"Ich glaube an Nischen-Blockbuster-Medikamente"

25. April 2010, 19:54
  • Robin Rumler (46) ist Mediziner und seit 1992 in der Pharma- industrie tätig. Er hat für Janssen & Cilag, Zeneca und Sanofi gearbeitet und kam 2004 als Marketingleiter zu Pfizer, seit 2009 ist er Geschäftsführer. Seit 2004 ist er auch Präsident des Pharma-Marketing Club Austria. Rumler ist mit der Journalistin Regina Preloznik verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Klosterneuburg.
    foto: apa/pfizer/ christina häusler

    Robin Rumler (46) ist Mediziner und seit 1992 in der Pharma- industrie tätig. Er hat für Janssen & Cilag, Zeneca und Sanofi gearbeitet und kam 2004 als Marketingleiter zu Pfizer, seit 2009 ist er Geschäftsführer. Seit 2004 ist er auch Präsident des Pharma-Marketing Club Austria. Rumler ist mit der Journalistin Regina Preloznik verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Klosterneuburg.

Robin Rumler, Pfizer-Chef Österreich, ist der neue Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie - Über seine Ziele, Imagekorrekturen und den Trend zur Billigmedizin

Standard: Sie sind gerade zum neuen Pharmig-Präsidenten gewählt worden. Was haben Sie sich vorgenommen?

Rumler: Ich bin definitiv bereit, einige Extrameilen zu gehen, denn es liegt tatsächlich sehr viel Arbeit vor uns. Die will ich anpacken. Die Pharmaindustrie leistet einen aktiven Beitrag im Gesundheitssystem, deshalb ist ein starker Interessenverband sehr wichtig.

Standard: Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie?

Rumler: Das große Ziel der gesamten Industrie ist es, mit ihren Produkten einen Beitrag zur Lebensverlängerung der Menschen zu leisten bzw. die Lebensqualität von Menschen mit Krankheiten zu verbessern. Das sollte klarer als bisher im Bewusstsein verankert werden. Ich glaube, niemand könnte sich eine Welt ohne Schmerzmittel, Impfungen oder Antibiotika mehr vorstellen. Wir wollen die entsprechenden Medikamente weiterhin zur Verfügung stellen, aber besser als bisher ins System eingebunden sein.

Standard: Weil regelmäßig die Medikamentenkosten zur Debatte stehen, oder?

Rumler: Wir waren in der Vergangenheit zu wenig am Verhandlungstisch und wollen uns mehr einbringen, auch was die Rahmenbedingungen betrifft. Das wollen wir im Sinne der Patienten erreichen, denn jeder in Österreich sollte auch weiter Zugang zu neuen Medikamenten haben. Wir haben Expertise in diesen Fragen.

Standard: Das ließe sich als zu große Einflussnahme interpretieren ...

Rumler: Das bringt mich zum dritten, wichtigen Punkt, den ich mir zum Ziel gesetzt habe. Wir wissen, wie wichtig es ist, über Therapien zu informieren, aber wir müssen auch mehr über uns und unsere Branche sprechen. Das ist eines meiner großen Anliegen. Unsere Mitarbeiter brauchen noch mehr Know-how im Umgang mit Partnern, und Kunden und auch die Menschen sollten wissen, wie diese Branche funktioniert.

Standard: Die Branche kämpft hartnäckig gegen ihren schlechten Ruf. Woran liegt das, glauben Sie?

Rumler: Wir sind private Wirtschaftsunternehmen, die an Medikamenten forschen und arbeiten. Ein Medikament kann mehr als eine Milliarde Dollar kosten, und manchmal dauert die Entwicklung eines Produktes bis zu zehn Jahre. Das wissen wenige, sie kennen die Marktmechanismen nicht, und deshalb bin ich natürlich nicht zufrieden mit dem Image der Pharmaindustrie.

Standard: Nicht einmal die Mitarbeiter der Pharmaindustrie denken gut über ihre Branche, hat eine Pharmig-Studie ergeben.

