Staatsoper

Elina Garanca muss die "Carmen" abgeben

23. April 2010, 13:25

Absage aus gesundheitlichen Gründen - Nadia Krasteva springt ein

Wien - Wenige Tage nach der Absage von Dirigent Mariss Jansons musste heute auch "Carmen" Elina Garanca aus gesundheitlichen Gründen absagen. Sie werde alle ab 3. Mai an der Wiener Staatsoper angesetzten Vorstellungen nicht singen können, teilte heute ihre Agentur der Staatsopern-Direktion mit.

An ihrer Stelle wird die bulgarische Mezzosopranistin Nadia Krasteva die Rolle übernehmen und am 3., 6., 9., 12. und 15. Mai singen. Alle anderen Mitwirkenden wie Anna Netrebko (Micaela) oder der für Janssons eingesprungene Dirigent Andris Nelsons befänden sich bereits in Wien und seien wohlauf, versicherte Staatsopern-Direktor Ioan Holender.

Garanca hätte sich bis 22. April von einem kleinen chirurgischen Eingriff komplett erholen sollen, heißt es in der Absage. "Leider haben unvorhergesehene Komplikationen den Heilungsprozess verlangsamt. Frau Garanca ist nach wie vor erschöpft und angeschlagen und daher körperlich nicht in der Lage, die Vorstellungen wahrzunehmen." Auf Anraten ihres Arztes werde sie die nächsten zwei Wochen komplett ruhen und erst Ende Mai wieder "ihre professionellen Aktivitäten" aufnehmen.

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20 Postings
Sagan
 
12
26.4.2010, 12:41
Späte Rache

Ich denke, dass die Absagen eine späte Rache der Künstler an dem Herrn Direktor sind, der wie ein eingebildeter Berserker durch das Haus fegt, mit allen Menschen rüde umspringt und nicht weiß, wie man sich zu benehmen hat. Eine Frechheit sind die teuren Karten, die man nun für Zweitbesetzungen bezahlt hat.

Robert Waloch
01
RACHE?

Die gute Dame aus Lettland hat längst schon vergessen, wer ihr wo zur Karriere verhalf. Schon bei einem "Barbiere" an der Staatsoper hat sie im letzten Moment wegen Krankheit abgesagt, um aber prompt in Baden-Baden wieder gesund zu sein...
Solche wie sie gehören auf eine schwarze Liste - und auch das Publikum sollte Reaktionen zeigen! Eine "Anna Bolena" lässt sich auch ohne Garanca realisieren!

Sagan
 
00
Garanca

Ich muss mich berichtigen. Nadja Krasteva soll eine brillante Nachbesetzung als Carmen sein. Ich freue mich schon auf "meine" Vorstellung am 15.Mai.
Die Frage ist jedoch: warum sagt die Garanca in Wien bereits zum zweiten Mal ab ? Welchen Grund hat sie, wenn es keine "echte" Krankheit ist ?

yokozuna
01
29.4.2010, 22:54
Die einzige Lösung

Die Gagenerhöhung.
Wenn die Leute ohne Berücksichtigung der Risiken teure Karten gekauft haben, sind sie selber verantwortlich. Wissen sie nicht bescheid, dass die Künstler wegen der niedrigen Gage der Wiener Staatsopern öfters absagen. Aber woher wissen sie eigentlich, dass die Substituten so schlecht sind, dass sie sich aufregen müssen.

alles_banane
01

ich glube nicht an eine Krankeheit, kann mich gut erinnern an den 30. Dezember in Wien war sie krank und konnte im Barbier nicht singen, aber in Baden Baden am 21. ist sie plötzlich gesundet. In Baden Baden hat ihr Ehemann dirigiert und in Wien war dies nicht möglich weil ein wesentlich besserer Dirigent die Carmen dirigieren sollte, das ist die Erklärung ihrer Krankheit. Manche Sänger vergessen, dfaß sie von den Fans leben und nicht die Fans von den Sängern

Robert Waloch
00
Zur Gage,

die so niedrig nicht ist, kommt stets auch die sich aus einem Auftritt in Wien ergebende Reputation. Höhere Gagen zahlt sicherlich ein Scheich in Abu Dhabi, nur ist das kaum als Karriere-Sprosse zu betrachten. Substituten sind nicht per se schlechter, aber sie sind nicht die vom Käufer erwarteten Stimmen, wegen der er höhere Preise zu zahlen gewillt ist! Ein mit einer Produktion angekündigter Künstlername ist Teil derselben...

Sagan
 
01
30.4.2010, 09:33
"niedrige Gagen ???"

