USA

Missbrauchsopfer klagt Vatikan

23. April 2010, 13:30

Papst soll von Missbrauchsvorwürfen gegen Priester gewusst haben - Vatikan weist Vorwürfe zurück

Chicago - In den USA hat ein mutmaßliches Opfer pädophiler Priester gegen den Vatikan auf die Freigabe von gesperrten Dokumenten zum Missbrauchsskandal geklagt. Der Anwalt des Klägers, Jeff Anderson, sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Chicago, mit der Klage solle der Vatikan zu aktiverer Aufklärungsarbeit veranlasst werden. Der Supreme Court muss nun entscheiden, ober der Vatikan von einem US-Gericht überhaupt zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Anderson forderte die "Entlassung jedes einzelnen Priesters, der sich an einem Kind vergangen hat, und jedes einzelnen Bischofs und Kardinals, der sich an diesen Verbrechen mitschuldig gemacht hat". Der Kläger blieb anonym, es handelt sich um ein mutmaßliches Opfer des in eine ganze Reihe von Fällen verwickelten US-Priesters Pater Lawrence Murphy, der bis zu 200 Buben einer Gehörlosenschule im US-Bundesstaat Wisconsin missbraucht haben soll.

Laut von Anderson im März vorgelegten Dokumenten wusste Papst Benedikt XVI. von den Anschuldigungen gegen Murphy, ohne dass er jedoch Konsequenzen aus dem Missbrauchsfall gezogen haben soll. Bereits in dem 1950er Jahren seien Murphys Taten seinen Vorgesetzten bekanntgewesen. Anwalt Anderson vertrat bereits mehrere andere Opfer Murphys.

Die katholische Kirche wird derzeit von einer Welle von Enthüllungen über Missbrauchsfälle in verschiedenen Ländern erschüttert. Der Vatikan wird dabei mit Vorwürfen konfrontiert, Fälle sexuellen Missbrauchs vertuscht zu haben. Dabei ist auch der Papst persönlich in die Kritik geraten. Benedikt XVI. war noch als Kardinal Joseph Ratzinger als Vorsitzender der Glaubenskongregation lange Zeit auch für Disziplinarmaßnahmen zuständig gewesen.

Vatikan weist Vorwürfe als haltlos zurück

Ein Anwalt des Vatikans hat die Vorwürfe indessen als "völlig haltlos" zurückgewiesen. Es handle sich um den Versuch "gewisser US-Anwälte, das Gerichtsverfahren als PR-Instrument einzusetzen", so Jeffrey Lena am Freitag in Rom. Im Gegensatz zu vielen anderen Klagen von Missbrauchsopfern sei die jüngste Klage aus den USA nicht rechtmäßig. (APA)

misfits74
 
00
laut eigenen angaben

verursacht die hkk nur 1.2% alles kindesmissbrauche. wenn man rechnen kann bedeutet das dass ein priester 75mal wahrscheinlicher pädophil ist als ein mann.

Andreas Oweler
89
24.4.2010, 19:12
Die vielen roten Striche machen das Bild zwar hier schön bunt,

aber dadurch wird die Schuld der notgeilen Pfaffen auch nicht geringer.
Es zeigt aber deutlich was sich hier für dummes Gesindel rumtreibt, die Kindervergewaltiger schützen wollen.

Andreas Oweler
1310
24.4.2010, 08:23
Mal etwas zum nachdenken.....

Der User - zhang sanfeng / 23.04.2010 09:13 - hat hier wirklich etwas absolut verständliches und Wahres geschrieben, ohne zu übertreiben, oder jemanden zu beleidigen.
Ich möchte mal wissen, was für kranke Hirne hier rot gestrichelt haben ? Das können doch nur christliche Pädophielenfreunde sein !

Graf Alten
85
25.4.2010, 11:11
Nichts Neues unter der Sonne!

Dieses Phänomen können Sie in Foren zu den Themen Meinl (laut 'profil' von einer gewissen PR-Agentur Ecker ausgehend), AWD und, nicht zuletzt und in besonders beunruhigender und enthüllender Weise, Adamovich/Kampusch beobachten.

In Standard-Foren über Adamovich, z.B.

http://preview.tinyurl.com/2vasxcd

hat ihn eine kleine Heerschar von Postern bzw. Nicks ('die Großmutter', 'graeslein', 'Strudelteig' u.v.m.), in meiner Wahrnehmung von dem Poster 'suboptimal' angeführt, zu allen möglichen Uhrzeiten auf wüsteste Art angegriffen. Man musste sich natürlich über die Motivation Gedanken. Waren diese Poster vielleicht auch von "gewissen Kreisen" zu einem Awbehrkampf engagiert worden?

Stumme Rotstriche kann man eigentlich nur ignorieren.

à la Viganò
115
23.4.2010, 20:20
Jetzt hat die Firma die Gelegenheit,

ihre mehrfach geäußerten Beteuerungen, zur "Aufklärung und Heilung" aktiv beitragen zu wollen, unter Beweis zu stellen.

Ein Staatsanwalt in Arizona, Mr Rick Romley, hat vor einigen Jahren in einem Brief an die vermeintliche einschlägige Disziplinarstelle im Vatikan um die Auslieferung eines dorthin geflüchteten pädophilen Priester ersucht. Der Brief ist ungeöffnet zurückgekommen, die Annahme verweigert! Es ist nicht bekannt, dass der Adressat an eine nicht bekannte Adresse verzogen wäre...

Ahenobarbus
91
23.4.2010, 19:53

Sowohl die im Artikel erwähnte Causa Murhpy als auch der ebenfalls von der New York Times publizierte Fall Kiesle taugen nicht, um den Vatikan vor den US-Kadi zu zerren. In beiden Fällen ist die Suppe äußerst dünn.

Christoph Karl Steininger
82
23.4.2010, 16:09
Daß der Supreme Court

dies Büchse der Pandora überhaupt angreift ist noch nicht ausgemacht.
Die können sich abputzen und den Fall nicht annehmen.

zhang sanfeng
1617
23.4.2010, 09:13
"Entlassung jedes einzelnen Priesters, der sich an einem Kind vergangen hat, und jedes einzelnen Bischofs und Kardinals, der sich an diesen Verbrechen mitschuldig gemacht hat"

schon eigenartig, dass völlig selbstverständliche forderungen von aussen per klage an die hüter der moral herangetragen werden müssen.

Mafiastaat Österreich
114
23.4.2010, 18:03

nicht entlassung sondern lebenslänglich!!!! immerhin glauben christen ja an sünde udn schuld....

aber was traurig ist, dass hier so viele vergewaltiger herumrennen, die sie rotstrichlen... ö scheint ja sehr gefährlich zu sein....

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