Rumler: Na ja, die 5000 Befragten, darunter auch Mitarbeiter, waren sich zwar einig, dass sie Medikamente wollen, wenn sie sie brauchen, aber die Kosten, die Medikamente verursachen, wurden überbewertet.

Standard: Inwiefern?

Rumler: Die Bevölkerung meint, die Medikamentenkosten machen 41 Prozent der Gesundheitskosten aus, unsere eigenen Mitarbeiter glauben, dass die Ausgaben bei 23 Prozent liegen. In Wirklichkeit machen Medikamente nur 12,6 Prozent der Gesundheitskosten aus, das ist im Vergleich zu den Spitalkosten oder den Kosten im niedergelassenen Bereich gering. Österreich hat im europäischen Kontext ein um 18 Prozent niedrigeres Preisniveau für Medikamente, das Wachstum liegt im letzten Quartal bei null Prozent! Es ist deshalb einfach falsch, die Pharmaindustrie immer als Kostenverursacher abzustempeln.

Standard: Gute Vorsätze allein ändern nichts. Wird die Branche an der Front im Marketing nicht immer härter?

Rumler: Alle Medikamente am Markt haben die harten Hürden der Zulassung genommen, und - es stimmt - sie unterscheiden sich bei bestimmten Indikationen nur minimal voneinander. Diese Unterschiede müssen die Leute im Marketing aufzeigen, müssen sie Ärzten vermitteln, damit Ärzte dann Patienten dasjenige Medikament verschreiben können, das individuell am passendsten ist. Das ist Marketing, am Ende entscheidet der Arzt.

Standard: Glauben Sie, dass es noch neue Blockbuster-Medikamente geben wird?

Rumler: Medikamente werden zunehmend individuell. Das ist ein Trend der letzten Jahre. Das bedeutet: Medikamente werden spezifischer angepasst, damit werden die Patientenkollektive immer kleiner. Oft geht es darum, Nebenwirkungen gering zu halten. Deshalb sind Gender-Medizin oder auch Biologika wichtige Themen. Ich denke, die Zeit der großen Blockbuster-Medikamente ist vorbei, aber ich glaube an Nischen-Blockbuster-Medikamente, vor allem bei Erkrankungen, die mit zunehmenden Lebensalter auftreten. Je älter man wird, umso mehr neue Erkrankungen wird es geben, auch das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, auf die wir reagieren.

Standard: Was eint die hochkompetitive Branche?

Rumler: Der enorme Kostendruck, zudem werden in Österreich wesentlich weniger Medikamente als anderswo verschrieben. In den nächsten drei Jahren erwarten wir mehr als 100 neue Medikamente, deshalb braucht die Branche mit ihren 123 Mitgliedern in Österreich eine One-Voice-Strategie der Politik und den Vertretern des Gesundheitssystems gegenüber.

Standard: Sind Sie für die Finanzierung des Gesundheitssystems aus einer Hand?

Rumler: Grundsätzlich bin ich für eine Finanzierung aus weniger Händen als bisher, und wir wollen mitgestalten.

Standard: Was trennt die Player am Markt?

Rumler: Die Spezialisierungen der einzelnen Unternehmen, durch die sich der Markt dann ohnehin aufteilt. Und wenn Sie auf die Generikahersteller anspielen: Generika haben ohne weiteres Berechtigung, nur sollte das Geld, das durch Generika eingespart wird, für moderne Medikamente eingesetzt werden und nicht für das Stopfen von Budgetlöchern. Wir sollten weg vom Trend zur Billigmedizin kommen.

Standard: Wie sehen Sie die Arbeit Ihres Vorgängers Hubert Dressler?

