Prügel & Veruntreuung

Augsburger Bischof Mixa hat Rücktritt eingereicht

22. April 2010, 09:32
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    foto: apa/karl-josef hildenbrand

    Bischof Walter Mixa hat Konsequenzen gezogen - Es gilt als sicher, dass der Papst das Gesuch annimmt

Der Schritt folgt nach Misshandlungsvorwürfen von Heimkindern, die Mixa zunächst geleugnet und erst nach Wochen öffentlich gestanden hat - Es gilt als sicher, dass der Papst das Gesuch annimmt

Augsburg - Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat beim Papst seinen Rücktritt eingereicht. Die anhaltende öffentliche Diskussion um seine Person habe in den vergangenen Wochen die Priester und Gläubigen im Bistum schwer belastet, heißt es den Angaben zufolge in dem Schreiben des Bischofs. Es gilt als sicher, dass der Papst das Gesuch annimmt.

Mixa ist in die Kritik geraten, weil er früher als Pfarrer Jugendliche geprügelt und Geld einer Waisenhausstiftung satzungswidrig verwendet haben soll. Nach wochenlanger Debatte hat sich Mixa zu diesem Schritt entschlossen, nachdem zuletzt auch die Führung der katholischen Kirche in Deutschland von ihm abgerückt war. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat Mixa  öffentlich geraten, eine Auszeit zu nehmen.

Unglaubwürdig geworden

Der Präsident des deutschen Laiengremiums "Zentralrat der Katholiken" (ZdK), Alois Glück, nannte den Rücktritt Mixas eine unausweichliche Konsequenz. Der Würdenträger sei durch seinen Umgang mit den Vorwürfen unglaubwürdig geworden und habe die gesamte katholische Kirche belastet, sagte Glück im Deutschlandfunk.

"Watschen" für Heimkinder

Walter Mixa soll als Stadtpfarrer von Schrobenhausen in den Siebziger- bis in die Neunzigerjahre Heimkinder geprügelt haben. Der Bischof gestand erst nach langer medialer Diskussion öffentlich ein, früher "Watschen" verteilt zu haben. Während Mixa von "Watschen" sprach, werfen ihm Opfer vor, sie teilweise mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Bischof hat sich nach wochenlangen Leugnen zu einer Entschuldigung erst sehr spät bereit erklärt.

Kunst und Wein mit Waisenhaus-Geldern

Bei den Vorwürfen der Veruntreuung, handelt es sich um zweckentfremdetes Verwenden von Waisenhaus-Vermögen, um Kunstgegenstände und größere Mengen an Wein zu kaufen. Ein Sonderbeauftragter untersucht dies gegenwärtig.

Rücktritt um räumliche Distanz zu gewinnen

Mixa habe am Mittwochabend einen Brief an Papst Benedikt XVI. geschrieben und seinen Rücktritt sowohl vom Amt des Bischofs von Augsburg als auch vom Amt des Militärbischofs der Bundeswehr angeboten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Zollitsch hat zuvor erklärt, dass er mehrfach mit Mixa gesprochen habe. "Dabei haben wir überlegt, wie Mixa in der schwierigen Situation im Bistum Augsburg zur Beruhigung beitragen und ob eine Zeit der geistlichen Einkehr und der räumlichen Distanz hilfreich sein könne, um eine Atmosphäre größerer Sachlichkeit bei den notwendigen und auch von ihm gewünschten Klärungen zu bewirken", sagte der Erzbischof. Darüber hinaus könnte eine vorübergehende räumliche Distanz Mixa die Möglichkeit geben, "nach sehr erhitzten Wochen neue Kräfte zu sammeln und die Geschehnisse mit mehr Ruhe zu bedenken".

Übergeordnete Verantwortung

Mixa begründete sein Rücktrittsgesuch mit einer übergeordneten Verantwortung für sein Bistum. Die "anhaltenden öffentlichen Diskussionen" um seine Person hätten Priester und Gläubige schwer belastet, heißt es in Mixas Brief. Er wolle nun den Weg für einen Neuanfang freimachen. "Alle, zu denen ich ungerecht gewesen sein mag, und alle, denen ich Kummer bereitet habe, bitte ich heute noch einmal um Verzeihung", zitiert die Augsburger Zeitung. An einer weiteren lückenlosen Aufklärung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe wolle er auch in Zukunft weiter aktiv mitwirken.

Familienministerin begrüßt Rücktrit

Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder (CDU) begrüßt den Rücktritt des Augsburger Bischofs Walter Mixa. Die CDU-Politikerin sagte am Donnerstag im ZDF, sie könne die Kritik am Bischof nachvollziehen aber habe Respekt vor seinem Schritt.

Finanzminister: Bin gespannt, wie der Vatikan auf das Angebot reagiert

Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) bezeichnete den angebotenen Rücktritt Mixas als notwendig. "Ich glaube, er hat jetzt die notwendigen Schritte eingeleitet, ich bin gespannt, wie der Vatikan auf das Angebot reagiert", sagte Fahrenschon, der auch Mitglied im ZdK ist, am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. "Wer Bischof Mixa kennt, der weiß, das Bischof Mixa sich seiner Verantwortung bewusst ist und sich seiner Verantwortung stellt", sagte Fahrenschon weiter.(APA)

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Frankensteins Fekternich
00
22.4.2010, 17:11

Untern Wotan täts das net geben! Gell Hatsche?

sturmy
01
22.4.2010, 17:06
eine Auszeit...? Ja auf des Teufels Griller...

