Strahlenschäden

Keine Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk

22. April 2010, 12:29

Wissenschaftlicher Beirat Funk sichtete Literatur des vergangenen Jahres - Spezielle Studien mit Kindern ausständig

Wien - Aus der wissenschaftlichen Literatur des Jahres 2009 weltweit lassen sich keine neuen Hinweise auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Mobilfunk ablesen. Dieses Statement gaben am Donnerstag Sprecher des "Wissenschaftlichen Beirats Funk" des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie ab. 129 Studien hat das Gremium gesichtet und bewertet.

"Alles in Allem sind wir zu dem Gesamtergebnis gekommen, dass es bei Einhaltung der gültigen Grenzwerte keinen wissenschaftlichen Nachweis für eine Gesundheitsgefährdung durch den Mobilfunk gibt", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Norbert Vana. Offene Fragen seien aber die Schaffung von Modellen für wissenschaftliche Untersuchungen, Studien zu Langzeiteffekten und speziell Studien bei Kindern. Vana: "Die Exposition (gegenüber elektromagnetischen Strahlen, Anm.) liegt beim Handy bei einigen Prozent, durch die Sendestationen bei einem Tausendstel der Grenzwerte."

Kritische Überprüfung

Man dürfe Überlegungen zu Sicherheit oder Risiko des Mobilfunks auch nicht an einzelnen Studien festmachen. Vana: "Im Jahr 2001 hat eine deutsche Gruppe einen möglichen Zusammenhang mit Augenmelanomen publiziert. Die selbe Gruppe hat ihre Studie im Jahr 2009 wiederholt und kam zum Schluss, dass es keinen Zusammenhang (zwischen Melanomen des Auges und der Verwendung von Handys etc., Anm.) gibt." Man hätte die ersten Daten falsch ausgelegt.

Auch reine Laboruntersuchungen sind zumeist nicht aussagekräftig. So zeigte eine wissenschaftliche Studie im vergangenen Jahr eine signifikante Verringerung der Vitalität und Beweglichkeit von Spermien, wenn man sie bei 21 Grad Celsius 16 Stunden lang mit elektromagnetischen Feldern hoher Frequenz bestrahlte.

Der Wiener Arbeitsmediziner Christian Wolf: "Man kann Ergebnisse von Zelluntersuchungen nicht auf den Gesamtorganismus übertragen. (...) Niemand wird seine Hoden in Wasser mit 21 Grad Celsius hängen und 16 Stunden vom 'Handy' bestrahlen lassen." Probandengruppen hätten bei verblindeten Tests bezüglich der Befindlichkeit, Nervosität, Schlafstörungen und kognitiven Fähigkeiten noch nie unterscheiden können, ob sie nun Handymasten-Strahlung wirklich ausgesetzt gewesen wären oder nicht. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 33
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Chocoholic
10
17.5.2010, 21:04
Die Headline ist schlicht und ergreifend FALSCH.

Die WHO hat eine von ALLEN Befuerwortern des Mobilfunks auch AKZEPTIERTE Studie als Anhalt fuer ihre Grenzwerte von 10 Watt pro m2 (die natuerlich viel zu hoch sind) genommen, weil ab einem hoeheren Wert Mobilfunk NACHWEISBAR gesundheitsschaedigend ist.

Elke Ospert
00
23.4.2010, 17:56
Positive Gesundheitseffekte durch Handy

Selbst wenn Handys ein minimales Risiko verursachen würden (groß kann es nicht sein da man ansonsten wohl schon einen Nachweis hätte) wären sie aus gesundheitlicher Sicht wohl trotzdem sinnvoll.
Der Vorteil bei einem Unfall wegen der Verfügbarkeit von Handys und Funknetzen schneller Hilfe zu bekommen wiegt das evt. Strahlungsrisiko wohl deutlich auf. Seltsam auch, dass im Umfeld von terristischen Fernsehsendern (die waren/sind ja seit Jahrzehnten in Betrieb und haben zigtausend höhere Sendeleistungen als jede Handybasisstation) keine signifikanten Effekte festgestellt wurden.... Und genial sind, die die zwar ein Handy besitzen aber keine Basisstation in der Nähe haben möchten. Obwohl genau dadurch die Strahlenbelastung sinken würde....

