Tränengas gegen Kriegsveteranen in Sarajevo

22. April 2010, 11:09

Demonstranten versuchten, Regierungsgebäude anzuzünden - 69 Verletzte, darunter 30 Polizisten

Sarajevo - In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ist es am Mittwoch zu Zusammenstößen zwischen Bereitschaftspolizei und mehr als 5.000 Kriegsveteranen gekommen. Die Veteranen protestierten gegen geplante Kürzungen der Sozialleistungen durch die Regierung der Bosniakisch-Kroatischen Föderation, sie überwanden Polizeisperren und stürmten das Regierungsgebäude der Föderation. Dort warfen sie Scheiben ein und schleuderten Brandsätze in das Gebäude.

Nach Angaben aus den Krankenhäusern der Stadt wurden 69 Personen, darunter etwa 30 Polizisten, zum Teil durch Tränengas verletzt. Ein Mann erlitt eine Schädelfraktur. Die Polizei hatte vergeblich versucht, die Menge mit Tränengas zu zerstreuen.

Ministerpräsident verurteilt Proteste

Der Ministerpräsident der Föderation, Mustafa Mujezinovic, übte heftige Kritik an den Protesten der Veteranenverbände, denen er politische Ambitionen vorwarf. Es sei der Machtwechsel in Bosnien-Herzegowina und insbesondere in der Föderation geübt worden.

Die Probleme der Veteranen seien zu kompliziert, um sie mit einem Schlag zu lösen, sagte der Politiker. Etliche Forderungen der Kriegsveteranenverbänden seien bereits bei einer Regierungssitzung am Dienstag erfüllt worden. Nächste Woche soll auch die Forderung nach Anpassung der niedrigsten Pensionen sowie nach einer Aufnahme einzelner Bestimmungen des aufgehobenen Kriegsveteranengesetzes in ein neues Gesetz erörtert werden.

Proteste auch in Travnik und Mostar

Die Situation vor dem Föderations-Regierungsgebäude beruhigte sich am späten Nachmittag wieder. Einige Veteranenverbände forderten ihre Anhänger auf, die Proteste zu beenden. Veteranen protestierten auch in Travnik und Mostar. In der herzegowinischen Stadt gingen nicht nur ehemalige Angehörige der bosniakischen Kriegsarmee auf die Straße, sondern auch ehemalige bosniakische Gegner aus dem Kroatischen Verteidigungsrat.

Seit dem Dayton-Vertrag von 1995 besteht Bosnien-Herzegowina aus zwei Entitäten: der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der Republika Srpska. Die beiden Entitäten haben gegenüber der gesamtstaatlichen Regierung ein starkes Eigenleben. (APA)

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kroate 061
10
25.4.2010, 21:51
Mudjahedins Fahne

eigentlich ist dagen nichts einzuwenden. sie haben ja im krieg auch mit gekämpft somit haben sie auch anspruch veteranen pension und andere vergünstigungen.dies ist ein rein muslimisches problem viel spass dabei:)

Lazar
00
23.4.2010, 21:42
Wo bitte sind jetzt Vollmeise, Crocket, Mai und andere

die gemeint haben, dass die Bosnjaken keine Fahnen der Mudjahedins schwenken. Was sagen die jetzt zu dem Foto oben, zufall oder doch serbische Propaganda?

alles neu macht der mai
00
26.4.2010, 14:11
Bei Problemen mit naturalistischen Fehlschlüssen

wenden Sie sich bitte an das Amt für Aufklärung.

Lazar
00
26.4.2010, 15:11

Ist das da oben das neue MacDonalds Logo?

kroate 061
00
26.4.2010, 17:50
auf dem foto mittleren foto ist eindeutig ein harley davidson rocker zu sehen

der standard versucht uns mal wieder gegeseitig auszuspielen :)

alles neu macht der mai
03
26.4.2010, 15:59
1. Es ist Fakt dass die bosnische Armee von radikal-islamischen Elementen unterwandert wurde.

