Asyl-Richtlinien

Fekter meldet "große Bedenken" bei EU-Kommissarin Malmström an

23. April 2010, 11:48

Innenministerin befürchtet, dass Europa "noch attraktiver für Asylsuchende" wird

Brüssel - Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) hat EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström ihre "großen Bedenken" über neue EU-Richtlinien im Asylbereich übermittelt. Beim EU-Innenministerrat am Freitag in Brüssel sagte Fekter, es sei notwendig, rechtzeitig zu agieren, um "mit den Vorschlägen nicht in eine Richtung zu gehen, die wir nicht goutieren". Es gebe jedenfalls "massiven Widerstand", wenn dort "Dinge hineingepackt werden, die zu einem einem enormen Pull-Faktor führen". Damit würde "Europa noch attraktiver für Asylsuchende und das hätte unabsehbare Kosten für die EU-Staaten".

Fekter wandte sich vor allem dagegen, dass Folgeanträge beim Asylansuchen zulässig sein sollen, und dass es kein beschleunigtes Verfahren geben dürfe. Außerdem kritisierte sie, dass in allen Verfahren der Staat einen Rechtsbeistand zur Verfügung stellen solle: "Damit wird unser Gesetz, den Missbrauch zu bekämpfen, ad absurdum geführt."

Die Ministerin, die sich selbst als "scharf auftretende Person" bezeichnete, meinte, dass es "gescheit ist, die Dinge beim Namen zu nennen". Malmström sollte gerade "jene EU-Staaten, die sich seriös bemühen und konstruktive Vorschläge machen, anhören und nicht abtun". Jedenfalls habe die EU-Innenkommissarin erklärt, dass sie die österreichischen Bedenken verstehe. Auch sie sei dafür, dass man entschieden an die Sache herangehe und die Dinge nicht verschleppe.

Was die legale Migration betrifft, wo es auch um die Saisonarbeiter geht, meinte Fekter, man könne sich nicht ein Beispiel an Spanien nehmen, wo die "Orangenpflücker sich im Schengenraum frei bewegen können". Damit könnten diese Migranten überall am freien Markt teilnehmen. Aber der Arbeitsmarkt sei "sehr sensibel" und so etwas garantiere Österreich nicht.

Malmström selbst hatte vor einigen Tagen für die ursprünglich bereits für 2010 anvisierte Schaffung eines europäischen Asylsystems keinen Zeitraum genannt. (APA)

Pessimist-Realist
 
00
26.10.2010, 13:08
3-5 mal so hoch wie der Durchschnitt

Wenn ich nicht auf dem Holzweg bin, so ist Österreich sowohl bei den Anträgen als auch beim gewähren von Asyl durchschnittlich WEIT über dem EU-Durchschnitt.
Wie das jetzt genau gehen soll kann ich leider nicht sagen, immerhin sind wir von EU Staaten umgeben in denen die Asylanten ja eigentlich zuerst um Asyl anzusuchen haben.
Irgendwann kann leider auch Österreich nicht mehr . . .

mans zelmerlöw
13

mich hats auch geschaudert als ich gehört habe dass schweden dieses ressort ausgefasst hat! schweden ist wohl das eu land in dem zuwanderung am meisten missglückt ist!

Papiertiger
22
aha fekter hat angst davor, dass menschen über ihre rechte aufgeklärt werden.. interessant

muss so eine polizei krankheit sein; die angst davor nicht mehr ohne schranken arbeiten zu können.weil wo kämen wir da hin, wenn menschen wüssten, dass sie gerade rechtswidrig beamtshandelt werden...

unterwegs in Österreich
22
24.4.2010, 12:51
Fekter will keinen Rechtsbeistand für Asylanten

zur Verhinderung des Asylmissbrauches - oder doch zur Unterstützung ihres Rechtsmissbrauches?

wiesengarten
21
29.4.2010, 22:34
was außer Gehässigkeit hat Fekter bisher geliefert?

Peter Pilz hat Recht, wenn er meint, dass F. keine Ahnung hat.
Derzeit werden Aslsuchende zusammengefangen, wie es nur geht. Leute im offenen Berufungsverfahren sitzen seit zwei Monaten in Schubhaft, haben eine Ladung zum Berufungsverfahren beim AGH.
Am 4. Mai soll wieder eine Ladung Nigerianer abgeschoben werden, alle werden hopp genommen, die afrikanisch aussehen, anerkannten Flüchtlingen wird unter fadenscheinigen Gründen das Asyl wieder aberkannt, weil es "keine Gefahr für sie gibt".
Weil Putin weiter Gas liefert, werden TschetschenInnen wieder zurückgeschickt, was mit ihnen passiert interessiert niemanden.

Granny
32
23.4.2010, 20:21
Raus aus der EU

Das ist das (derzeit) leider einzig Vernünftige.

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