als sich seine Kinder beklagten, sie sei jünger als sie, entschuldigte sich Bin Laden, man habe ihm gesagt, sie sei schon 30. Mir fiel auf, dass er seine Familie knapp hält. Er sagt ihr, das Geld diene nicht ihr, sondern dem Islam.

STANDARD: Sie verließen Bin Laden vor den Attacken auf das World Trade Center in New York 2001. Wussten Sie etwas davon?

Al-Bahri: Wir hörten natürlich, dass ein großer Coup bevorstehe. Doch selbst im Umkreis von Bin Laden waren nur die wenigsten im Bild. Er selbst ließ ein Satellitenfernsehen installieren, um die Berichte in den westlichen Medien über die Attentate live verfolgen zu können. Die Übertragung klappte aber in den afghanischen Hügeln sehr schlecht.

STANDARD: Trafen Sie Mohammed Atta, das Hirn der Anschläge auf die Twin-Towers?

Al-Bahri: Ja, und das erste Mal an einem geschützten Ort in Pakistan, wo er gerade an einer Playstation saß. In dem Videospiel flog er gerade ein Flugzeug.

STANDARD: Wie waren Sie 1996 mit Al-Kaida in Kontakt getreten?

Al-Bahri: Als ich die Fernsehbilder über die Massaker in Bosnien-Herzegowina, Afghanistan oder Palästina sah, wollte ich am Jihad teilnehmen und als Märtyrer sterben. Ich verließ meine Familie, die wie Bin Laden aus Saudi-Arabien stammt, und trat in Al-Kaida ein. Ich kämpfte in Bosnien, Somalia, Jemen und Tadschikistan, be-vor ich Bin Ladens Leibwächter wurde. (DER STANDARD, Printausgabe 24./25.4.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 192
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Josef Flader
00
??

Wie kommt der Standard auf Guantanomo?!?

wwelv folig
50
25.4.2010, 20:07
Das einzige was mich hier erfreut,

ist die tatsache, das nun selbst die größten hirngewaschenen menschen hier, das märchen geschichterl nicht mehr glauben, von wegen, terroristen undso...

Klar ein paar hängengebliebene wirds immer geben aber wenn die mehrheit einmal eingesehen hat, das nicht alle Menschen gutmenschen sind die ja nur unser wohl im sinn haben, die Medien nur teilweise richtigkeiten verbreitet und oftmals auch die größten 3 taktiken der manipulation verwenden ( Tarnung, Täuschung, Ablenkung ), sind wir immerhin auf dem richtigen weg...

Der Terrorismus ist in etwa so gefährlich wie die Schweinegrippe es war, viel luft zum geldmachen und menschen in angst und schrecken zu versetzen aber keine wahrheit dahinter...

Abu Simbel
 
00
25.4.2010, 14:15
diese computerspiele!

wusst ichs doch, wobei es anscheinend dann doch nicht die egoshooter sind, sondern der gute alte flugsimulator der normale menschen zu muslimterroristen macht!
wo bleibt der fsk aufschrei?

xD

ka-r-li
00
25.4.2010, 13:18

soll der mit hilfe dieses überdeutlichen "passfotos" mit noch extra abgesetzten hintergrund leichter identifiziert werden können?

popokatepetl
11
25.4.2010, 09:55
Und die USA können mir erzählen dass sie ned wissen wo der ist...ist ja lächerlich.

Was wäre denn mit dem "War against Terror" wenn der lieblingsfeind weg wäre? Unerträglich! Und außerdem vielleicht noch ein Kronzeuge der Kollaboration der Geheimdienste zu 9-11....noch unerträglicher. Der typ wird entweder nie gefasst, oder nur tot.

NoahJoan
00
25.4.2010, 09:16

ich kenn ich auch sehr gut, den "idealen menschen"
aber leider ist er nie auf skype online.. sondern nur auf msn...

()
36
25.4.2010, 09:11
Aha. Der ehemalige Bodyguard von Bin Laden ist auf freiem Fuß

Sehr glaubwürdig die ganze Story

pezi1000001
00
25.4.2010, 20:05
naja . .