Rumler: Dresslers großes Verdienst war der Rahmen-Pharmavertrag, der garantiert, dass die pharmazeutische Industrie das Gesundheitssystem mit 180 Millionen Euro unterstützt. Er gilt bis zum 1. Juli 2011, die Zahlungen erstrecken sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Zudem hat Dressler in Alpbach mit den Gesundheitsgesprächen ein wichtiges Kommunikationsforum aufgebaut. Auf all dem setze ich auf, möchte noch mehr Transparenz ins System bringen und die Pharmig zu einem vollwertigen Player im Gesundheitswesen machen. Wenn wir als solche eines Tages auch von der Bevölkerung akzeptiert würden, dann hätte ich mein persönliches Ziel erreicht. (Karin Pollack, DER STANDARD, Printausgabe, 26.04.2010)

Share if you care
23 Postings

Die Pharmaindustrie kann nur deshalb so erfolgreich sein, weil wir eine gesetzliche Krankenversicherung haben. In Wirklichkeit brauchen wir 99% der Medikamente gar nicht.

soll das heißen sie wollen die pflichtversicherung abschaffen um der verhassten pharmabrache zu schaden? denn das wäre die konsequenz ihres postings. keine schöne vorstellung. ich meine mir und ihnen kann es wohl egal sein. ich nehme mal an sie verfügen über genug einkommen um sich selbst eine leisten zu können. aber das ist halt nicht der regelfall. mal abgesehn davon, dass ich lieber antibiotiker schlucke (reinste naturprodukte übrigens...), die gesicherte wirkung aufweisen, selbst dann wenn ich nicht an eine solche glaube, als irgend einen esoterik kram, den ich noch dazu selbst bezahlen muss...

Es ist mir nicht die Pharmaindustrie verhasst, sondern gewisse Tendenzen, Krankheiten zu erfinden, um dagegen Medikamente absetzen zu können, die in der Regel die Gesundheit schädigen oder im besten Fall wirkungslos sind. Solche Tendenzen gibt es auch ganz ohne Pharmaindustrie in Krankenhäusern. Da wird zB den Frauen erzählt, dass sie eine Gebärmutterhals-Krebsvorstufe haben, damit sie einer Operation zustimmen. Ähnlich bei Männern und Prostata"krebs".
Es wäre schön, wenn sich die Pharmabranche auf sinnvolle Medikamente und die Medizin auf sinnvolle Behandlungen beschränken und nicht auf Druck Kunden akquirieren würde. Viele tun das ja, aber manche reizen aus, was geht.

Antibiotika sind ziemlich ungesund. Sie zerstören die Darmflora und damit das Immunsystem. Der Körper wird also geschwächt, statt gegen die Infektion anzukämpfen. Und dabei ist es ganz egal, ob "natürlich" oder "chemisch" - ist eh das gleiche.

Esoterikkram ist oft das selbe in Grün: Krankheiten erfinden, Medikamente und Behandlungen verkaufen. Ich seh da keinen Unterschied. Bezahlen muss man da aber viel weniger, weil man da ja nicht vorher in eine Pflichtversicherung einzahlen muss. Rechnen Sie einmal zusammen, was Sie in einem Jahr an gesetzlicher Krankenversicherung zahlen, Dienstgeberanteil nicht vergessen! Glauben Sie wirklich, dass es so viel kostet, gesund zu bleiben? Und glauben Sie wirklich, irgendjemand würde so viel für Esoterikkram ausgeben?

naja geschäftemacherei und nutzen von pharmapräperaten sind schon 2 verschiedene paar schuhe. wenn sie in der heutigen zeit nicht in der lage sind zumindest auf wikipedia nachzuschaun was ihnen da anempfohlen wird und sich ev eine 2 meinung einzuholen, dann sind sie einfach selber schuld. das gilt genaus für die eso ecke. und ja aus leidiger erfahrung in meiner familie weiß ich, dass es kein großes problem ist diese summe für den größten unfug auszugeben. mal abgesehn davon, dass der sinn der krankenversicherung ja nicht darin besteht dass sie gesund sind, sonder es nach möglichkeit wieder werden. sie zahlen ja auch die kfz haftpflicht nicht deshalb, damit sie keinen unfall haben sondern für den fall dass sie einen haben...