No na, haben halt alles genommen in ihrer Verzweiflung.
2. Es ist Fakt dass diese Elemente nur halbherzig bis gar nicht außer Landes geschafft wurden, was böse Folgen für Bosnien haben wird, sollte das nicht bald geschehen.
3. Es ist Fakt dass die muslimischen Politiker hier versagen.
4. Es ist aber auch Fakt dass Sie nicht in der Lage sind zu differenzieren. Wo 100 sind, sehen Sie 10000. Sie schüren Hysterie und Angst, anstatt einem Problem rational zu begegnen.
5. Sie werden rassistisch, indem sie pauschal urteilen.Gerade in BiH gibt es genügend säkulare Muslime, mit denen man normal Bier trinken kann.
6. Radikale Elemente sind immer und überall abzulehnen. Sie sind auch immer und überall gleich. Ich erinnere an Ihr Cetnik-Foto.

Vollmeise
 
00
24.4.2010, 14:39

Dazu habe ich mich bei diesem Thema schon geäußert (an HishHasH und auch in einem Post an Sie, aber das ist noch nicht erschienen).

Und nein, es ist keine serbische Propaganda, aber Propaganda ist es schon, denn es war ganz genau diese eine Fahne mit arabischer Schrift (kann man auf den Fotos und auf Videos sehen).

Stani83
00
26.4.2010, 12:55
Danke ;-) "Und nein, es ist keine serbische Propaganda, aber Propaganda ist es schon" hahahaha

Waach Birn
00
26.4.2010, 11:57
Interessante Argumentation

Wenn bei einer "moslemischen" Veteranen Demonstration eine Fahne gezeigt wird ist es Propaganda weil man hat ja genau die eine Fahne gesucht.Ist es eine Demo von serbischen Nationalisten dann is klar das dort eine "nationalistische" Fahne wehen muss. Ich glaub deine Argumentation ist die Fahne im Wind....
Net bös sein aber Extremisten gibt es da und dort am Balkan. Aber bitte wenn du eine GUT/BÖSE Einteilung brauchst dann gerne.

Vollmeise
 
00
27.4.2010, 09:37

Für eine Qualitätszeitung wie Standard finde ich es schon bedenklich, genau und ausschließlich diese Fahne als Leitfoto zu zeigen. Sie sehen ja auch in welche Richtung die Diskussion hier gegangen ist. Es gab sehr viele bosnischen Fahnen und die von der Armee BiH. Hätte man sie als Leitfoto verwendet, hätte man sich die Diskussion über die islamischen Extremisten (und die Demonstration der Kriegsveteranen war keine islamisch-extremistische) erspart.

laguna21
12
23.4.2010, 09:48
Soziales Pulverfass

Mir fehlt jede Sympathie für diese Unruhestifter die arabische Fahnen schwenken und die Föderation weiter ins Chaos ziehen - jedoch verstehe ich ihren Unmut. Es sind solche Gestalten wie Silajdzic die mit weit aufgerissenem Maul von Toleranz und Srebrenica sprechen, selbst aber Millionen abgesahnt haben. Ich hatte im Herbst 2009 das zweifelhafte Vergnügen im Hotel Europa in Sarajevo der Veranstaltung "Bosnian Brands" beizuwohnen. Wer sieht wie diese dort anwesende bosnische Nobelschickeria leibt und lebt, sich mit umwerfend aussehenden Bräuten schmückt, wie sie sich dann noch dazu weltoffen gibt (zum Kotzen!), der kann verstehen dass das verarmte Segment dieses Landes zu den Mitteln der Gewalt greift.

Waach Birn
00
23.4.2010, 16:50
Kann ich nicht verstehen

Das verarmte Segment hat und wählt auch weiterhin diese Idioten, also kein Mitleid.

phan thomas
13
24.4.2010, 15:13
Waach Birn

warum geht der herr nicht nach bosnien und hilft dem verarmten segment auf die sprünge um sie von den idioten zu befreien?aus österreich kann man große sprüche klopfen.
die heimat ruft .

Waach Birn
41
26.4.2010, 12:00
Meine Heimat ist Österreich

aber meine Eltern sind aus Bosnien. Warum sollte ich nach Bosnien fahren und dort irgendwen von seiner Dummheit befreien? Es gibt auch in Bosnien Wege und Mittel um an Informationen zu kommen.
Ich kann auch 3 Mio Österreichern die die Krone abonniert haben nicht helfen. Ich kann xenophoben Typen wie dir nicht helfen die mich irgendwo hinschicken wollen wo ich nie gelebt hab.Dobro jutro, dobar dan sam ma fertig gemma ham.....

