200 Milliarden Staatsschulden

21. April 2010, 20:37

Rechnungshof warnt Regierung vor hoher Zinsbelastung

Wien - Die Wirtschaftskrise hat im Staatsbudget tiefe Spuren hinterlassen. Das zeigt auch der am Mittwoch veröffentlichte "Rechnungsabschluss" für den Bundeshaushalt 2009: Die Schulden des Bundes sind - auch wegen des Bankenpakets - erstmals über 200 Milliarden Euro gestiegen.

Der Rechnungshof warnt daher, dass der Bund 2013 bereits 15,2 Prozent seines Budgets für Zinsen und Finanzierungskosten aufwenden müsste. Der Spielraum für "zukunftsbezogene Ausgaben" (etwa für Bildung und Forschung) werde damit "beschränkt" .

Die Bundesschulden sind schon 2008 um knapp zehn auf 194,1 Milliarden Euro angestiegen und im Vorjahr noch einmal auf 200,3 Milliarden Euro geklettert. Verantwortlich dafür war unter anderem das Bankenpaket, für das milliardenschwere Rücklagen aufgenommen wurden. Außerdem sind die Einnahmen wegen Wirtschaftskrise und Steuerreform gesunken.

Die Abgabenquote ging im Vorjahr von 42,8 auf 42,3 Prozent der Wirtschaftsleistung leicht zurück. Insgesamt hat der Bund im Vorjahr 62,3 Milliarden Euro eingenommen - um 1,5 Milliarden Euro weniger, als ursprünglich erwartet. Der "Primärsaldo" des Bundes (also das Defizit ohne Berücksichtigung der Zinszahlungen) war damit erstmals seit 1996 negativ.

Für Zinszahlungen musste der Bund im Vorjahr mit 6,7 Milliarden Euro bereits 9,7 Prozent seines Gesamtbudgets aufwenden - ein angesichts der gestiegenen Schulden noch relativ niedriger Wert, der nur durch vergleichsweise niedrige Zinsen möglich wurde, wie der Rechnungshof festhält. Der Bericht warnt daher davor, dass bei steigendem Zinsniveau auch die Zinszahlungen wieder ansteigen werden.

Im Finanzrahmen für 2013 sind im entsprechenden Kapitel "Kassa und Zinsen" bereits Ausgaben von 11,4 Milliarden Euro vorgesehen - das wären 15,2 Prozent des Gesamtbudgets. (APA, nim/DER STANDARD, Printausgabe, 22.4.2010)

 

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12 Postings
BBSS
00
24.4.2010, 17:39
Beamte, Pensionisten und Arbeitslose werden die Schulden zurückzahlen

Erst wenn der letzte Nettosteuerzahler aus dem ungeschützten Bereich arbeitslos geworden ist oder das Land verlassen hat, werden die Geschützten erkennen, dass Sie vom Geld der Anderen leben.

isodora
00
10.5.2010, 22:44
So sorry ...

aber: gelebt haben werden ...

denn wer bezahlt dann diese Pfründe, wenn keiner mehr da ist, den man ausnehmen kann wie ein Weihnachtsgans´l - wer.

Wenn keiner mehr da ist.

Das erinnert mich an eines meiner kärglichen postings von vor etwa 6 Jahren:
"Am Besten das Volk austauschen ... denn wozu brauch´ ma des eigentlich" (über Schüsselchen und seine Haberatis sinngemäß referiert.