Oiso tschuidige, Schurli!

Es ist ja wohl nicht so, dass ein Arzt das Recht hat, jedem, der nicht aufpasst wie ein Haftlmacher, alles anzudrehen, was das medizinische Kamasutra so bietet.
Es ist nicht die Schuld des Patienten, wenn ihm etwas Gesundheitsschädliches anempfohlen wurde, sondern die Schuld von dem, der es ihm anempfohlen hat und den wir dafür studieren lassen haben.
Als nächster erzählst mir, man darf jedem den Schädel einschlagen, der keinen Helm auf hat. Und man darf bei jedem einbrechen, der keine Panzertür hat.

Ja, man kann das Geld auch für Unsinn ausgeben. Aber man kann es auch für Sinnvolles ausgeben. Und eine Versicherung, die das meiste Geld für die Behandlung erfundener Krankheiten ausgibt, ist nicht sinnvoll.

glaube sie ernsthaft, dass ein hausarzt weiß was er ihnen da verschreibt? ich hab 2 facheinschlägige studien hinter mir und arbeite auch in der branche und waage nicht von mir zu behaupten über alle wirkungen und nebenwirkungen von allen medikamenten die hauptsächlich von niedergelassenen äzten verschrieben werden aus dem stehgreif heraus bescheid zu wissen. woher sollte es dann ein arzt können, der vll 5 min zeit hat um eine diagnose zu stellen, rezept auszustellen und den nächsten termin auszumachen, da das wartezimmer voll ist? selbst wenn er die zeit hätte, es würde nix ändern. was glauben denn sie warum sich die ärzte so gegen aut idem gewehrt haben? die wollten doch nur nicht eingestehn, dass sie recht wenig ahnung von pharmazie haben

Das muss dann aber auch kommuniziert werden.

Patienten glauben ja gewohnheitsmäßig, der Arzt ist ein Hellseher und weiß alles. Es sollte auf jeder Medikamentenpackung stehen: "Bitte googeln Sie, bevor Sie das schlucken!"

so drastisch würde ich das nicht formulieren. mal abgesehn davon, dass man meinen sollte, dass dieser götter in weiß glaube endgültig geschichte ist. außerdem gibt es eine information darüber. sie nennt sich beipackzettel. zumindest den sollte ein jeder lesen können. dort findet sich auch der hinweis bei unklarheiten den arzt oder apotheker zu fragen. aber sie haben schon recht es sollte mehr kommuniziert werden, generell. das würde dem gesundheitssystem nicht schaden, höchstens den ganzen wunderheilern, handauflegern und was weiß ich sonst noch kurpfuschern. die hätten dann nämlich nichts mehr, dass sie als alternativer verkaufen könnten. aber hierzu müsste wohl die krankenversicherung erhöht werden...

Doch, der Götter-in-Weiß-Glaube ist so stark wie nie zuvor. Die Zahl der Menschen, die sich von medizinischen Maßnahmen "erreichen" lassen, steigt unaufhörlich. In den letzten 30 Jahren haben sich die Krankenkassenbeiträge und die Krankenkassenausgaben verfünffacht. Das ist ein Haucherl mehr als die Inflationsrate.

Auf den Beipackzetteln steht nur der Wirkstoff und positiv formuliert, wie er nach den Vorstellungen der Hersteller wirken soll, und dann noch ein paar mögliche unerwünschte Wirkungen.
Die tatsächlichen Wirkungen findet man nur, wenn man googelt. wikipedia finde ich für Medikamenten übrigens recht gut.

Ich denke aber, dass besseres Informieren den Effekt hätte, dass die Krankenkassenbeiträge auf 10% der jetzigen Höhe schrumpfen.

Erste Schritte...

Der Absatz "Medikamente werden zunehmend spezifischer, individueller..." hat gute Ansätze und ist nachvollziehbar http://mediview.wordpress.com/

???

"Ich glaube, niemand könnte sich eine Welt ohne Schmerzmittel, Impfungen oder Antibiotika mehr vorstellen."
Und ich weiß, dass dem nicht so ist.