Chocoholic
10
18.5.2010, 09:48
Fuer den Notfall benoetigen wir weder ein grossangelegtes UMTS Netz noch

hundertfach verstaerkte Sendemasten, damit sie die neuesten internet Filmchen down loaden koennen....

Einfach zum Nachdenken.


Die Gefahr mittlerweile ist ja ohnehin auf die AnrainerInnen rund um Mobilfunkanlagen uebertragen worden, die Empfaenger am Mobiltelefon wurden reduziert, die Sender muessen halt jetzt staerker ausstrahlen...

worry1
15
23.4.2010, 13:22
Rauchen ist nach neuesten Studien gesund

Gezeichnet:
Dr. Marlboro

hipp hipp hurra
10
22.4.2010, 23:11

Immer dasselbe - eine Studie sagt, die Strahlung sei gefährlich, eine andere sagt, sie ist es nicht. Was kann man da schon noch glauben?

Gesund ist sie aber auf alle Fälle nicht. Und Frauen haben gegenüber Männer den Vorteil, dass sie Handys oft in Handtaschen tragen und nicht in der Hosentasche sehr nahe am Körper.

Aber was ist mit anderen Strahlen, zB WLAN? Darüber wird kaum diskutiert.
Außerdem ist es schon so gut wie unmöglich, den verschiedenen Strahlungen auszuweichen.

Man wird erst später in etlichen Jahren aufgrund von Krankheiten feststellen können, ob die diversen Strahlungen gefährlich waren. Alles andere bis dahin ist reine Spekulation.

Chocoholic
10
17.5.2010, 16:41
Dafuer haben Maenner gegenueber Frauen den Vorteil, dass Frauen und Kinder zirka 30-50% frueher von der Strahlung

bedroht sind. Und das frueher bezieht sich nicht auf den Zeitraum, sondern auf den Level der erlaubten Bestrahlung.

A. Raunzer
14
23.4.2010, 10:35
Das Problem ist,

dass grundsätzlich niemals eine "Nicht-Wirkung" nachgewiesen werden kann. Also wird die Diskussion ewig weitergehen.

Behauptungen, dass EM Strahlung mit einer Energie von 10-5 eV bei einer Dosisleistung von ca. 1W/kg eine Gefährdung darstellt, konnte noch niemand beweisen.

Da der Feldversuch aber bereits viele Jahre mit vielen 100 Millionen Probanden läuft, ist es eher unwahrscheinlich, das plötzlich dramatische Auswirkungen festgestellt werden.

Auch die Ärztekammer hat leider keinerlei Studienergebnisse, die über die bereits publizierten hinausgehen. Dass sie trotzdem warnt, ist zwar ihr gutes Recht, entbehrt aber jeder Grundlage.

Handymasten sind besonders harmlos. Handys am Ohr strahlen mindestens 10000 mal intensiver.

Chocoholic
10
17.5.2010, 16:43
Das Problem ist, dass immer wieder mit irrefuehrenden Einheiten diskutiert wird.

Die WHO gibt eine Belastung von 10W/m2 frei. Ermahnt jedoch, diesen Wert um ein Vielfaches zu unterschreiten.

Wie hoch ist nun die Belastung in W/m2, von der Sie hier sinnieren?

Chocoholic
10
17.5.2010, 16:25
Handymasten sind besonders harmlos

naja, es gibt bei Handymasten nicht ohne Grund besondere Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit mit den Strahlungen. Es kommt immer auf die Dosis an, nachdem die aber in Oesterreich sehr selten tatsaechlich ueberprueft wird, wird angenommen, dass die Strahlungsstaerke stimmt, die im Einreichungspapierl fest gehalten wurde...

Es gibt ausreichend Informationen, sogar die WHO erklaert, dass Handymasten ab 10W/m2 Strahlung gesundheitsgefaehrdend sind. Wie Sie also hier behaupten koennen, die waeren BESONDERS harmlos, ist mir komplett schleierhaft.

KomaPoster
20
23.4.2010, 17:37
Wer macht einen Feldversuch mit vielen 100 Mio Probanden?

Niemand! Aber Hauptsache man hat wieder gepostet, gell.

A. Raunzer
01
25.4.2010, 14:59
Haben Sie ein Handy?

Dann sind sie dabei, ob sie wollen oder nicht!

Solaris
01
23.4.2010, 15:33

5-10 eV ist UV-Strahlung, die ist definitiv ionisierend und krebserregend. Ich glaube du hast ein µ vergessen.