phan thomas
00
26.4.2010, 20:53
Waach Birn

Als Diaspora Bosnjake könnte man schon mehr Interesse an der Heimat seiner Eltern zeigen.Allein der Nachname verrät woher man kommt und wo die Heimat wirklich ist.Es sei dem man hat sich einen österreichischen Namen zugelegt.

phan thomas
02
22.4.2010, 23:27

So lange wir (EU) in das Fass ohne Boden (Bosnien) Steuergelder verschwenden, wird Bosnien existieren.Keinen Tag länger. Jetzt könnt Ihr weiter streiten. Laka Noc

Vollmeise
 
50
22.4.2010, 21:26

Die Reaktionen aus Sarajevo sind traurig. Die Veteranen haben keine Unterstützung. Heute wurden auch 26 verhaftet (waren keine Veteranen, die Vereine distanzieren sich, sondern Unruhestifter). Aber egal.

Es seien Kriegsprofiteure, die eh nie die Front gesehen haben, es seien manipulierte und politische Marionetten usw. -> viele Reaktionen. Klar, sind diese Leute auch manipuliert, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass in BiH wirklich die Taktik aufgegangen ist (funktionier immer und überall): Spiel die Schwachen gegen die noch Schwächeren aus. Pensionisten gegen die Studenten, Arbeiter gegen die Veteranen, alle gegen alle usw. Die Politiker brauchen sich keine Sorgen um ihre Sesseln zu machen, sie werden sie nach den Wahlen behalten.

alles neu macht der mai
12
22.4.2010, 21:51

*lol*

aber ich fürchte der link ist verschwendet - den betroffenen dürfte ja die kapazität fehlen, daraus irgendwelche rückschlüsse zu ziehen, bzw. irgendwelche geistigen brücken von ihren politischen einstellungen zum inhalt des artikels zu schlagen.

im sinne von odo marquarts inkompetenzkompensation regen sie sich lieber über muslime am sozialamt auf :)

mein Deutschprofessor
22
23.4.2010, 00:56

verschwendet? würde ich nicht sagen, schon wegen dem *lol* hat es sich ausgezahlt.

Waach Birn
00
22.4.2010, 18:54
Ein Beweis mehr

für die totale Kapitulation des "multiethnischen" Bosniens.Teilt den Staat auf, schafft ethnisch reine Gebiete wo ihr eurer "Rasse und Religionsfreiheit" fröhnen könnt. Wählt weiterhin Politiker der nationalen Seite und lasst euch von ihnen bestellen.Blöd is nur das alle Bosnier die selbe Sprache sprechen aber wurscht auch da fällt uns noch was ein. Ein paar Worterfindungen und schon geht´s.Ich weiss genau warum ich mich euch nicht zugehörig fühle.

chilly76
 
00
22.4.2010, 19:52
welche sprache sprechen wir denn?

früher sprachen wir alle serbo-kroatisch bzw kroato-serbisch. (bosnisch gabs nicht) fragen sie doch die hegemonialminderheit die sich mit dem zwangsstaat bosnien idenifizieren ob ihre muttersprache serbokroatisch ist?

Waach Birn
12
23.4.2010, 09:26
Der Name is wurscht

es ist und bleibt die selbe Sprache oder nicht?Sogar die türkischen Ausdrücke die sich etabliert haben gelten für alle. Cesma, Jorgan etc. Wenn mich jemand fragt wo ich herkomm sage ich aus Wien mit bosnischen Wurzeln obwohl ich kein Moslem bin, weil Bosnien als Gebiet immer eins bleiben wird.Daher verstehe weder das Verhalten der Moslems noch der Serben.Was soll die Kleingeisterei?Wenn man nicht bald die anfängt den Finger auf die Wunden zu legen bleibt es ein kalter Konflikt und es wird nie Frieden geben. Ein Besuch in Banja Luka und danach in Sarajevo zeigt genau wohin die Reise geht.Ich finds traurig BiH könnte ein Beispiel des multiethnischen Zusammenlebens sein, so wie Toledo oder Granada vor der Reconquista.Wünschen darf man ja.....

phan thomas
11
24.4.2010, 00:47
Träum weiter,wegen solchen Typen wie Sie es sind ist alles kaputt gegangen.Solche Typen haben den Menschen Jahrzehnte Bradstvo und Jedinstvo vorgegaugelt. Träum weiter deinen Traum

Stani83
00
26.4.2010, 14:50
WAS ZUM GEIER IST "BRADSTVO"?

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