Wenn den Sängerstars die Gagen in der Wiener Staatsoper zu niedrig sind, wissen sie das bereits vor der Vertragsunterzeichnung. Deshalb zuerst zusagen und dann absagen ? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ein Opernfan kauft Karten nicht wegen einer bestimmten Oper, denn die hat er bereits x-mal gesehen und gehört, sondern wegen ganz bestimmten Sänger/innen und/oder Dirigenten. Wenn für "Carmen" dann Jansons UND Garanca absagen ist die Enttäuschung dementsprechend. Die Hoffnung, dass zumindest Netrebko singen wird, bleibt.

NoneSolo
11
26.4.2010, 09:23
Wenn man so die Kartenbüros drankriegt,

finde ich diese neue Politik gar nicht mal so übel. Wenn man bedenkt, dass von denen zig Leute bezahlt werden, die sich dann ein paar Stunden vor Kassenöffnung anstellen, um all denjenigen, die angestellt sind, weil sie selbst Karten wollen, diese vor der Nase wegzukaufen, um sie dann in den jeweiligen Büros mit saftigen Preisaufschlägen weiterzuverkaufen (an alle, die auf Grund der von den Büros geheuerten Käufern eben nichts mehr bekommen haben), geschieht ihnen nur recht, wenn sie dann auf ihren Karten sitzen bleiben. Vielleicht wird das Geschäftsrisiko irgendwann doch zu hoch und diese Praktik hört sich damit wieder auf.

Peppermint Betty
00
25.4.2010, 14:00

Es ist ein Witz allen denen gegenüber, die die unverschämt teuren Karten gekauft haben, in der Annahme, dass sie eine Vorstellung mit Starbesetzung erleben werden. Alleine für die Besetzung zahlt man schon einen aberwitzigen Zuschlag. Die Preisgestaltung an der Staatsoper ist ein schlechter Witz!

Jambala Magdalena
00
24.4.2010, 07:22

Das Verhalten der Künstler und auch der Wiener Staatsoper ist eine Unverschämtheit. Vielleicht sollte man die Oper privatisieren.

baumfreund
03
24.4.2010, 11:57
das hauptproblem ist, dass wegen "carmen" niemand mehr in die oper geht!

nur wegen der "gehypeten" sänger. netrebko wäre als "Tosca" mittlerweile viel interessanter als als Micaela in der Carmen.

Peppermint Betty
00
25.4.2010, 14:02

Die Micaela ist ja auch nur eine Nebenrolle in der Carmen.

baumfreund
00
25.4.2010, 20:13
eben!

Robert Waloch
05
23.4.2010, 19:27
Als Rekapitulation>>>

Ursprüngliche Besetzung der "Neueinstudierung": Garanca, Villazon, Netrebko, D'Archangelo; Jansons dirigiert...
Nunmehr: dirigiert Nelsons; Krasteva, Giordano fix; statt Netrebko könnte immer noch Kühmeier einspringen, statt D'Archangelo Boaz Daniels - das wäre doch eine solide Haus-Besetzung......
Die einzige Erinnerung an den ursprünglichen Plan:
auch weiterhin Preise N (212 Euro in der 1. Kategorie) - und Umbesetzungen berechtigen nicht zur Zurücknahme einer bezahlten Karte!
D. h. also fünf zu überhöhten Preise ausverkaufte Vorstellungen. Man komme mir nun BITTE nicht mit dem "Argument", das Publikum käme doch wegen des Werks....

baumfreund
00
24.4.2010, 11:53
war nicht jonas kaufmann auch im gespräch?

wird jetzt wohl viele karten im verkauf geben!

Robert Waloch
00
24.4.2010, 13:09
Im Verkauf

an der Kassa vielleicht auch - einige...
ABER VOR ALLEM v o r der Staatsoper durch die Agioteure (der Kartenbüros, etc.), wie zuletzt bei Bellinis PURITANI - da bekam man ein 192-€-Ticket um 40 Euro, was der Besetzung durchaus entsprach....

das poppende lottchen
01
24.4.2010, 00:47
die lage bleibt unsicher - nur eines steht fest:

der regisseur kann nicht mehr absagen!

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
30.4.2010, 13:32
Könnt er schon - Zefirelli lebt ja noch

:-)))

Loxoceles
12
23.4.2010, 15:48

Frau Garancia, ich erinnere mich an eine ORF-Fernsehsendung über Sie, in der Sie wörtlich meinten, dass Ihrer Meinung nach im Leben "jeder das bekäme, was er verdient". Das gilt jetzt in dieser Situation wohl auch für Sie.

Vielleicht gibt Ihnen diese Situation Anlass, über derartige Ansichten neu nachzudenken?

immer schön freundlich
02
23.4.2010, 15:55

wieso denn? sie bekommt jetzt ruhe. das ist doch auch was!

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