. . irgendwie muss ja die Geschichte am Laufen gehalten werden.
Aber die ganze Bin-Laden-Kriegs-Geschichte wird schon so peinlich ;-)

Fritz Wunderlich
53
25.4.2010, 14:00

glaubwürdiger als deine postings allemal

()
25
25.4.2010, 17:20
für dich vielleicht

aber zum glück ist nicht jeder so dumm wie du.

Fritz Wunderlich
04
26.4.2010, 15:00


paranoide verschwörungsfreaks wie du leiden bekanntlich an der verkehrung der realität, hehe, nimm deine medis und mach platz

Schnapphahn
01
25.4.2010, 09:58
Wieso nicht?

Hat er was vebrochen?
Er wird sein Insiderwissen schon vor 10 Jahren weitergegeben haben und ist somit draussen.

Klaus Klabautermann
01
25.4.2010, 03:44
Wie hat er denn gekämpft?

Hat er Dumpfgummis überredet sich für den "Jihad" in die Luft zu sprengen?

geek-squad
16
25.4.2010, 01:39
ja eh klar... und ich war sein kostümdesigner...

er lackiert sich auch täglich die fußnägel!
auf seinem gameboy spielt er mit pokemon und auf seinem iPod rennt ABBA auf und ab!

Nikii_
10
25.4.2010, 01:31
einfach wahnsinn

osama bin laden ist schon zu einer
weltmacht geworden. Ich meine ein
weltproblem...=\

heliopolis
03
25.4.2010, 01:01

Was sind das für Terroristen? Spielen Playstation den ganzen Tag... früher war alles besser.

schwarze Leiste
12
24.4.2010, 23:24
A crash course on why 9/11 was an inside job

To most of my regular readers this article will seem ridiculous and pointless. However, it is not meant for them, but for the minority of people whose psychological immune system prevents them from recognizing what is clear (albeit highly disturbing) to sane people, or those whose short attention span prevents them from doing the research they should.

http://tiny.cc/ww1nl

Fritz Wunderlich
31
25.4.2010, 14:02

hehe, die paranoiden erklären alle anderen für gehirngewaschen, müssen sie, zwangsläufig

esenlerus
 
00
24.4.2010, 23:18
Unglaublich

Ein Mann gegen die Welt. Einfach unglaublich.

käptn iglo's rache
14
24.4.2010, 22:45
hi hi!

der wahnsinnig-intellektuelle standard macht mit solchen interviews bei der großen volks-verblödung mit! ;-) man kann nur noch lachen!!

skipper2002
00
24.4.2010, 21:04
ich hätte ihn auch töten sollen

hab damals einen lkw mit der aufschrift"bin laden "gesehn.

Mike Webman
1024
24.4.2010, 20:09
So ein Blödsinn !

Bin Laden ist ein von den USA bezahlter Feinddarsteller im angeblichen Krieg gegen "den Terrorismus".
Daher haben sie nicht das geringste Interesse ihn zu ergreifen oder gar zu töten.
Dieser Märchenonkel hier wird wahrscheinlich auch vom
CIA bezahlt, damit er diesen Quatsch verbreitet.

wwelv folig
01
25.4.2010, 19:58
nicht wahrscheinlich sondern sogar sicher...

Harlan Eiffler
64
25.4.2010, 12:32

I lol'd.

Lang lebe die Dummheit!

Lang lebe die Weltverschwörung!

Lang leben alle, die auf mysteriöse Weise eine so durchtriebene Weltverschwörung sofort durchschauen können!

KrausKorl
 
57
25.4.2010, 02:17
Lang lebe die Weltverschwörung!

Immer wieder erstaunlich, wieviel Zuspruch die krudesten Verschwörungstheorien im standard.at Forum finden.

"Krieg gegen den Terrorismus":
Höchst problematisches Konzept, das häufig misbraucht wird, die Machtpolitik der USA zu verschleiern und in dessen Namen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Aber:

"Bin Laden als von den USA bezahlter Feinddarsteller": Den Kriegstreibern in den USA mag Bin Laden ja durchaus gelegen kommen - aber
es sind gerade verwirrte, paranoide, die Welt wie Bush in ein einfaches Gut und Bösen einteilende Behauptungen wie diese, die jeder berechtigten Kritik den Wind aus den Segeln nehmen.

"von der CIA bezahlt":
gratuliere zu dieser Enthüllung; leider stehts bereits im Artikel ("CIA-Informant")

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