Ich kann mir auch so eine Welt vorstellen.

Ja, vorstellen kann ich mir das auch. Es ist aber keine schöne Vorstellung.

Was genau hast du denn da für Angstvorstellungen, Goderlberg?

Es geht nicht um "Angst", sondern um die Realität.
Beispiel Masern: ohne Impfungen würde praktisch jedes Kind früher oder später die Masern bekommen.
Bei 650.000 Geburten pro Jahr wären das schon einmal ca. 650 tote Kinder durch SSPE. Ohne Antibiotika könnte man auch gegen die Sekundärinfektionen nicht mehr viel machen. Das ist schwieriger abzuschätzen, aber es wären wohl einige tausend tote Kinder zusätzlich.

Zum Vergleich: in den USA ist seit Jahren kein Kind mehr an Masern gestorben.

Aber ich freue mich schon! Sie haben doch sicher wieder ein ganz simples Rezept, mit dem man alle Krankheiten verhindern kann, auf das die dämlichen Ärzte einfach nicht gekommen sind, weil die einfach nicht auf Sie hören wollen!?

Vergessen: ich hab die deutschen Zahlen genommen, die hab ich im Kopf...

vorstellen kann ich mir vieles

aber wenn ich verhindern kann, an einer bakteriellen infektion zu verrecken, mich vor einer hepatitis a/b zu schützen oder ganz selten - meine kopf/zahnschmerzen zu minimieren, dann schluck ich das zeug, mit vergnügen (na ja...). wie machen sie das? nur abgekochtes wasser, keine reisen, gegen schmerzen einen heilstein in der hosentasche?

Mein Kommentar bezieht sich auf die Verallgemeinerung.
Natürlich wird man in Extremfällen nicht um etwaige Pharmazeutika herumkommen; was aber, wenn man so einen Extremfall noch nie erlebt hat?
Bald stehen Reiseimpfungen an... und trotzdem, es geht um die Vorstellung. ;-)

Einmal hab ich Zahnweh gehabt. Da haben mir die Dinger wirklich das Leben gerettet, und gleich nachher der Zahnarzt. Das war bis jetzt aber die einzige Extremsituation. Das sonstige Leben war entweder medizinfrei, oder ich war Opfer von unsinnigen Maßnahmen. Aber die Drogen hab ich schon ganz gern. Valium darf es ruhig weiter geben.

Also, wenn Sie mir bei einer bakteriellen Lungenentzündung die Antibiotika nicht gönnen, gönne ich Ihnen nicht die Linderung ihres bisschens Zahnwehs. An der Lungenentzündung stirbt man tatsächlich, wenn Sie eine Tablette gegen Zahnschmerzen nehmen ist das eher Wellness.

Aja, und...

Mein Zahnweh war wegen einer Entzündung unter einer Plombe, und diese Entzündung hätte Platz gebraucht.

Überleg dir einmal, warum du dich nicht gegen die Bakterien in deiner Lunge wehren kannst. Hast du dein Immunsystem irgendwie misshandelt? Hast du vielleicht zu wenig geschlafen? Hattest du zu wenig Sex? Isst du nicht nach EPF?
Es kann viele Gründe geben, warum ein Organismus schwächelt, und diese Gründe können natürlich auch dazu führen, dass man an einer Lungenentzündung stirbt.
Besser, du gehst heute einmal früher schlafen anstatt über eine Lungenentzündung zu speckulieren.

Leider hilft dieser Gedanke...

recht wenig, wenn man tatsächlich eine Lungenentzündung hat. Antibiotika dagegen helfen (eine bakterielle Infektion vorausgesetzt) sehr effektiv. Dass Prävention sinnvoll ist und unbedingt gefördert werden muss, ist unumstritten. Die Aussage "99% der Medikamente brauchen wir nicht" ist jedoch unsachlich, polemisch und - sorry - ein ziemlicher Schwachsinn.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.