Josef A.
02
22.4.2010, 16:58
Bischof Elmar Fischer nehmen sie sich ein Beispiel !

TRETEN SIE ENDLICH ZURÜCK !!!

Hurra Deutschland!
40
22.4.2010, 16:44

Den meisten hier würde eine traditionelle katholische Erziehung gut tun. Es würde zwar die Dummheit nicht austreiben, aber vielleicht die Dreistigkeit.

Die perverse Logik der Rechten
02
22.4.2010, 21:53
Was sagt man Menschen die behaupten :...

... Eine gesunde Watschen hat mir nie geschadet ? Antwort : Offensichtlich doch

Pater Penis
 
00
22.4.2010, 18:03
Der Pfarrer würd eher was "eintreiben"

masterjo
00
22.4.2010, 16:27

Ungläubig "geworden" ??

Pater Penis
 
10
22.4.2010, 16:26
Zufall, dass sich mixa auf wixa reimt?

KHG - die reine Unschuldsvermutung
09
22.4.2010, 16:19
in deutschland gibt´s eine rücktrittskultur

in österreich käme es bei einem bischof, selbst wenn er mit einem knaben im beischtstuhl in flagranti erwischt würde, sicher nicht zu einem rücktritt

Hurra Deutschland!
30
22.4.2010, 19:25
Es gibt in D keine Rücktrittskultur. Solche Rücktritte – auch der von Bischöfin Käßmann – werden durch Druck erzeugt. Man behauptet, es handele sich um „öffentlichen“ Druck, in Wahrheit aber ist es ein rein medialer.


Die Öffentlichkeit, der „kleine Mann“, wäre viel toleranter und würde, wie es das Christentum gebietet, Fehler verzeihen. Die deutschen Medien tun es nicht. Sie sind mittlerweile so stark und so gelenkt, dass sie eine Gefahr für die demokratische Ordnung darstellen. Parlamentarier und weite Teile der Exekutive fügen sich aus Existenzangst weitgehend dem Diktat der Medien, nur die Gerichtsbarkeit wagt ab und zu noch Widerspruch.

Dem Volk wurden über die Medien Anliegen verkauft, die sich jetzt als schädlich herausstellen – Beispiel Euro. Das Vertrauen ist angekratzt, kleine Online-Herausgeber, die gegen die Mainstream-Meinung opponieren, finden Zulauf. Die Zeitungen verlieren dramatisch an Auflage, sie sind durchschaut.

Mucosaprolaps
04
22.4.2010, 16:43

Nein, die versetzt die Kirche dann strafhalber, zB als Seelsorger ins Nonnenkloster. Kein Witz (Groer ging's so)

KHG - die reine Unschuldsvermutung
02
22.4.2010, 16:51

für einen spatziwäscher eine strenge strafe, den rest seiner tage bei nonnen verbringen zu müssen

ulrich besteberg
01
22.4.2010, 15:59
Foto: "bittschön um einen jungen Knaben"

max 1231
 
03
22.4.2010, 15:42
Was erzählen diese typen den leuten und den kindern in der schule ?

du sollst nicht lügen!! und was machen die selbst ? die lügen ! wer traut diesen rot, purpur und weisskittel ? ich nicht !

Andreas Oweler
00
22.4.2010, 15:41
Mixas letztes Gebet.

** OH Gott, warum glaubt mir meine Lügen keiner mehr. **

Ulrike Reiter
16
22.4.2010, 14:35

Gerade im Radio gehört: Bischof Mixa hat alle seine Termine abgesagt, weil er nun erst einmal Urlaub machen müsse. Das Zurücktreten scheint ein anstrengendes Geschäft zu sein. Gibt es schon besondere Wellness-Angebote für ausgebootete Geistliche und ihre geschundenen Seelen? Offenbart sich da gar eine Marktlücke?

bellefleure
00
22.4.2010, 15:42
Malta? Brasilien? Nigeria?

Bono Nobo
03
22.4.2010, 14:58

Irgendein Kinderdorf?

Mortimer
09
22.4.2010, 14:21
Mixa ist wohl genau so ein herzensguter Mensch wie unser Bischof Elmar Fischer!

... nur dass der Fischer nicht daran denkt zurückzutreten!

Erzbischof Paul Casimir Marcinkus
 
00
22.4.2010, 14:18
mensch, walter, nix von den orphan funds ans Istituto per le Opere di Religione überwiesen!

Heilige Hostie
152
22.4.2010, 13:50
Wegen Ohrfeigen

wird ein fähiger Bischof rausgeekelt? Damals war das züchtigen von Kindern Usus. Wenn man sich die Jugendlichen von heute in ihrem Rabaukentum so ansieht, würde man meinen dass diese eine strengere Hand gebrauchen könnten.

Schnapphahn
02
22.4.2010, 16:31
Nein, sondern wegen Unregelmäßigkeiten beim Geld.

Beim Geld hört bei der Kirche die Freundschaft auf. Die Kindesmißhandlungen hätte er locker überstande.
So tickt die Kirche leider nunmal.

ibinswieda
 
07
22.4.2010, 14:59

wegen Kindesmißhandlung!!!

erwin 222
16
22.4.2010, 13:43
ich dache immer, die pfaffen werden von gott berufen!

da stimmt irgendwas nicht....................

DaJosef
00
22.4.2010, 16:06
Gott

Keiner weiss ,wer er/sie/es ist
aber eines wissen wir jetzt sicher : auch Gott macht Fehler

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