A. Raunzer
00
25.4.2010, 14:59
Das heißt nicht

5 - 10, sondern 10 hoch minus 5! Zum Nachrechnen:

E = h*f,

6,62*10-34 * 1,8*10^9 / 1,6*10-19 !
Das ist die Energie in eV.

Licht hat ca. 2 - 4, unsere eigene Infrarotstrahlung ca. 0,1 eV

contains sugar
40
22.4.2010, 22:11
Niemand wird seine Hoden in Wasser mit 21 Grad Celsius hängen und 16 Stunden vom 'Handy' bestrahlen lassen."

wenn man das handy in der hosentasche hat, wird ziemlich oft 16 stunden bestrahlt....

Ratze Putz
01
23.4.2010, 09:02
*faceplam*

Weil das Handy ja die ganze 16 Stunden durchgehend mit der Basisstation funkt...

A Voice
00
23.4.2010, 14:34
faceplam

ist aber reizend :-)

(versteh's schon, coudn't resist)

jomei1
12
22.4.2010, 20:54
Standard-Volksverdummung

Der Standard hätte bei der Überschrift wenigstens "WBF" davor schreiben sollen. So erweckt "Der Standard" den Eindruck, dass das ein gesichertes Wissen sei. Außerdem hat heute die Ärztekammer neuerlich vor den Gesundheitsfolgen des Handytelefonierens gewarnt. Davon steht nichts da. Somit ziemlich einseitige Berichterstattung.

Advaita0
43
22.4.2010, 20:19
So werden wir verdummt!

Warum sind z.B. in England Handy für unter 16-jährige an Schulen verboten? Warum in Schweden?
Weil das Gehirn geschädigt wird.

Aber das ist den Mobilfunkbetreibern so wurscht wie den Politikern und gekauften Journalisten...wer braucht schon intelligente Schafe zum Scheren? Hauptsache sie können per Handy untereinander blöken.

yomellamo
07
22.4.2010, 23:09

... weils den unterricht stört wenn alle 5 minuten das telephon läutet und die kinderchen SMS, MMS, emails usw. austauschen und chatten.

Neuer Nick neues Glück
03
22.4.2010, 21:02

Warum ist bei uns Marihuana verboten, die wesentlich gefährlicheren Stoffe Alkohol und Nikotin aber nicht?

Aber keine Angst, du darfst ja weiterhin mit einem Hut aus Alufolie durch die Gegend rennen.

A Voice
00
22.4.2010, 16:42
Wie wären die Spermien

ansonsten beweglich gehalten worden?

Franz I. von Kakanien
00
23.4.2010, 17:04

Playboy Channel?

A Voice
00
29.4.2010, 11:28
;-)

hab inzwischen nachgelesen - hatte mich schlecht erinnert - 16 Stunden am Leben bleiben ist kein Problem...

Eine Kreatur
43
22.4.2010, 16:31
das macht mich stutzig ..

"Probandengruppen hätten bei verblindeten Tests bezüglich der Befindlichkeit, Nervosität, Schlafstörungen und kognitiven Fähigkeiten noch nie unterscheiden können, ob sie nun Handymasten-Strahlung wirklich ausgesetzt gewesen wären oder nicht."

wer veröffentlicht oder redet so einen müll? bei radioaktiver und sonstiger strahlung wird das wohl auch kaum ein mensch mitbekommen .. bis "langzeit"schäden auftreten ..

JEDE form von strahlung birgt risiken .. und wir leben in der heutigen zeit in einer richtigen flut von "strahlung", dass dies auswirkungen auf unsere körper hat, ist unbestritten, nur das ausmaß ist fraglich ..

zumindest zu einem schluß könnte mensch kommen - dass JEDE künstliche strahlung möglichst vermieden werden sollte ..

Solaris
13
22.4.2010, 22:00

Das ist kein Müll. Viel Leute behaupten, Handystrahlung würde bei ihne Schlafstörungen, Kopfweh oder was auch immer verursachen. Der Punkt ist: Diese Leute haben bisher immer dann Beschwerden angegeben, wenn sie geglaubt haben, der Strahlung ausgesetzt zu sein, völlig unabhängig davon, ob das tatsächlich der Fall war. Z.B. gab es schon Beschwerden über gesundheitliche Beeinträchtigungen wegen eines neuen Funkmasts in Sichtweite, obwohl der Mast gar nicht eingeschaltet war.

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