Darius
03
23.4.2010, 01:46

Das bedeutet, dass der Staat Österreich für jeden Staatsbürger jährlich ca. 1000 EUR Zinsen (wohlgemerkt nicht Schuldentilgung, lediglich den Zinsendienst) bezahlt.
Das Geld hätte ich gerne jedes Jahr für meine 4-köpfige Familie. 4000 EUR zusätzlich.
Da sieht man wieder wie sozial der Sozialstaat auf Schulden wirklich ist.
Jeder Mensch mit Verstand müsste diese Regierung davonjagen bei dem "Reformeifer" den diese Herrschaften haben um ihre Funktionärsstrukturen (Kammern, Sozialversicherungsträger, Parteien etc) zu erhalten.

isodora
00
10.5.2010, 23:02
Der Bauer als Millionär, na ja - eigentlich die "Christlich-"Sozialen""

denn der Wolfgang S. mit seinem Pfarrer, der andere Pröll-Bauer mitsamt seinem Onkelchen und dessen Krems-Dirigenten-Musikanten haben innerhalb von

2 Jahren mehr als die Hälfte unserer Zukunft dessen verschleudert,

als die das den Sozialdemokraten für 40 Jahre Budget-Hoheit vorgeworfen haben.

Relation: 38 Jahre:160 Milliarden = 40Jahre:xMilliarden, das wären 168 Milliarden;

vs. tatsächlich: 38 Jahre:160 Milliearden = (ungleich) 40:224, das sind tatsächlich um beinahe die Hälfte mehr Staatsschulden am realen BSP oder auch Brutto-Inlandsprodukt Österreichs.

Jedoch nicht in 38 Jahren, sondern in lediglich 2 Jahren.

Raimunds Bauer als Millionär war ein Schmutz dagegen.
Denn irgendwo muß das Geld ja hängen geblieben sein, ja.

wer wenn nicht er
02
22.4.2010, 23:25
Sparen statt Steuern erhöhen!!

- Keine Erhöhung für Beamte und Pensionisten: Bei Angestellten und Arbeitern waren die Löhne ja auch rückläufig...

- Drastische Kürzungen beim Bundesheer.

- Dem glatzerten Onkel klar machen dass man am Land nicht alle 10km ein Krankenhaus braucht -> hier ist angeblich ein Vermögen drin.

- Massiv sparen bei ÖBB (die bekommen 5 Milliarden pro Jahr - geschenkt).

- dafür km-abhängige Maut (=mehr Kostenwahrheit).

- man glaubt ja eh nicht dran, dass sie jemals kommt, aber da gibt es einen Verwaltungsreform-Vorschlag vom Rechnungshof, der angeblich Milliarden bringt...

Mettl
00
22.4.2010, 16:43

wieviel ist denn das vom BIP?

purzl
 
00
22.4.2010, 11:33

das edlinger zitat,lass keinen weihrauchkiffer an das geld des bürgers[steuerzahlers] bewahrheitet sich wieder mal.

Andronikos
00
22.4.2010, 09:35
Moment!

Wie kann das "Bankenpaket" Staatsschulden verursachen? Der Staat hat doch Geld an unsere tüchtigen und honorigen Geldinstitute verliehen, die gegen hohe Zinsen und Zinseszinsen alles wieder zurückzahlen und damit wesentlich zum Schuldenabbau beitragen!

wer wenn nicht er
00
22.4.2010, 22:58
Wenn Sie 10 Milliarden ausborgen um Sie weiter zu borgen, haben Sie 10 Milliarden mehr schulden. Logisch, oder?

Allerdings haben in den letzten 2 Jahren die ÖBB mehr Geld GESCHENKT bekommen, als die Banken GEBORGT bekommen haben.

XXhris
 
00
22.4.2010, 16:36

aber zuerst muss das kapital aufgebracht werden.
die staatsschulden müssten bis zum ende der laufzeit um das geborgte kapital und die zinsen sinken.

aber das dauert einige jahre.

Curd Hombre
00
22.4.2010, 13:43
Genau das frage ich mich auch schon....

....die ganze Zeit!

warp.faktor
00
22.4.2010, 06:49
Wahnsinn!

Seit Schwarzblau (2000) haben sich die Staatsschulden fast verdoppelt!

Da soll noch einer über Kreisky schimpfen, damals lag die Verschuldung bei weniger als 1x BIP heute sind es fast 3x so viel!

http://www.staatsschulden.at/

Der freie (=unregulierte) Markt erzeugt nur Verschuldung!
Stoppt diesen Fanatismus!

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